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12.04.2013, 07:31

VfB bricht den Bann – 3:2-Sieg bei Victoria

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Das war nichts für schwache Nerven. Mit 3:2 siegte der VfB Oldenburg in einem echten Abstiegskrimi beim SC Victoria Hamburg und machte mit dem ersten Sieg in 2013 einen Sprung auf den achten Tabellenplatz.

Die gut 80 lautstarken VfB-Fans unter den nur 213 Zuschauern erlebten dabei allerdings ein echtes Wechselbad der Gefühle.

Auf mehrere Positionen hatte VfB-Trainer Andreas Boll seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel am vergangenen Sonntag geändert. An der Seite von Julian Lüttmann stürmte der junge Kai Pröger, Paul von Humbeeck dagegen saß anfangs auf der Bank. Im Mittelfeld durfte Claude Videgla an Stelle von Leo Baal ran.

Die Oldenburger erwischten auf tiefem Boden den besseren Start, waren von Beginn an sehr engagiert und hatten bereits in der 12. Minute die erste gute Torchance. Ein Schuss von Alex Baal verfehlte das Hamburger Gehäuse nur knapp. Der erste Rückschlag sollte aber auch nicht lange auf sich warten lassen. Ferhat Bikmaz, der vor dem Spiel über Probleme mit dem Oberschenkel geklagt, aber seine Spielfähigkeit signalisiert hatte, humpelte vom Platz (14. Minute). An seiner Stelle rückte Leo Baal in die Mannschaft und der führte sich auch gleich gut ein. Einen Pass des Rotschopfs nutzte Christian Thölking zur Direktabnahme. Dumm nur, dass er die Kugel nicht mit dem starken linken Fuß zu streicheln vermochte, sondern mit dem rechten abschließen musste. Es fehlten Zentimeter zur Oldenburger Führung. Dennoch herrschte auf blau-weiß dominierten Rängen gute Laune. Hier, so die allgemeine Haltung, werde der VfB gewinnen!

Natürlich, schließlich gehörte auch die dritte Szene den Gästen. Der starke Mo Aidara tauchte frei vor Torhüter Tobias Grubba auf und es wird wohl ein auf ewig ungelöstes Rätsel in der Fußballgeschichte bleiben, warum Grubba in der Folgeminute nicht die Möglichkeit bekommen hat, einen Elfmeter zu parieren. Anders formuliert, der Torwart brachte den flinken Oldenburger wenig regelkonform zu Fall, die Pfeife des Unparteiischen Frederik Listner blieb aber stumm (15.)

Die Oldenburger auf und neben dem Platz zürnten noch, ob dieser als falsch empfundenen Entscheidung, da lag der Ball bereits im Tor. Dummerweise im falschen. Nach einer Flanke von der rechten Seite hatte Daniel Halke, nach einem Rollentausch mit Christian Thölking jetzt Innenverteidiger, das Rund ins eigene Netz befördert (16.).

So recht glauben wollten diesen Spielstand wohl selbst die Hamburger nicht, doch es sollte noch dicker kommen, für die Gäste. In Minute 23 konnte die VfB-Abwehr nicht klären und der wenig gastfreundliche Benny Moritz Hose stocherte das Spielgerät ganz frech zum 2:0 ins kurze Ecke. Ehrlich, diesen Nackenschlag hätte es jetzt nicht gebraucht. Der VfB war geschockt und es dauerte gute zehn Minuten, ehe die Blauen sich derart kräftig geschüttelt hatten, um einen offenen Kampf anzunehmen.

Mo Aidara machte den Anfang, scheiterte allerdings an Grubba (35.). Immerhin, ein Lebenszeichen. Fünf Minuten später sollte die sportliche Provokation der Victoria dann endlich ernsthafte Konsequenzen haben. Eine Ecke von Christian Thölking wurde ins Zentrum verlängert und fand in Daniel Halke einen dankbaren Abnehmer. Der „Halker“ legte den ganzen Frust des 0:2 in einen satten Schuss und traf zum Anschluss. Oldenburg war wieder im Spiel.

Jetzt begann das große Zittern auf Seiten der Gastgeber und das aus gutem Grund, denn nur drei Minuten nach dem 1:2 zappelte das Spielgerät wieder im Netz. Diesmal hatte Alex Baal den starken Kai Pröger geschickt und dessen Zuspiel nutzte Christian Thölking zum Ausgleich. Geht doch, dachte sich der blau-weiße Anhang, jetzt in Glückseeligkeit schwelgend und auf mehr hoffend. Das sollte nicht lange auf sich warten lassen, denn in der finalen Minute einer denkwürdigen Halbzeit langte der VfB nochmal hin. Julian Lüttmann glänzte als Vorbereiter für Kai Pröger, der im zweiten Versuch zum 2:3 traf.

Es hätte nicht der einzige Treffer jungen Flügelflitzers bleiben müssen. Im Gegenteil, mehrfach hätte es nach der Pause „prögern“ können, vielleicht müssen, doch im Dauerduell mit Torhüter Tobias Grubba zog der Oldenburger letztlich den Kürzeren, weil der Hamburger die Kunst der Fußabwehr perfektionierte.

Gerade deshalb war der Spannungsfaktor in der zweiten Halbzeit unangenehm noch. Die Oldenburger verteidigen ihre Führung leidenschaftlich, warfen sich in jeden Schuss und konterten durchaus gefällig. Allein der erlösende vierte Treffer wollte nicht fallen. Victoria überraschte mit einer konditionell ansprechenden Vorstellung und ebenfalls jeder Menge Kampfgeist, am Strafraum war dann aber mit schöner Regelmäßigkeit Schluss. Kam der Ball dann doch mal in den Strafraum, überzeugten Peer-Bent Wegener und Daniel Halke als Abräumer und als nach 94 Minuten, also einer gefühlten Ewigkeit, endlich Schluss war, durften die Gäste verdient jubeln. Mit einer leidenschaftlichen Vorstellung hatte der VfB sich drei Punkte erkämpft.
Quelle: VfB Oldenburg

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14.04.2013, 17:53

VfB verliert in Hannover 0:3

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Der VfB Oldenburg hat mal wieder für gute Laune gesorgt, diesmal allerdings bei Hannover 96 II. Immerhin 800 Zuschauer lockten die Blauen in kleine Ricklinger Stadion und die, soweit Fans der Gastgeber, wurden belohnt, denn der Bundesliga-Nachwuchs ließ dem VfB beim 3:0 keine Chance.


