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07.11.2013, 07:34

Spitzenreiter, Spitzenreiter

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Die Regionalliga Nord hat einen neuen Tabellenführer. Mit einem verdienten 2:0-Sieg im Nachholspiel bei der U23 des Hamburgert SV hat der VfB Oldenburg Platz eins erobert.


Die Blauen zeigten dabei eine taktisch kluge, sehr couragierte Leistung, obwohl Trainer Alex Nouri enorm hatte rotieren lassen.

Gleich auf sechs Positionen hatte Alexander Nouri seine Mannschaft im Vergleich zum Spiel gegen Eintracht Norderstedt verändert. Wo andere von hohem Risiko sprechen würden, lebt der Trainer des VfB Selbstverständlichkeit vor.

„Ich habe Vertrauen in diese Mannschaft und die besteht nicht nur aus elf Spielern. Es ist eine anstrengende Woche, wir spielen dreimal, da brauchen wir alle Jungs“, so Nouri.

Tatsächlich wurde nie wirklich deutlich, dass die Mannschaft in dieser Formation noch nicht zusammengespielt hatte. Rechts verteidigte mal wieder Daniel Halke, in der Innenverteidigung agierte erstmals Christian Thölking neben Franko Uzelac. Als „Sechser“ im defensiven Mittelfeld hatte Nouri Tim-Kay Petersen aufgeboten und der dankte es mit einem richtig guten Auftritt, so lange die Kräfte reichten.

Rechts durfte Shaun Minns wirbeln, links Kevin Samide für Druck sorgen. Außerdem kam Musa Karli im offensiven Mittelfeld zu seinem Saison-Debüt in der Regionalliga.

Früh wurde deutlich, dass Nouri seiner Mannschaft auch eine andere Taktik verpasst hatte. Die Oldenburger standen auf rutschigem, tiefen und entsprechend schwer zu bespielendem Boden defensiv. Der HSV hatte deutlich mehr Ballbesitz, konnte damit aber so richtig nichts anfangen, weil die Blauen jeden Passweg schnell und effektiv zustellen. Probierten die Gastgeber es mit hohen Bällen, war oft schon beim Tim Petersen Schluss, der im Mittelfeld klare Lufthoheit hatte. Durch kluges Verschieben sorgten die Oldenburger gegen den Ball führenden Spieler meist für Überzahl und bei eigenem Ballbesitz wurde konsequent auf Tempo umgeschaltet.

Lediglich eine Chance ist für die Hamburger notiert. Ein Kopfball von Timo Brauer verfehlte das Oldenburger Tor knapp (22. Minute). Auf der anderen Seite hatte Franko Uzelac die erste Möglichkeit für den VfB. Torhüter Tino Dehmelt musste sich strecken, um den strammen Schuss des jungen Innenverteidigers zu parieren (24.).

Der VfB war bei seinen Offensivaktionen schlicht gefährlicher und nicht eben zufällig hieß es in der 31. Minute 0:1. Henrik Dettmann hatte den agilen Kevin Samide von den Beinen geholt. Der brachte den Freistoß selbst vor das Tor, wo sich Daniel Halke in die Luft schraubte und den Ball mit dem Kopf im Tor unterbrachte.

Die Oldenburger hätten noch vor der Pause sogar auf 0:2 erhöhen können. Doch Shaun Minns hatte bei einem beherzten Distanzschuss Pech. Der Ball klatschte an die Latte.

Vor 260 Zuschauern zeigten die Oldenburger nach dem Wechsel eine ausgesprochen kluge Vorstellen. Der HSV kam in den 45 Minuten zu keiner einzigen echten Torchance. Die Gastgeber hatten sogar noch Glück. Der bereits mit der gelben Karte verwarnte Gojko Kacar hatte Musa Karli höchst rustikal von den Beinen geholt, wurde für das taktische Foul allerdings nicht mit der zwingend notwendigen gelben Karte bestraft und durfte weiter mitspielen.

