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14.04.2004, 16:06

100 Jahre Stadtbibliothek Oldenburg

Zitat

Sechs Wochen Programm unter dem Motto "Lesen - Lernen - Leben"

Unter der Schirmherrschaft des Niedersächsischen Ministers für Wissenschaft und Kultur, Lutz Stratmann, begeht die Stadtbibliothek Oldenburg ihr 100-jähriges Bestehen mit einem 6-wöchigen, umfang- und abwechslungsreichen Jubiläumsprogramm vom 24. Mai bis 4. Juli. Unter dem Motto "Lesen - Lernen - Leben" präsentiert die Stadtbibliothek rund 50 Veranstaltungen für Jung & Alt. Dabei wird das gesamte Bibliothekssystem von der Zentralbibliothek im Kulturzentrum PFL, über die Kinder- und Jugendbibliothek, Peterstraße 1, bis hin zu den Stadtteilbibliotheken miteinbezogen.

Den Höhepunkt und festlichen Abschluss des Programmes bildet ein Tag der offenen Tür in der Stadtbibliothek am Sonntag, 4. Juli. An diesem Tag sind die Zentralbibliothek im Kulturzentrum PFL und die benachbarte Kinder- und Jugendbibliothek von 13 bis 18 Uhr geöffnet. Dabei besteht die Möglichkeit, Medien auszuleihen und sich kostenlos als Nutzer anzumelden. Die Ausleihe von Videos, DVDs, CD-ROMs, CDs sowie Bestseller sind am Tag der offenen Tür gebührenfrei.

Ab 13 Uhr findet ein Sommerfest im Außenbereich des Kulturzentrums PFL statt. Für das leibliche Wohl sorgen ein Getränkestand und ein Grillwagen, für das geistige Wohl ein Bücherflohmarkt. Zur Unterhaltung spielen Jazzbands der Musikschule Oldenburg. Von 14 bis 17 Uhr gibt es ein Piratenfest für Kinder mit dem Spielefant. Die Jüdische Gemeinde zu Oldenburg, das Team Kinderwunsch Oldenburg (TKO) und das Umwelthaus beteiligen sich im Rahmen eines Nachbarschaftsfestes an der Programmgestaltung. Um 18 Uhr lässt die Oldenburger Sambatruppe "Feuersalasamba" das Fest ausklingen.

Der offizielle Festakt zum 100-jährigen Bestehen der Stadtbibliothek findet ebenfalls im Rahmen des Tages der offenen Tür am Sonntag, 4. Juli, 15 Uhr, im Großen Saal des Kulturzentrums PFL statt. Die Grußworte sprechen der Schirmherr Lutz Stratmann, Niedersächsischer Minister für Wissenschaft und Kultur, und Oberbürgermeister Dietmar Schütz. Gegen 16.45 Uhr wird der Film "Stadtbibliothek Oldenburg - ein Bilderbogen aus Vergangenheit und Gegenwart - 1904 bis 2004" von Farschid Ali Zahedi erstmalig der Öffentlichkeit vorgeführt.

Das Jubiläumsprogramm "100 Jahre Stadtbibliothek" wird gefördert von der SPARDA-BANK Münster e.G. Als Kooperationspartner konnten weiterhin die Oldenburger Buchhandlungen, das inforum, das literatur büro oldenburg, die Musikschule der Stadt Oldenburg, das Oldenburgische Staatstheater, das Theater Laboratorium, die Volkshochschule Oldenburg und die Nachbarschaft aus der Peterstraße 1 + 3 und aus der Wilhelmstraße gewonnen werden.

Eine Chronik der Stadtbibliothek Oldenburg erscheint zum 4. Juli. Die Bibliotheksgesellschaft Oldenburg beteiligt sich mit einer Spende an der Herausgabe.