Im Vergleich zum 3:2-Sieg bei Victoria Hamburger hatte VfB-Trainer Andreas Boll auf zwei Positionen gewechselt. An Stelle des kurzfristig erkrankten Christian Thölking durfte Leo Baal im Mittelfeld beginnen und der verletzte Ferhat Bikmaz, der mit Aduktorenproblemen ausgefallen ist, wurde durch Paul van Humbeeck in der Startformation ersetzt.
Während Letzter neben Julian Lüttmann stürmte, fand sich Leo Baal auf der linken Mittelfeldseite wieder. Kai Pröger sollte über die rechte Seite Druck machen, Mohamed Aidara im Zentrum die Bälle verteilen. Defensiv setzte der Trainer im Zentrum auf Daniel Halke und Peer-Bent Wegener.

So weit die Theorie, denn in einem sehr intensiv geführten Spiel waren die Gastgeber von Beginn an tonangebend. Bereits nach elf Minuten hatte Lars Fuchs die Führung auf dem Fuß, lupfte den Ball aber über das Tor von Mansur Faqiryar. Die Gastgeber drückten, der VfB versuchte mit Kontern immer wieder für Entlastung zu sorgen. Das gelang nur bedingt, sprich Chancen hatten die Gäste anfangs nichts. Dafür lag der Ball dann nach 25 Minuten im Tor. Nach einer Ecke für Hannover kam der Ex-Oldenburger Daniel Bauer zum Schuss. Mansur Faqiryar konnte zwar parieren, doch die Gastgeber reagierten schneller als die Deckung und Deniz Aycicek traf zum 1:0.

Dabei bleib es zur Pause, weil der VfB aus seinen Konterchancen zu wenig machte und Kevin Behrens nach 37 Minuten nur das Aussennetz traf. Andreas Boll reagierte. Paul van Humbeeck blieb in der Kabine, für ihn durfte jetzt Julian Bennert ran.
Die erste Chance nach dem Seitenwechsel hatten dann auch die lautstark angefeuerten Blauen. Claude Videgla hatte abgezogen, konnte Samuel Radlinger aber nicht überwinden (48. Minute).

Anders Lars Fuchs. Der in der kommenden Saison zum 1. FC Magdeburg zurückkehrende Offensivspieler tanzte die gesamte Oldenburger Abwehr aus und erhöhte auf 2:0 (53.). Der VfB wehrte sich zwar weiterhin, doch nach wie vor waren die Hannoveraner die bessere Mannschaft. Zudem musste Boll erneut wechseln. Der mit der gelben Karte belastete Claude Videgla machte für Tim Petersen Platz (55.).
Das 3:0 konnte der allerdings auch nicht verhindern. Erneut war Lars Fuchs zur Stelle, nachdem es zwischen Peer-Bent Wegener und Mansur Faqiryar ein Missverständnis gegeben hatte (62.). Das Spiel war natürlich für Hannover entschieden. Dennoch kämpften die Oldenburger weiter, wollten hier auf keinen Fall noch höher verlieren. Das gelang am Ende auch, mehr war heute allerdings nicht drin.

Bereits am kommenden Mittwoch, um 18.15 Uhr geht es für den VfB Oldenburg mit dem enorm wichtigen Spiel gegen die zweite Mannschaft des Hamburger SV weiter.


Hannover 96 II: Samuel Radlinger - Tim-Pascal Wohlfahrt, Jannik Löhden, Jannis Pläschke, Niko Gießelmann (69. Khaled Mesfin-Mulugeta), Daniel Bauer, Deniz Aycicek, Sascha Schünemann, Kevin Behrens (78. Stefan Smiljanic), Willi Evseev, Lars Fuchs (73. Patrick Jöcks)

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Alexander Baal, Thorsten Tönnies, Peer Wegener, Daniel Halke, Claude-Roland Videgla (55. Tim Petersen), Kai Pröger, C. Mohamed Aidara, Leo Baal (74. Alexander Dreher), Paul van Humbeeck (46. Julian Bennert), Julian Lüttmann

Tore: 1:0 Deniz Aycicek (26.); 2:0 Lars Fuchs (52.); 3:0 Lars Fuchs (61.)

Zuschauer: 800

Gelbe Karte: Kevin Behrens (7.) / Claude-Roland Videgla, Julian Lüttmann (3.)

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24.04.2013, 07:37

VfB verliert 0:2 in Havelse

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Der VfB Oldenburg hat das erste von drei aufeinander folgenden Auswärtsspielen verloren. Trotz einer kämpferisch ansprechenden Leistung unterlagen die Blauen beim TSV Havelse mit 0:2.

Der Tabellenzweite nutzte dabei zwei Standardsituationen innerhalb von vier Minuten konsequent aus.
Aufgrund zahlreicher Ausfälle hatte VfB-Trainer Andreas Boll eine ungewohnte Formation aufgeboten. Neben den gesperrten Daniel Halke und Julian Lüttmann musste auch Innenverteidiger Peer-Bent Wegener kurzfristig passen. Seinen Part an der Seite von Tim Petersen übernahm Christian Thölking.
Offensiv sollte Julian Bennert für Entlastung sorgen, assistiert von Mustafa Azadzoy. Letzterer hatte sich durch gute Leistungen im Training und in der U23 empfohlen und bekam vom Trainer das Vertrauen.

Die Gäste, vor 508 Zuschauern klarer Aussenseiter, gestalteten die Anfangsphase ausgeglichen. Der erste Aufreger sollte dennoch nicht lange auf sich warten lassen. In der achten Minute suchte Saliou Sané im Strafraum nicht nur die Nähe von Tim Petersen, sondern auch umgehenden Bodenkontakt. Der erhoffte Elfmeterpfiff blieb allerdings aus. Stattdessen zeigte Schiedsrichter Viatcheslav Paltchikov dem Havelser zur Belohnung für dessen Flugshow eine gelbe karte.
Die nächste Szene gehörte dann die Gästen, die eine schöne Kombination über Mo Aidara, Thorsten Tönnies und schließlich Mustafa Azadzoy aber nicht zum Abschluss brachten (12. Minute). Einmal mehr wurde deutlich, wo die Oldenburger in dieser Saison der Schuh drückt. Der VfB entwickelt einfach nicht genug Durchschlagskraft. Sechzig Sekunden später versuchte sich Alex Dreher als Distanzschütze, kam an Torhüter Markus Straten-Wolf aber nicht vorbei.
Auf der anderen Seite entschärfte Mansur Faqiryar einen Freistoss von Maurice Maletzki.