Der erfahrene Bundesligaprofi sah seine Mitspieler anrennen, musste aber zur Kenntnis nehmen, dass sich in der guten Oldenburger Deckung einfach keine Lücke auftun wollte. In der Schlussphase klingelte es dann erneut im HSV-Tor. Kai Pröger hatte erneut einen Freistoß wuchtig aufs Tor gebracht. Den abgefälschten Schuss konnte Torhüter Tino Dehmelt reaktionsschnell abwehren, doch Mo Aidara stand goldrichtig und erhöhte auf 0:2.

Die gute 100 mitgereisten VfB-Fans feierten ihre Mannschaft kurz darauf lautstark mit „Spitzenreiter, Spitzenreiter“-Rufen, während Alex Nouri den Blick bereits nach vorn richtete. „Ich freue mich für die Mannschaft und bin stolz auf die Jungs, aber ich denke auch schon an das Spiel in Rehden. Dort wartet wieder eine ganz schwere Aufgabe auf uns.“
Quelle: VfB Oldenburg

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10.11.2013, 20:17

VfB erkämpft Punkt Rehden

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Der VfB holt in einem intensiven Spiel einen Punkt in Rehden. Dabei spielten beide Mannschaften durckvoll nach vorne und hatten zahlreiche Chancen zum Sieg. Beide Torhüter sorgten aber mit teils starken Paraden für ein am Ende gerechtes Remis. Ein ausführlicher Bericht folgt .


BSV Rehden: Milos Mandic - Florian Stütz, Stefan Heyken, Michael Wessel, Christian Hegerfeld - Daniel Gunkel, Marius Winkelmann (75. Boris Koweschnikow) - Kiala Makangu Kifuta (86. Viktor Pekrul), Taiki Hirooka, Danny Arend - Francis Banecki (75. Alexander Neumann)
Trainer: Björn Wnuck
VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Thorsten Tönnies, Franko Uzelac, Tim Petersen, Maycoll Canizales-Smith - Daniel Halke (55. Kevin Samide), Nils Laabs - Kai Pröger, Addy-Waku Menga, Leo Baal (81. Musa Karli) - Lucas Höler (46. C. Mohamed Aidara)
Trainer: Alexander Nouri
Tore: Fehlanzeige
Schiedsrichter/in: Axel Martin - Assistenten: Patrick Mewes, Bastian Mertel
Zuschauer: 1800
Gelbe Karte: Stefan Heyken (4.), Michael Wessel (2.), Daniel Gunkel / -

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21.11.2013, 07:51

VfB punktet in rassigem Derby

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Das war mal ein rassiges Derby. Emotionen, Leidenschaft, Kampf, fußballerische Finesse und jede Menge Tempo.


Mal ehrlich, mehr geht nicht! Mit einem ganz starken Auftritt hat der VfB Oldenburg sich beim SV Meppen ein 2:2 erspielt und damit einmal mehr beste Werbung in eigener Sache gemacht.

Mehr noch, beiden Mannschaften gilt rückblickend ein Lob, denn sie haben die Live-Übertragung in Sport1 genutzt und demonstriert, was für ein toller Fußball in der Regionalliga gespielt wird.
Berichtet wurde bereits umfangreich, live auf der Mattscheibe, aber auch im Internet. Zahlreiche Live-Ticker haben das Geschehen kommentiert, so dass wir an dieser Stelle darauf verzichten wollen, nochmal die vielen Chancen, aber auch strittigen Szene hier episch aufzuarbeiten.
Trainer Alex Nouri hatte nur einige Änderungen vorgenommen. Innen durfte Peer-Bent Wegener verteidigen. Tim-Kay Petersen, in Rehden noch Starter, fehlte aufgrund von Magenproblemen. Im linken Mittelfeld kam Kevin Samide zum Einsatz, Leo Baal musste auf der Bank Platz nehmen und neben Addy-Waku Menga stürmte erneut Nils Laabs. Dafür rückte Mohamed Aidara ins Mittelfeld und Lukas Höler nahm ebenfalls auf der Auswechselbank Platz.