Historischer Abriss: 100 Jahre Stadtbibliothek Oldenburg

Am 9. Juli 1904 wird zwischen dem Magistrat der Stadt Oldenburg, vertreten durch den Oberbürgermeister Tappenbeck und den Ratsherrn Propping, und dem Verein für Volksbibliothek, vertreten durch den Seminaroberlehrer Pleitner, ein Vertrag über die Einrichtung einer öffentlichen Lese- und Bücherhalle in Oldenburg abgeschlossen.
Anfang November 1904 wird die Lese- und Bücherhalle im Vereinshaus des Arbeiterbildungsvereins, Georgstraße 36, eröffnet. Sie ist täglich von 9 bis 22 Uhr geöffnet. Die Bücherausleihe findet "nur" werktags von 11 bis 14 und von 17 bis 21 Uhr statt. Die Benutzung ist unentgeltlich. Die Kosten für die Unterhaltung der Lesehalle werden zu je einem Drittel vom Verein Lese- und Bücherhalle, von der Stadt Oldenburg und aus Fonds- und Stiftungsgeldern bestritten (Stand 1914).

1919 stellt der Stadtmagistrat trotz Wohnungsnot für die Lese- und Bücherhalle ein Haus in der Peterstraße 32 zur Verfügung.

1919 - 1923 kann der Verein "Lese- und Bücherhalle" (ehemals Verein Volksbibliothek) die Lesehalle nur dank Einwerbung von Beihilfen, dem Einsatz von Privatmitteln und drastischen Angebotseinschränkungen vor der drohenden Schließung bewahren.

1931 zieht die Lese- und Bücherhalle in die funktionaleren Parterreräume des nahe gelegenen Hauses Steinweg 14 um.

1934 ist der Verein "Lese- und Bücherhalle" zahlungsunfähig. Das Land Oldenburg und die Stadtgemeinde Oldenburg schließen am 5. April einen Vertrag. Der Staat wird neuer Träger der Lese- und Bücherhalle. Diese wird der Landesbibliothek als "Abteilung Volksbücherei" angegliedert.

1936 siedelt die Volksbücherei vom Steinweg in die Landesbibliothek am Damm über. Sie ergänzt durch ihren überwiegenden Bestand an schöner Literatur den mehr wissenschaft-lichen Charakter des Bestandes der Landesbibliothek.

1944 wird die Abteilung Volksbücherei aus dem Haushalt der Landesbibliothek ausgeschieden und von der Stadt Oldenburg unter der Bezeichnung "Städtische Volksbücherei" mit einem ehrenamtlichen Leiter weitergeführt.

1953 siedelt die städtische Volksbücherei in das Haus Gartenstraße 5 über, das der Stadt Oldenburg gehört. Hier befindet sich das "Information Centre Die Brücke", eine englische Kultureinrichtung der Nachkriegszeit, deren Unterhalts-träger die Britische Regierung ist. Seit dem 1. April engagiert sich die Stadt Oldenburg finanziell an der Fortführung der "Brücke", da drastische Einsparungsmaßnahmen durch das Britische Außenministerium verfügt worden sind. In dem neuen Namen "Anglo-German Centre Die Brücke" kommt die Beteiligung der Stadt zum Ausdruck.

1956 eröffnet das internationale Kulturzentrum "Brücke der Nationen", nachdem die "Brücke" ihre Arbeit am 1. April eingestellt hatte. Träger der "Brücke der Nationen" ist die Stadt Oldenburg unter Mitwirkung des British Council und des Amerikahauses in Bremen. Die städtische Volksbücherei wird in das Kulturzentrum eingegliedert und in "Bibliothek der Brücke der Nationen" umbenannt.

1969 Eröffnung der ersten Stadtteilbibliothek in Eversten
1971 Eröffnung der Stadtteilbibliothek in Kreyenbrück
1972 Eröffnung der Stadtteilbibliothek in Ofenerdiek
1974 Eröffnung der Stadtteilbibliothek Flötenteich im Stadtteil Nadorst
1979 Namensänderung in "Brücke der Nationen - Stadtbibliothek"
1983 Neueröffnung der Stadtteilbibliothek Flötenteich im Schulzentrum
1989 Umzug der Kinder- und Jugendbibliothek in die Peterstraße 1
1991 Umzug der Stadtbibliothek ins Kulturzentrum im PFL


Quelle: www.oldenburg.de

Weiters findet ihr hier http://www.oldenburg.de/100jahre/

Termin vom 24.5.2004 - 4.6.2004

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Benny« (14.04.2004, 16:13)


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