Havelse gewann jetzt ein optisches Übergewicht, war aber nicht zwingend. Der VfB dagegen blieb bei Kontern gefährlich und haderte nach 22 Minuten mit dem Schiedsrichter. Thorsten Tönnies war im Strafraum zu Fall gebracht worden, doch auch hier gab es keinen Elfmeter (22.).
Der Unterschied zwischen einer Spitzenmannschaft und einem Aufsteiger wurde dann in den nächsten Minuten deutlich. Zweimal konnten sich die Havelser den Ball zur Ecke hinlegen und zweimal lag selbiger dann kurz darauf im Kasten. Patrick Posipal traf in der 24. Minute zum 1:0, Deniz Tayar erhöhte drei Minuten später auf 2:0.
Eine ganz bittere Pille für den VfB, der einige Zeit benötigte, um sich zu fangen und ins Spiel zurückzufinden. Immerhin, die Mannschaft kämpfte und erhöhte nach dem Seitenwechsel die Schlagzahl. Nach einem feinen Zuspiel von Nick Köster traf Julian Bennert leider nur das Aussennetz (53.).
Eben dieses Manko im Abschluss, ein steter Wegbegleiter in dieser Saison, sollte sich durch die ganze zweite Halbzeit ziehen. Die Gastgeber ließen den VfB spielen, der kam durchaus zu Möglichkeiten, doch der Anschluss wollte einfach nicht fall.

Boll versuchte alles, brachte mit Leo Baal und Paul van Humbeeck frische Offensivkräfte. Taktisch wurde auf drei Spitzen umgestellt, doch es sollte sich kein Erfolg mehr einstellen.

TSV Havelse: Markus Straten-Wolf - Florian Bertalan, Tim Wendel, Deniz Tayar, Marco Hansmann - Patrick Posipal (78. Tobias Holm), Tom Merkens - Marc Vucinovic (86. Matthias Braczkowski), Maurice Maletzki - Saliou Sané, Christoph Beismann (62. Daniel Hintzke)

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Thorsten Tönnies, Tim Petersen, Christian Thölking, Alexander Dreher (76. Paul van Humbeeck), Claude-Roland Videgla, Nick Köster (83. Leo Baal), Kai Pröger, Julian Bennert, Mustafa Azadzoy, C. Mohamed Aidara

Tore: 1:0 Patrick Posipal (24.); 2:0 Deniz Tayar (27.)

Schiedsrichter/in: Viatcheslav Paltchikov (Groß Grönau) - Assistenten: Tim Becker (Segeberg), Florian Burmester (Lübeck)

Zuschauer: 504

Gelbe Karte: Saliou Sané (2.), Tim Wendel (3.), Florian Bertalan / Kai Pröger (2.)
Quelle: VfB Oldenburg

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24.04.2013, 07:42

Alexander Nouri neuer Cheftrainer

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Alexander Nouri löst mit sofortiger Wirkung Andreas Boll als Cheftrainer des VfB Oldenburg ab. Der 33-jährige A-Schein-Inhaber wird darüber hinaus in der kommenden Saison das sportliche Sagen bei den Blauen haben.

Außerdem hat sich der Fußball-Regionalligist einvernehmlich von seinem bisherigen sportlichen Leiter, Frank Neubarth, getrennt.

„Wir sind davon überzeugt, mit Alexander Nouri einen Trainer gefunden zu haben, der kurzfristig in der Lage ist, die Mannschaft zum Klassenerhalt zu führen und der die Zukunft des VfB Oldenburg erfolgreich gestalten kann“, erklärt VfB-Präsident Stefan Könner.

Seit der Vorstand entschieden habe, die sportliche Verantwortung in der kommenden Saison in neue Hände zu legen, habe Nouri in den Planungen der Entscheider eine große Rolle gespielt. „Die Philosophie für die Alex Nouri steht, seine Bereitschaft, mit jungen Leuten zu arbeiten und seine fußballerische Kompetenz, haben uns davon überzeugt, dass wir die Herausforderungen der Zukunft mit ihm meistern können“, sagt Stefan Könner.

Die vorzeitige Ablösung von Andreas Boll sei dem Verein sehr schwer gefallen, betont der Vorstandsvorsitzende ausdrücklich. „Der VfB Oldenburg ist insbesondere Andreas Boll, aber auch Frank Neubarth, zu großem Dank verpflichtet. Beide haben sich in einer schwierigen sportlichen Situation in den Dienst des Vereins gestellt und hier auch erfolgreich gearbeitet.“

Nach dem Aufstieg allerdings sei die sportliche Entwicklung nicht so verlaufen, wie man es sich erhofft habe. „Wir haben uns deshalb für einen Kurswechsel zur neuen Saison entschieden und das auf den Wunsch von Andreas Boll hin, auch sehr früh verkündet haben. Das Arbeiten ist für ihn dadurch sicher nicht einfacher geworden. Wir sind der Meinung, mit diesem Trainerwechsel neue Impulse zu geben, außerdem wollen wir Klarheit schaffen. Unsere Spieler sollen wissen, wie wir in Zukunft aufgestellt sind und wer sportlich verantwortlich sein wird“, betont Stefan Könner.

Aktiv werde man jetzt die Zukunftsgestaltung forcieren. „Wir haben Fakten geschaffen und werden jetzt die Kaderplanungen vorantreiben. Die Trainer-Entscheidung war dabei natürlich die wichtigste Personalie.“ Das Vertrauen in Alexander Nouri ist sehr groß. „Er ist ein junger Trainer mit einem klaren Konzept, der sich regelmäßig fortgebildet hat. Als Co-Trainer hatte Alexander Nouri in der Mannschaft schon einen sehr hohen Stellenwert. Er hat seine Meinung intern immer klar vertreten, sich aber auch in konträren Punkten stets als Teamplayer gezeigt und absolut loyal verhalten. Wir sind deshalb überzeugt, dass wir mit Alexander Nouri den richtigen Trainer für den VfB Oldenburg gefunden haben, um erfolgreichen und attraktiven Fußball zu spielen“, erklärt der VfB-Präsident.

Zur Person:
Alexander Nouri wurde am 20. August 1979 in Buxtehude geboren. Als Fußballer war er für den SV Werder Bremen II, den KFC Uerdingen, beim VfL Osnabrück, Holstein Kiel und für den VfB Oldenburg am Ball. Auslandserfahrung sammelte der 33-jährige bei den Seattle Sounders. Für den VfB hat Alexander Nouri 26 Spiele bestritten und 5 Tore erzielt. Im Anschluss an seine aktive Karriere arbeitete Nouri beim VfB außerdem als Trainer der U17-Regionalliga-Mannschaft aus dem Öffentliche Jugendleistungszentrum, ehe er als Co-Trainer der ersten Mannschaft berufen wurde. Er ist Inhaber der Trainer-A-Lizenz.
Quelle: VfB Oldenburg

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25.04.2013, 12:45

Nouri gelingt die Premiere

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Wenn es gegen die Großen der Regionalliga geht, läuft der VfB Oldenburg zur Bestform auf. Vor 2.269 Zuschauern, darunter handverlesene, lautstarke 71 Anhängerinnen und Anhänger der Gäste, erspielten und erkämpften sich die Blauen bei Tabellenführer Holstein Kiel ein 1:1.