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem die Gäste, lautstark von gut 1.000 Fans angefeuert, schnell das Heft des Handelns in die Hand nahmen. Dass es bis zur 38. Minuten nur 0:1 hieß, war eigentlich ein Hohn.
Kai Pröger hatte mehrfach den Turbo gezündet und seinem Gegenspieler derartige Knoten in die Beine gespielt, dass dieser Gerüchten zufolge heute noch versucht, selbige zu entwirren. Damit nicht genug. Nach einer knappen Viertelstunde wuselte der junge Blondschopf derart durch die Abwehr der Gastgeber, dass der Ski-Bundestrainer mal darüber nachdenken sollte, ob Felix Neureuther beim Slalom wirklich die erste Wahl ist. Lohn war das 0:1 und es hätten weitere Oldenburger Treffer fallen können. Doch der VfB hatte auch Pech.

Peer-Bent Wegener traf mit einem Kopfball ebenso die Latte (18. Minute), wie Nils Laabs nach einem strammen Zuspiel von Pröger (26.).
Emotional wurde es auch, nachdem Daniel Halke und Meppens Wigger aneinander geraten waren. Der Oldenburger kassierten die gelben Karte, hätte aber auch über einen Platzverweis nicht verstimmt sein dürfen. Warum sein Gegenspieler sich allerdings intensivst windet, war nicht zu klären.

Wirklich giftig wurde es nicht und Schiedsrichter Sven Jablonski hatte wenig Mühe. Anzumerken sei der guten Ordnung halber deshalb der Ausgleich. Auf der linken Seite konnte die Blauen nicht klären, der Ball kam zu Jens Robben und der traf zum jetzt noch schmeichelhaften 1:1 (38.).
Mist! Das dachten zumindest die Oldenburger, die kurz darauf den nächsten Torschrei auf den Lippen hatten. Addy-Waku Menga scheiterte jedoch an Torhüter Benjamin Gommert.
Drei Minuten nach dem Wiederanpfiff hatte der dann keine Chance mehr. Die Halbzeitbratwurst war längst noch nicht verzehrt, da zeigte Addy-Waku Menga mal wieder, was mit Ballgefühl alles möglich ist und in der Mitte bedankte sich Nils Laabs mit dem 1:2 (48.). Die blau-weiße Seel drohte überzulaufen vor Glück, Was herrlich.
Dumm nur, dass Schiedsrichter Jablonski so gar keinen Willen erkennen ließ, dem Treiben ein Ende zu setzen. Dabei hatte sogar der Regen deutlich zugenommen.

Was dem VfB an diesem Abend fehlte, war schlicht der Punch. Die Oldenburger ließen den K.O-Schlag aus. Stattdessen kam Meppen zurück. Daniel Latkowski musste mit seinem strammen Schuss aus kurzer Distanz aber erkennen, dass Mansur Faqiryar auf der Linie zu schier unfassbaren Reflexen in der Lage ist (71.).
In der 77. Minute sollte es dann doch noch mal klingeln. Wieder stand Jens Robben richtig und traf mit einem Kopfball zum 2:2, frenetisch bejubelt von den eigenen Fans.
Der finale Höhepunkt war aber fraglos ein übler Tritt von Johan-Gerard Wigger, der derart rustikal in die Beine von Thorsten Tönnies sauste, dass Schiedsrichter Jablonski sofort die rote Karte zückte. Wigger stapfte
übrigens ohne Protest in die Kabine.
Deutlich netter ging es nach dem Spiel zu. Beide Trainer lobten den Gegner und waren sich darin einig, dass mehr Werbung für Regionalligafußball nicht möglich sei.