Ein hochverdientes, wie unbedingt festgehalten werden muss.

In seinem ersten Spiel als Cheftrainer hatte Alex Nouri die Mannschaft im Vergleich zur Niederlage beim TSV Havelse nicht nur personell neu aufgestellt, sondern auch einige taktische Änderungen vorgenommen. Die wieder fitten Brüder Leo und Alex Baal kehrten ebenso in die Anfangsformation zurück, wie Daniel Halke nach abgelaufener gelb-rot Sperre. Außerdem brachte Nouri Paul van Humbeeck von Beginn an. Gemeinsam mit Julian Bennert bildete er ein Angriffsduo im klassischen 4-4-2-System.

Damit wären wir bei den taktischen Änderungen. Auffällig war tatsächlich das System mit zwei Spitzen und dem offensiven Mo Aidara sowie dem defensiveren Claude Videgla im Mittelfeldzentrum. Auf den Außen durften sich rechts Alex und links Leo Baal tummeln. Die Viererkette ist dagegen fast schon klassisch zu nennen. Vor Torhüter Mansur Faqiryar sollten Tim Petersen und Christian Thölking innen sowie Thorsten Tönnies links und Daniel Halke rechts verteidigen.

Das sollte dann aber auch reichen, denn der Ball rollt und das aus Oldenburger Sicht ganz geschmeidig. Die Gäste attackieren den Gegner früh, so dass Kiel immer wieder gezwungen wurde, lange Bälle zu spielen. Selbige landeten eher selten beim Adressaten, leichtes Spiel für die Oldenburger Deckung also. Dass der Tabellenführer dennoch zur ersten Chance kommt, ist seiner individuellen Klasse geschuldet.

In Minute acht verliert Tim Petersen das Duell mit dem besten Kieler, Fiete Sykora, der stramm abzieht, aber Mansur Faqiryar nicht überwinden kann. Ein guter Auftakt, mögen sich die Kieler Fußballfreunde denken, doch tatsächlich zeichnet das Skript dieses Spiels schnell ein anderes Bild. Es ist der zuvor so verunsichert erwartete VfB Oldenburg, der hier den Ton angibt. Kämpferisch, laufstark, energisch. Die Gäste machen Druck und haben nach 19. Minuten ihre erste Chance. Nach einer Ecke kommt Claude Videgla zum Kopfball, verfehlt das Tor aber knapp.

Langsam, aber sicher bahnt sich im spärlichen, aber immer lauter werdenden Oldenburger Anhang das wohlige Gefühl des Optimismus seinen Weg in die Erwartungshaltung. Sollte hier etwas gehen? Sicher! Mit brüderlicher Zusammenarbeit, so wie in der 26. Minute. Flanke Leo Baal, Kopfball Alex Baal, allein Morten Jensen gibt den Spielverderber und schnappt sich das Spielgerät.
Fünf Minuten später ist aber auch der Torhüter machtlos. Julian Bennert legt gekonnt auf und Paul van Humbeeck versenkt die Kugel zum 0:1 genau dort, wo sie sich wohl fühlt, im Kieler Tor. Jubel in Blau und Weiß, Verwunderung in Blau-Weiß-Rot, die Gäste führen.

Zwar erhöht Kiel das Tempo, will Druck entwickeln, aber wirklich wackelig wird es für die Oldenburger nicht. Im Gegenteil. Die Routiniers im defensiven Zentrum, Tim Petersen und Christian Thölking, räumen gepflegt ab, während Mittelfeld und Angriff mit der Nach-Vorne-Verteidigung bereits viel Druck auffangen. Geht doch.
Für Kiel gibt es Pfiffe vom Heimpublikum, für die Oldenburger weiterhin lautstarke Unterstützung der erfreuten Fans.

Nach dem Wechsel wird das Klima natürlich rauer und das liegt nicht etwa am herrlichen Frühsommerwetter. Holstein legt los, macht Druck, will die Oldenburger einschnüren und rennt unverdrossen an. Eben das tun aber auch die Gäste, rennen, ackern, kämpfen, jeden Gegner attackieren, sobald der auch nur einen Gedanken daran verschwendet, den Ball zu spielen. Wirklich gefährlich wird es für die Blauen deshalb auch erst nach einer Stunde. Fiete Sykora, längst als nervig gut auserkoren, zieht ab und zwingt Mansur Faqiryar zu einer Kostprobe seines Leistungsvermögens. Der pariert und wird von den eigenen Fans erleichtert beklatscht.

Längst hat Holstein-Trainer Thorsten Gutzeit erkannt, dass es gegen diese Oldenburger eng werden könnte und er reagiert. Marcel Schied, ein Bundesliga-erprobter Angreifer, kommt für Casper Johansen ins Spiel (60.). Hui, was haben die hier für Möglichkeiten, denken sich die Gäste, die einen Spieler der Marke Schied wohl nicht unbedingt auf der Bank platziert hätten.

Sie haben Marcel Schied, die Blauen haben Kai Pröger. Er darf sechzig Sekunden nach dem Konkurrenten auf die Spielwiese und ersetzt den ausgepumpten Dauerläufer Paul van Humbeeck. So nimmt man Zeit von der Uhr, denn die tickt mittlerweile für die Nouri-Elf. Der Trainer, sichtlich unter Strom stehend, zieht seine nächsten personellen Joker nach 70 und 77 Minuten erneut.
Erst kommt Peer-Bent Wegener für Tim Petersen, dann darf Mustafa Azadzoy an Stelle von Julian Bennert mitmachen. Selbiger hatte sich, wie van Humbeeck, total verausgabt. Abwehrarbeit fängt ganz vorne an.