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Thorsten Tönnies, Franko Uzelac, Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - Daniel Halke (51. Lucas Höler), C. Mohamed Aidara (88. Hendrik Großöhmichen) - Kai Pröger, Kevin Samide (52. Leo Baal) - Addy-Waku Menga - Nils Laabs
Tore: 0:1 Kai Pröger (15.); 1:1 Jens Robben (34.); 1:2 Nils Laabs (47.); 2:2 Jens Robben (78.)
Schiedsrichter/in: Sven Jablonski - Assistenten: Benjamin Koc, Dennis Hora
Zuschauer: 5115
Gelbe Karte: Jens Robben (5., gesperrt) / Daniel Halke (4.), Thorsten Tönnies (2.), Nils Laabs (2.)
Rote Karte: Johan Wigger (81., grobes Foulspiel) / -
Quelle: VfB Oldenburg

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24.11.2013, 18:05

"Nur" ein Punkt bei den Bravehearts

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Der VfB Oldenburg bleibt auch im letzten Hinrundenspiel ungeschlagen, muss sich beim SV Eichede allerdings mit einem Punkt bescheiden.

Vor 448 Zuschauern kamen die Blauen bei den selbsternannten Bravehearts nicht über ein 2:2 hinaus, obwohl der Ball insgesamt viermal im Tor der Gastgeber lag.

So mancher Wegbegleiter des VfB fühlte sich beim Eintreffen in Eichede nachhaltig an Flensburg erinnert. Hier wie dort ein nettes Vereinsheim, im „Stadion“ eine Gegengerade für die Zuschauer und sonst viel Nichts. Gleichwohl war das Drumherum gut organisiert und die Eicheder spürbar bemüht, ein guter Gastgeber zu sein, rein außersportlich zumindest. Der Winde fegte eisig über den Rasen, der mit einem gepflegten Grün allenfalls noch entfernte Ähnlichkeit hatte. Hier würde heute kein Preis für schönen Fußball vergeben werden, das war mal klar. „Spielerisch kommst du hier nicht weit“, unkte Oldenburgs Torwarttrainer Harald Witt schon vor dem Anpfiff, offenbar wissend, was die Blauen erwarten würde.

Alex Nouri hatte seine Mannschaft lediglich auf einer Position verändert. Im zentralen Mittelfeld kam Hendrik Großömichen erstmals von Beginn an zum Einsatz. Daniel Halke blieb auf der Bank. Wirklich warm wurde ihm dort ebenso wenig, wie die zahlreichen VfB-Fans, die ihre Mannschaft begleitet hatten, denn es waren die Eicheder, die anfänglich den Ton angaben.

Bereits nach vier Minuten durften die Oldenburger erstmals eine zittrige Situation überstehen. Mansur Faqiryar hatte einen Eckball unterlaufen und Mo Aidara traf beim Klärungsversuch den Rücken von Andre Kossowski, von dessen Rücken der Ball über das Tor flog. Durchatmen war angesagt, doch der nächste Aufreger stand bereits in der Warteschleife. Haris Huseni war auf dem Flügel zu schnell für Thorsten Tönnies, zielte aber am Tor vorbei (10. Minute).

Die taktische Ausrichtung beider Mannschaften wurde schnell deutlich. Während die Oldenburger deutlich öfter am Ball waren, aber einfach keinen echten Druck entwickeln konnten, standen die Eicheder enorm tief. Aus der eigenen Hälfte heraus schalteten sie bei Ballgewinnen aber gefällig um und waren mit ihren Kontern sehr gefährlich. Aus einer solchen Szene heraus entwickelte sich auch die Führung. Die Oldenburger Deckung konnte trotz Überzahl nur auf Kosten eines Freistoßes klären. Während sich die Blauen noch orientierten, wurde die Kugel von der rechten Seite in die Mitte getreten, Huseni stand richtig und traf zum 1:0 (23.).

Der VfB war sichtlich bemüht, das Spiel unter Kontrolle zu bekommen, tat sich dabei aber schwer. Trotz Rückenwind ging es eher selten mit Tempo nach vorne. Vielmehr war die Umständlichkeit in der ersten Halbzeit ein ständiger Begleiter. Wirklich gefährlich wurden die Oldenburger, wenn direkt und schnörkellos gespielt wurde. Beispiel gefällig? Nach einer halben Stunde schnappte sich Kai Pröger den Ball, machte drei, vier schnelle Schritte, fand eine Lücke und trat trocken gegen das Spielgerät. Fabian Lucassen im Eicheder Tor tauchte zwar ab, war aber nicht schnell genug und es hieß 1:1 (30.).