Die Kieler Laune erreicht derweil den höchsten Frustpegel. Es will einfach nicht so recht gelingen. Zu eifrig, ja aufopferungsvoll verteidigen die Oldenburger ihren Kasten, spielen zudem noch gefällig Fußball. Das ist kein Absteiger, der hier das Trikot mit der Zitrone trägt. Auch deshalb geht es rustikaler zu. Gleich dreimal muss der gute Schiedsrichter Sven Jablonski das heftige Einsteigen der Gastgeber mit der gelben Karte ahnden und die Spielzeit läuft und läuft.
Wenige Minuten fehlen noch, dann könnte sie perfekt sein, die Sensation aus Oldenburger Sicht. Noch fünf Minuten, noch vier. Kiel drängt, erspielt sich eine Ecke und schließlich liegt der Ball da, wo er sich nun gar nicht wohl fühlt, im Tor des VfB. Fiete Sykora, wer sonst, trifft mit dem Kopf.
Drei Minuten vor Schluss ist aus der großen Sensation eine kleine Überraschung geworden. Die allerdings hat Bestand, denn die Oldenburger überstehen die Schlussphase schadlos und dürfen anschließend mit den Fans feiern, die den weiten Weg an einem Mittwochabend auf sich genommen haben.

Der Punkt ist verdient, macht Mut für die anstehenden Aufgaben und lässt darauf hoffen, dass dem VfB Oldenburg die Wende gelingt.

Holstein Kiel: Morten Jensen - Patrick Herrmann, Amando Aust (82. Deran Toksöz), Manuel Hartmann, Fabian Wetter - Marlon Krause, Rafael Kazior - Casper Johansen (60. Marcel Schied), Fiete Sykora, Gerrit Pressel (66. Florian Meyer) - Marc Heider

VfB Oldenburg:
Mansur Faqiryar - Tim Petersen (70. Peer Wegener), Julian Bennert (75. Mustafa Azadzoy), Christian Thölking, Thorsten Tönnies - Leo Baal, C. Mohamed Aidara, Claude-Roland Videgla, Daniel Halke - Alexander Baal, Paul van Humbeeck (62. Kai Pröger)

Tore:
0:1 Paul van Humbeeck (31.); 1:1 Fiete Sykora (86.)

Zuschauer: 2669
Gelbe Karte: Rafael Kazior (10., gesperrt), Marcel Schied (2.), Fiete Sykora (2.) / -
Quelle: VfB Oldenburg

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01.05.2013, 16:33

VfB wird ausgeknockt

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Dem Vorwurf, zu intensiv vom Glück begünstigt zu werden, ist der VfB Oldenburg in dieser Saison sicher nicht ausgesetzt.

In Kiel waren die Blauen bereits die besser Mannschaft, kassierten vier Minuten vor Schluss den höchst unglücklichen Ausgleich und auch beim VfR Neumünster spielte der VfB stark, kassierte aber einen Sonntagsschuss und blieb ohne Punkte. Vor 758 Zuschauern unterlagen die Oldenburger mit 0:1 und das war noch nicht alles.

Auf Daniel Halke wird Trainer Alexander Nouri am kommenden Sonntag, 5. Mai, im Spiel gegen den BV Cloppenburg verzichten müssen. Der Verteidiger kassierte in Neumünster die fünfte gelbe Karte. Noch schlimmer erwischte es Torhüter Mansur Faqiryar. Bei einer Abwehraktion zog er sich eine Gehirnerschütterung und einen Nasenbeinbruch zu. Trotzdem spielte er 90 Minuten durch.

An das Spiel beim Mitaufsteiger werden sich die Oldenburger allesamt nur höchst ungern erinnern. Während sich die gut 90 VfB-Fans über ein unverhältnismäßig großes Polizei-Aufgebot wunderten - handgezählte 65 Beamte nebst eines Gefängnisbusses wurden gesichtet - staunte die Mannschaft über die Spielfläche. Klar, einen Rasen auf dem Niveau eines englischen Teppichs hatte nun wirklich niemand erwartet. Dieser Untergrund hatte allerdings eine erschreckende Ähnlichkeit mit einem abgeernteten Rübenacker. Dass Schleswig-Holstein sich gerne als Land der Horizonte bezeichnet, wurde beim Blick hinter die Tore deutlich. Mit einem Schuss Übertreibung durfte das Szenario guten Gewissens als „unendliche Weite“ bezeichnet werden. Balljungen suchte man natürlich vergebens, was sich gerade in der hektischen Schlussphase als klarer Vorteil für die führende Mannschaft entpuppen sollte.

Nachdem sich die Oldenburger Protagonisten in ihrem Baucontainer umgezogen hatten, konnte tatsächlich das runde Spielgerät zum Einsatz gebracht werden. An das klassische Flachpassspiel war derweil nur bedingt zu denken. Angesichts des wenig ebenen Grüns sprang der Ball eher selten dahin, wo er sollte oder wollte, sondern zumeist in eine andere Richtung. Die Gastgeber wussten damit anfänglich besser umzugehen und bevorzugten das Spiel mit hohen, weiten Pässen. Nach einem solchen hatte Finn Lasse Thomas die erste Chance des Spiels, doch Mansur Faqiryar konnte den Ball mit dem Fuß abwehren (3. Minute).

Alex Nouri, der die selbe Elf aufgeboten hatte, wie beim Spiel in Kiel, musste kurz darauf mit ansehen, wie sein Torhüter im Duell um den Ball unsanft angegangen wurde. Mit Folgen in Form einer längeren Unterbrechung. Es dauerte einige Minuten, ehe die nasale Blutung einigermaßen gestillt werden konnte, doch schon jetzt zeichnete sich ab, dass die Verletzung schlimmerer Natur sein könnte. Faqiryar zeigte sich davon allerdings unbeeinruckt und spielte bis zum Schluss durch.

Nach guten zwanzig Minuten bekamen die Oldenburger das Spiel immer besser in den Griff und hatten auch ihre erste Chance. Julian Bennert, läuferisch ebenso fleißig wie Paul van Humbeeck, setzte bei einem Rückpaß auf Torhüter Denis Klassen nach und hatte Pech, dass der abprallende Ball knapp neben dem Tor landete.

Längst wurde es auch ruppiger, was etwa Leo Baal, der zur Pause verletzt ausgewechselt werden musste, und Bennert zu spüren bekamen. Auch Paul van Humbeeck hatte einige Tritte einzustecken. Dass die Oldenburger sich ihrerseits wehrten, rief regelmäßig Neumünsters Trainer Ervin Lamce auf den Plan, der stets wortreich und hartnäckig nach Bestrafungen für die Oldenburger verlangte.

Überhaupt hatten die Gastgeber ein großes Mitteilungsbedürfnis, vor allem in Richtung von Schiedsrichter Johann Pfeifer. Das wiederum rief Christian Thölking auf den Plan, unmittelbar vor dem Pausenpfiff seinen Gegenspieler Marco Schulz in die Schranken zu weisen, er möge doch endlich mal die Klappe halten.