„Na endlich“, dachte sich der geneigte Augenzeuge, der in punkto Sympathie die Gäste favorisierte. Würde der VfB Ball und Gegner jetzt besser unter Kontrolle bringen? Nein! Eichede spielte seinen Stiefel weiter konsequent runter, zog sich sehr weit zurück und suchte sein Heil im Konterspiel. Das fruchtete zwar nicht, sehrwohl allerdings war der Aufsteiger auch bei Standardsituationen gefährlich. Und wie. Nach einer Ecke wurde der Ball für Malik Issahku derart gekonnt aufgelegt, dass der lange Innenverteidiger ohne Mühe zum 2:1 treffen konnte (43.). „Das darf nicht wahr sein“, zürnte Nouri an der Seitenlinie. Immerhin, nur knappe drei Minuten später lag das Runde abermals im Eckigen. Hendrik Großöhmichen hatte einen Freistoß Richtung Fünfmeterraum geschickt, Franko Uzelac war am höchsten in die Luft gestiegen und es hieß 2:2 (45.+1).

Beim Gang Richtung Halbzeitbratwurst dürfte auch dem letzten Optimisten klar geworden sein, warum sich hier schon mancher Gegner schwer getan hatte. Allerdings durften die Oldenburger durchaus mildernde Umstände für sich reklamieren. Während die Gastgeber sich darauf beschränkten, das eigene Tor abzuriegeln und im Zweifel eher wüst gegen den Ball zu treten, um selbigen möglichst humorlos aus der Gefahrenzone zu befördern, wollte der VfB durchaus konstruktiv Fußball spielen. Eben das war auf einem zunehmend schwammigen Geläuf sehr schwer. Zudem hatten die Gäste ihre liebe Mühe mit dem Ball an sich. „Die Kugel wiegt zwei Kilo, ein unglaublich schwerer Ball“, wunderte sich etwa Ersatztorhüter Jannick Zohrabian. Das mag nicht als Entschuldigung, sehrwohl allerdings als Erklärung dienen, warum etwa kaum eine Ecke wirklich gefährlich vor das Eicheder Tor kam.

Immerhin, mit Beginn der zweiten Halbzeit investierte der VfB noch deutlich mehr, machte viele Wege, versuchte konstruktive Bälle zu spielen. Allein zum Abschluss kamen die Blauen nicht wie erhofft. Addy-Waku Menga etwa wurde im Angriffszentrum zumeist von zwei, wenn nicht drei Gegenspielern attackiert, so dass er sich oft tief zurückziehen musste, um ins Spiel einbezogen zu werden. Lediglich eine echte Chance ist für den Torjäger notiert. Von Kevin Samide in Szene gesetzt, kam Menga zum Schuss, scheiterte jedoch an Lucassen (55.)

Effektive Gefahr kam dagegen meist anders zustande, durch Fernschüsse, von denen die Gäste viel zu wenige abfeuerten. Kai Pröger fasste sich in der 70. Minute ein Herz, zog erneut trocken ab. Lucassen bekam den Ball nicht zu fassen, Samide stand richtig, stocherte das Rund über die Linie und wollte zum Torjubel ansetzen, als er zurückgepfiffen wurde. Schiedsrichter Julian Hening reagierte auf das Winken seines Assistenten, der einen Blauen im Abseits gesehen hatte.

Nur drei Minuten später lag der Ball erneut im Tor. Abermals hatte Pröger wuchtig abgezogen. Dabei war das Spielgerät abgefälscht worden, was den Assistenten offenbar erneut motivierte, die Fahne zu haben. Wieder wurde dem Treffer die Anerkennung verweigert.

Auf der anderen Seite musste Mansur Faqiryar sich bei einem Freistoss von Huseni ganz lang strecken, um den Ball zu parieren.

Alex Nouri ging in der zweiten Halbzeit volles Risiko, brachte mit Lukas Höler, Shaun Minns und Musa Karli drei weitere Offensive, stellte zudem auf Dreierkette um, doch echte Torchancen blieben Mangelware. Am Ende musste der VfB sich mit einem Punkt bescheiden, den die Gastgeber mit ihren Fans ausgiebig feierten.

VfB Oldenburg:
Faqiryar – Tönnies (70. Minns), Wegener, Uzelac (65. Höler), Canizales – Pröger, Großöhmichen (80. Karli), Aidara, Samide – Menga, Laabs

Alex Nouri:
Das Konzept unseres Gegners ist aufgegangen. Sie haben sehr tief gestanden, wollten uns auskontern. Wir waren in der ersten Halbzeit zu hektisch und nicht gut organisiert. Es ist uns nicht gelungen, den Ball laufen zu lassen. Am Ende haben wir alles versucht, alle personellen Optionen gezogen, defensiv umgestellt, weil wir unbedingt gewinnen wollten. Wenn dann zwei Tore wegen Abseits nicht gegeben werden, ist das schon ärgerlich. Wir haben aber alles versucht, deshalb bin ich nicht unzufrieden.“

Oliver Zapel:
Ich bin total zufrieden. Wir mussten einige Spieler ersetzen, aber das hat unser Zusammengehörigkeitsgefühl gestärkt. Wir können mit dem Punkt auf jeden Fall richtig gut leben.

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01.12.2013, 16:48

Gelungener Start: VfB siegt 2:0

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Die U23 von Eintracht Braunschweig scheint dem VfB Oldenburg zu liegen. Vor 258 Zuschauern, auf dem B-Platz der Braunschweiger Arena, erspielten sich die Blauen einen absolut verdienten 2:0-Sieg und wiederholten zum Rückrundenauftakt damit das Ergebnis des Saisonstarts

Dass die Oldenburger ihre Erfolgsserie auf jetzt 13 Spiele ohne Niederlage würden ausbauen können, hatte im Vorfeld des Spiels nicht unbedingt erwartet werden dürfen, denn zwischen Montag und Donnerstag hagelte es personelle Hiobsbotschaften. Torhüter Mansur Faqiryar (Knie) musste ebenso passen, wie Torjäger Addy-Waku Menga (Zerrung). Außerdem standen Kevin Samide und Thorsten Tönnies nicht zur Verfügung.

Alex Nouri hatte also ein wenig zu tüfteln und entschied sich für eine sehr offensive Ausrichtung. Im Mittelfeld durften Mussa Karli und Shaun Minns beginnen, außerdem kehrte Daniel Halke in die Viererkette zurück. Im Tor ersetzte Jannick Zohrabian den fehlenden Mansur Faqiryar und, um es vorweg zu nehmen, er machte ein richtig gutes Spiel.

Von Beginn an waren die Oldenburger die tonangebende Mannschaft. Der VfB wollte die Gastgeber mit hohem Tempo unter Druck setzen. Das Konzept ging auch auf, allein die Blauen kam zu selten zum Abschluss. Jannik Zohrabian hatte bis dahin mehr damit zu tun, nicht einzufrieren. Das ist eine ausgesprochen unangenehme Situation für einen Torhüter, denn, typisch Fußball, der wurde praktisch aus dem Nichts gefordert. Nach einem abgefälschten Pass kam Nils Göwecke vollkommen frei zum Abschluss, doch „Zorro“ reagierte blitzschnell, tauchte ab und packte beherzt zu (12. Minute).

Die Oldenburger wiederum nutzten ihre Lufthoheit. Hinten räumten Peer-Bent Wegener und Franko Uzelac kompromisslos ab und auch vorne war der junge Innenverteidiger gefährlich. Gleich zweimal kam Uzelac nach Ecken zum Kopfball und im Anschluss daran durften sich erst Wegener (24.) und dann Kai Pröger (26.) aus der Distanz versuchen, zielten aber knapp daneben.