Auf dem Platz ging munter weiter, jetzt mit einem VfB, der klar Spiel bestimmend war und sich gute Chancen herausspielte. Ein Schuss von Paul van Humbeeck verfehlte das Tor nur knapp (46.). Zwei Minuten später hätte Yannik Jakubowski einen Freistoss des VfB fast ins eigene Tor verlängert.

Läuft doch, dachten sich die Oldenburger Anhängerinnen und Anhänger, die das Tun ihrer Kicker von ganz weit hinten in der Kurve mit Wohlwollen verfolgten und sich gedacht haben dürften, dass im Vergleich dazu die Gästefans im Marschwegstadion ja fast schon dicht dran sind, am Geschehen.

Dicht dran war derweile der VfB und zwar an der Führung, denn nach einem Freistoss von Daniel Halke kam van Humbeeck zum Kopfball, zielte aber knapp daneben (51.), genauso wie Bennert, keine Minute später. Dass ein Freistoss von Thorsten Tönnies ebenfalls sein Ziel verfehlte (54.), fügte sich bereits ins Bild ein. Immerhin, die Oldenburger blieben dran. Mohamed Aidara suchte den Abschluss aus der Distanz, doch nach einer schönen Flugeinlage schnappte sich Torhüter Denis Klassen die Kugel (60.).

Auf der anderen Seite tauchte Patrick Nagel frei vor Mansur Faqiryar auf, kam an diesem aber nicht vorbei (68.). Ein Tor lag in der Luft und eigentlich hätte es der VfB schießen müssen, zum Beispiel in Person von Nick Köster, doch auch der scheiterte an Klassen (70.).

Fünf Minuten später war er dann drin, der Ball. Leider. Denn eingeschlagen hatte es im Oldenburger Tor. Es war ein Treffer Marke „Sonntagsschuss“, erzielt durch Finn Lasse Thomas. Humorlos hatte der aus zwanzig Metern abgezogen und in den Knick getroffen (75.). Fassungslosigkeit machte sich beim VfB breit, der in der Schlussviertelstunde anrannte, aber weiterhin über mangelndes Glück klagen durfte. Dass die Gastgeber zudem jede sich bietende Gelegenheit zum Zeitschinden nutzten, konnte man allenfalls registrieren. Am Ende stand ein spielerisch guter, kämpferisch überzeugender VfB Oldenburg mit leeren Händen da.

„Ich kann der Mannschaft überhaupt keinen Vorwurf machen. Sie hat sich an alle taktischen Vorgaben gehalten und kämpferisch total überzeugt. Die Jungs sind jetzt natürlich total fertig, aber auch das spricht ja letztlich für ihre Einstellung. Dass wir aus unseren Möglichkeiten zu wenig machen, kennen wir ja leider schon“, sagte VfB-Trainer Alexander Nouri nach dem Spiel.

VfR Neumünster:
Denis Klassen - Finn-Lasse Thomas, Gentian Durak, Hannes Schäfke, Daniel Michalowski (74. Dorel Zamfir) - Kusi Kwame, Kevin Schulz - Yannik Jakubowski, Marinko Ruzic (65. Patrick Fürst), Patrick Nagel (79. André Bock) - Marco Schultz
Trainer: Ervin Lamce

VfB Oldenburg:
Mansur Faqiryar - Daniel Halke, Tim Petersen, Christian Thölking (78. Peer Wegener), Thorsten Tönnies - Claude-Roland Videgla - Alexander Baal, C. Mohamed Aidara, Leo Baal (46. Nick Köster) - Julian Bennert (69. Kai Pröger), Paul van Humbeeck
Trainer: Alexander Nouri

Tore: 1:0 Finn-Lasse Thomas (75.)

Schiedsrichter/in: Johann Pfeifer (Heusenstamm) - Assistenten: Hauke-Jörn Rüther (Barterode), Georg Everwand (Göttingen)

Zuschauer: 758

Gelbe Karte: Patrick Nagel (4.) / Christian Thölking (3.), Nick Köster (2.), Daniel Halke (5., gesperrt)
Quelle: VfB Oldenburg

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05.05.2013, 17:05

VfB Oldenburg - BV Cloppenburg 2:2 (1:1)

VfB Oldenburg: Adrian Matthäi - Alexander Baal, Thorsten Tönnies, Tim Petersen, Leo Baal, Claude-Roland Videgla, Christian Thölking, Kai Pröger, C. Mohamed Aidara, Paul van Humbeeck (69. Julian Bennert), Julian Lüttmann
Trainer: Alexander Nouri

BV Cloppenburg: Stefan Tilling - Moritz Steidten, Christian Willen, Daniel Vaughan, Kristian Westerveld - Andreas Zimmermann (90. Jeffrey Volkmer), Bernd Gerdes, Gerrit Thomes, Jonas Wangler - Tim Wernke (85. Lincoln Assinouko), Rogier Krohne
Trainer: Jörg-Uwe Klütz

Tore: 0:1 Tim Wernke (16.); 1:1 Tim Petersen (31.); 2:1 Kai Pröger (51.); 2:2 Tim Wernke (53.)
Schiedsrichter/in: Dirk Wijnen (Hannover) - Assistenten: Timo Daniel (Emden), Sebastian Schiller (Bremen)
Gelbe Karte: - / Andreas Zimmermann, Daniel Vaughan (3.)

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12.05.2013, 18:02

VfB Oldenburg - SV Werder Bremen II 1:3 (1:2)

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Alexander Baal, Peer Wegener, Tim Petersen (81. Sebastian Ferrulli), Thorsten Tönnies - Nick Köster (60. Christian Thölking) - Kai Pröger, C. Mohamed Aidara, Leo Baal (60. Julian Bennert) - Julian Lüttmann, Paul van Humbeeck
Trainer: Alexander Nouri
SV Werder Bremen II: Tobias Duffner - Marnon Busch, Alexander Hahn (62. Malte Grashoff), Clemens Schoppenhauer, Jeffrey Obst - Aleksandar Stevanovic, Sandro Stallbaum (56. Oliver Hüsing) - Leon Henze, Orhan Yildirim (72. Max Wegner) - Onel Hernandez, Dennis Wegner
Trainer: Thomas Wolter
Tore: 0:1 Sandro Stallbaum (11.); 1:1 Peer Wegener (30.); 1:2 Marnon Busch (37.); 1:3 Dennis Wegner (90+1.)
Schiedsrichter/in: Sönke Müller (Neustadt) - Assistenten: Jan Henrik Krüger (Großensee), Marc Quednau (SSV Großensee)
Zuschauer: 1326
Gelbe Karte: - / Onel Hernandez (4.)
Vergebener Elfmeter: Julian Lüttmann (Foulelfmeter, 81.) / -

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20.05.2013, 16:33

VfB spielt sich in die Herzen zurück

Zitat

Der VfB Oldenburg kann den Fußballfreunden der Region auch in der kommenden Saison Regionalliga-Fußball anbieten. Mit einem fulminant erspielten 4:1-Sieg über den Goslarer SC machten die Blauen bereits eine Woche vor dem Saisonfinale den Klassenerhalt perfekt.

Überragender Akteur auf dem regendurchweichten Grün des Marschwegstadion war Julian Lüttmann, der alle vier Treffer erzielte.
Der VfB allerdings hat an diesem nassen Samstagnachmittag viel mehr gewonnen, als nur drei Punkte. Er hat sich mit einer leidenschaftlichen, aber auch fußballerisch überzeugenden Vorstellung in die Herzen der leider nur 883 Zuschauer gespielt und wurde bereits nach 45 Minuten mit stehenden Ovationen in die Kabine begleitet. Es sollten nicht die letzten Beifallsbekundungen an diesem Tag gewesen sein.

Es ist ja fast schon eine Selbstverständlichkeit, dass der VfB-Trainer vor dem Anpfiff den einen oder anderen personellen Ausfall zu verkraften hat. Alexander Nouri musste in diesem wichtigen Spiel auf Claude Videgla verzichten. Dessen Zerrung aus dem Spiel gegen den BV Cloppenburg war noch nicht ausgeheilt. Auch Tim Petersen konnte keinen Dienst tun, da der Rücken sich im Abschlusstraining als malade erwiesen hatte. Dennoch war sich der VfB-Trainer schon vor dem Anpfiff sicher, „dass wir eine gute Leistung zeigen werden.“ Wie richtig er damit liegen sollte, wurde von der ersten Minute an deutlich.

Nouri hatte auf personelle Experimente verzichtet. In der Innenverteidigung räumte Daniel Halke neben Peer-Bent Wegener ab – und wie -, im Mittelfeld sollte Christian Thölking neben Mohamed Aidara den Takt vorgeben. Beides gelang in beeindruckender Art und Weise. Bereits nach drei Minuten zeigte sich Christian Thölking in Geberlaune, denn er servierte einen Freistoss aus dem Halbfeld derart gefährlich vor den Kasten von Nico Lauenstein, dass der Torhüter gleich mal eine Kostprobe seines Könnens abzurufen hatte. Mit den Fingerspitzen lenkte der die Kugel über die Latte.
Eine erste Durftmarke war gesetzt und selbige diente als Initialzündung. Auf und neben dem Platz.

Das Publikum unterstützte die Mannschaft enthusiastisch und die dankte es mit tollem Offensivfußball. Nur drei Minuten nach der ersten Chance war der VfB erneut vor dem Tor der Gäste. Thölking hatte für Paul van Humbeeck aufgelegt, doch dessen Schuss ging knapp daneben.
Die Führung sollte noch sechs weitere Minuten auf sich warten lassen, dann lag der Ball endlich im Tor der Gäste, die bis dahin die Hälfte des VfB regelrecht gemieden hatten. Im Vorwärtsgang hatte der starke Leo Baal die Kugel über Lauentstein gelupft. Julian Lüttmann war frei durch und hatte keine Mühe, das Spielgerät mit dem Kopf über die Linie zu drücken (12. Minute).
Der kollektive Freudenschrei dürfte über die Grenzen der Stadt hinaus zu hören gewesen sein und es sollte noch besser kommen. Nach einer Ecke von Thorsten Tönnies konnte die Gäste um Spielertrainer Slavomir Lukac nicht klären. Mo Aidara brachte den Ball nochmals vor das Tor und Julian Lüttmann demonstrierte perfektes Kopfballspiel. Mit Wucht und Finesse setzte er den Ball in den Knick (16.).

Der VfB war die klar dominierende Mannschaft. Immer wieder angetrieben von den Zuschauern auf der Gegengeraden und der Tribüne (!) ging es nur in eine Richtung. Allein der dritte Treffer wollte nicht fallen. Leo Baal hatte dabei etwas Pech, denn ihm rutschte die Murmel in der 35. Minuten etwas über den Schlappen und er verfehlte das Gehäuse knapp.
Knapp ging es auch in der 41. Minute zu. Christian Thölking hatte Paul van Humbeeck geschickt, dessen scharfe Flanke weder von Julian Lüttmann, noch von Leo Baal zu bekommen war. Drei Minuten später durfte dann aber wieder gejubelt werden. Nach einer schönen Vorlage von Leo Baal umkurvte Julian Lüttmann noch Torhüter Nico Lauenstein und machte mit dem 3:0 seinen Hattrick perfekt.

Obschon die Mannschaft in den vergangenen Wochen bereits stark und ansehnlich gespielt hatte, diese 45 Minuten waren fraglos die stärksten der ganzen Saison und folgerichtig wurden die Protagonisten mit stehenden Ovationen in die Kabine verabschiedet. Der VfB hatte dem großen Druck standgehalten und voll überzeugt. Die Gäste aus dem Harz hingegen waren über eine Statistenrolle nicht hinausgekommen.
Das schien sich auch nach dem Wechsel nicht zu ändern. Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff tauchte Leo Baal im Strafraum auf und wurde durch von Nils Pölzing regelwidrig von den Beinen geholt. Der Elfmeterpfiff des sehr guten Schiedsrichters Marcel Hass war folgerichtig. Julian Lüttmann schnappte sich den Ball und erhöhte trocken auf 4:0.
Einen kleinen Dämpfer in den kollektiven Freudentaumel setzte dann allerdings Kai-Fabian Schulz. Nach einer Ecke kam er völlig frei zum Kopfball und traf zum 1:4 (50.). Kurzzeitig sah es so aus, als würde der VfB die Kontrolle über das Spiel aus der Hand geben. Doch diese Befürchtung war unbegründet. Ein, zwei Wackler, mehr gab es nicht. Stattdessen wurde munter weiter nach vorne gespielt. Paul van Humbeeck allerdings scheiterte an Lauenstein und machte kurz darauf für Julian Bennert platz. Zuvor hatte bereits Mo Aidara verletzt vom Feld gehen müssen. Seinen Platz im Mittelfeld hatte Nick Köster eingenommen.

Der VfB blieb am Drücker, hatte Goslar klar im Griff und hätte höher gewinnen können. Doch einem weiteren Treffer von Lüttmann verweigerten die Schiedsrichter wegen einer Abseitsstellung die Anerkennung (76.). Nick Köster dagegen verfehlte das Ziel mit einem Schuss aus der Distanz nur knapp (77.).
Am Ende stand ein verdienter, toll erspielter Sieg, der den VfB weiter in der Regionalliga spielen lässt. Vor dem letzten Spieltag ist klar, dann die Oldenburger in jedem Fall eine Mannschaft hinter sich lassen werden, da zum Beispiel der SV Meppen und der Hamburger SV II im direkten Duell um Punkte kämpfen. Nach der Insolvenz des FC Oberneuland und des VfB Lübeck stehen zwei Absteiger bereits fest. Die schlechtesten Karten im Kampf um den Klassenerhalt hat derzeit der SV Wilhelmshaven, am kommenden Samstag, um 14 Uhr Gastgeber für den VfB Oldenburg.

Stimmen zum Spiel


Malte Fröhlich, Goslarer SC: Gratulation an den VfB Oldenburg. In der ersten Halbzeit haben die Oldenburger sehr gut gespielt und uns gnadenlos hinten reingedrängt. Es ist uns nicht gelungen, den Druck rauszunehmen. In der zweiten Halbzeit haben wir gezeigt, dass wir den Kampf annehmen und uns nicht aufgegeben haben.

Julian Lüttmann: Wir haben dem Druck standgehalten. Ich war immer davon überzeugt, dass wir es schaffen. Wir haben eine gute Mannschaft. In einem solchen Spiel zeigt sich auch, ob du Typen hast, wir haben sie. Den Elfer hätte ich gerne Christian Thölking gelassen, denn er ist ein super Sportmann, aber nach der letzten Woche und meinem Fehlschuss war das einfach wichtig für mich.

Mansur Faqiryar: Das war heute eine gute Leistung. Ich war immer davon überzeugt, dass wir unser Ziel erreichen, denn wir haben eine gute Truppe und wir haben es auch verdient. Alle haben enorm hart gearbeitet. Jetzt wollen wir nächste Woche noch mal gewinnen, schon allein für unsere Fans.

Holger Vosgerau, Aufsichtsratssprecher VfB Oldenburg: Wir sind stolz und glücklich, dass die Truppe auch heute wieder tollen Fußball gespielt hat. Alexander Nouri hat alles umgesetzt, was er uns angekündigt hat. Jetzt, wo der Klassenerhalt klar ist, werden wir die Gespräche in Bezug auf die Neubesetzung des Vorstands intensivieren. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Dinge bis Ende Juni geklärt haben.

Zu einem echten Novum kam es schließlich in der Pressekonferenz. Nie zuvor wurde ein Trainer von den Gästen derart gefeiert, wie Alexander Nouri während und nach seinem Statement: Wir haben dem Druck standgehalten, darauf dürfen wir stolz sein. Allerdings möchte ich mich erstmal für den tollen Rahmen bedanken. Ich kann mich nicht erinnern, dass eine Mannschaft mal mit solchen Applaus in die Pause verabschiedet worden ist, wie wir heute. Ich kann mich nur bei den Fans, vor allem aber den Sponsoren bedanken, die das möglich machen. Wir haben uns heute selbst belohnt und die Früchte unserer Arbeit eingefahren. Ich freue mich für die tollen Fans, für die Sponsoren und für die Menschen in der Region, die sich für diesen tollen Verein engagieren.

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Alexander Baal, Peer Wegener, Daniel Halke, Thorsten Tönnies - Christian Thölking - Kai Pröger (84. Sebastian Ferrulli), C. Mohamed Aidara (57. Nick Köster), Leo Baal - Julian Lüttmann, Paul van Humbeeck (70. Julian Bennert)
Trainer: Alexander Nouri

Goslarer SC: Nico Lauenstein - Nils Pölzing, Kai-Fabian Schulz, Slavomir Lukac, Peter Endres - Blerim Rrustemi, Christopher Kolm (65. Patrick Czaja) - Karsten Fischer (77. Steve Ridder), Garrit Golombek (46. Tim Rubink) - Corvin Behrens, Justin Eilers
Trainer: Slavomir Lukac

Tore:
1:0 Julian Lüttmann (12.); 2:0 Julian Lüttmann (16.); 3:0 Julian Lüttmann (42.); 4:0 Julian Lüttmann (Foulelfmeter, 47.); 4:1 Kai-Fabian Schulz (51.)

Schiedsrichter/in: Marcel Hass (Hamburg) - Assistenten: Philipp Steiner (Harburg), John-David Ladiges (Hamburg)
Zuschauer: 985

Gelbe Karte:
- / Nils Pölzing (2.), Christopher Kolm (4.), Blerim Rrustemi (8.)

MoinausOldenburg

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Beiträge: 1 793

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26.05.2013, 18:49

Gelebte Leidenschaft im Dauerregen

Zitat

Der VfB Oldenburg hat sich auch im letzten Saisonspiel nochmal von seiner besten Seite gezeigt. Mit einem ganz starken und erneut sehr leidenschaftlichen Auftritt siegten die Oldenburger im Derby beim SV Wilhelmshaven verdient mit 2:1.

Hier der ausführliche Spielbericht!

SV Wilhelmshaven: Hergen Gerdes - Evangelos Papaefthimiou, Tim Hofmann, Admir Softic, Benjamin Sturm (70. Guglielmo Maddente) - Bartosz Broniszewski, Steffen Puttkammer - Christian Skoda (80. Dario Fossi), Fousseni Alassani - Max Kremer, Wojciech Pollok (64. David Jahdadic)
Trainer: Christian Neidhart

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Alexander Baal, Peer Wegener, Franko Uzelac, Thorsten Tönnies - Christian Thölking - Kai Pröger (88. Tim Petersen), C. Mohamed Aidara, Leo Baal (62. Julian Bennert) - Julian Lüttmann, Paul van Humbeeck (70. Daniel Halke)
Trainer: Alexander Nouri

Tore:
1:0 Max Kremer (45+3.); 1:1 Christian Thölking (47.); 1:2 Julian Lüttmann (76.)
Schiedsrichter/in: Frederik Listner (Mielkendorf) - Assistenten: Henning Deeg (Segeberg), Malte Göttsch (Hartenholm)
Zuschauer: 1848
Gelbe Karte: Admir Softic (8.), Bartosz Broniszewski (10., gesperrt), Fousseni Alassani (5., gesperrt) / Christian Thölking (4.), Thorsten Tönnies (4.)
Quelle: VfB Oldenburg

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