Aus dem Spiel heraus ging dagegen zu wenig. Meist war am Braunschweiger Strafraum Schluss. Dennoch, der VfB war die agilere Mannschaft, während die Eintracht nur zu gelegentlichen Kontern kam, die wirkungslos verpufften.

Alex Nouri wollte aber mehr als dieses 0:0 und reagierte in der Pause mit einem Wechsel. Für Mussa Karli kam Lukas Höler und das machte sich auch unmittelbar bezahlt. Der sehr lauffreudige Angreifer sorgte für einigen Wirbel und hätte bereits früh mit einem Strafstoß belohnt werden müssen. Matthias Henn hatte den jungen Oldenburger mit einer eigenwilligen Interpretation, die dem griechisch-römischen Ringe nicht unähnlich war, zu Fall gebracht. Doch die Pfeife von Schiedsrichter Jan Clemens Neitzel blieb stumm (51.).

Der VfB drängte jetzt noch mehr. Nils Laabs kam nach einer Flanke von Canizales nur einen Schritt zu spät (60.) und Höler zielte nach Pass von Pröger über das Tor (65.). Vier Minuten später war es dann endlich so weit. Nach einer Ecke kam Daniel Halke aus dem Gewühl zum Schuss und traf ganz humorlos zum 0:1 (69.).

Der Rückstand war dann wohl das auslösende Moment für einige Ruppigkeiten. Fortan hatte der eine oder andere Braunschweiger nicht mehr nur das Spielgerät im Sinn, sondern grätschte die Blauen höchst rustikal um. Erst wurde Nils Laabs rüde umgesenst, dann traf es Mo Aidara. Ein möglicher Platzverweis wurde nicht ausgesprochen, stattdessen drohte das Schiedsrichtergespann dem wütenden Oldenburger Trainer mit einem Verweis hinter die Bande. Es brauchte tatsächlich noch einen weiteren Tritt in die Knochen von Nils Laabs, ehe Neitzel dann doch genug hatte und Lukas Kierdorf mit gelb-rot vom Platz schickte (84.).

Alex Nouri hatte auf den Spielverlauf mit einem weiteren Wechsel reagiert und dabei einmal mehr sein „Händchen“ bewiesen. Nach 70 Minuten hatte er Marcel Gottschling für Hendrik Großöhmichen gebracht und das junge Eigengewächs, gerade dem Öffentliche Jugendleistungszentrum entsprungen, nutzte seine Chance. Bei einem Konter war „Gottschi“ der Abwehr entwischt und traf nach Zuspiel von Höler zum entscheidenden 0:2 (89.).

„Heute Nacht kann ich doch nicht schlafen, am besten mache ich durch“, sagte er nach dem Spiel lachend.

Der Trainer war natürlich auch hoch zufrieden. „Die Jungs haben sich richtig reingehauen und alles abgerufen. Es war für uns keine einfache Woche, denn man merkt einfach, dass die Akkus langsam leer sind“, so Nouri nach dem Schlusspfiff.

VfB Oldenburg: Zohrabian – Halke, Uzelac, Wegener, Canizales – Minns (87. Petersen), Großöhmichen (70. Gottschling), Aidara, Karli (46. Höler), Pröger - Laabs

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08.12.2013, 21:52

VfB Oldenburg - VfR Neumünster 0:2 (0:0)

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VfB-Serie gerissen

Den Abschluss des ersten Halbjahres hatten sich alle wohl etwas anders vorgestellt. Vor der enttäuschenden Kulisse von nur 1243 Zuschauern entwickelte sich ein umkämpftes Spiel, in dem der VfB seine guten Möglichkeiten nicht nutzen konnte. Neumünster konnte zwei Fehler in der Hintermannschaft des VfB eiskalt ausnutzen. Ein ausführlicher Bericht folgt.


VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian - Daniel Halke (81. Tim Petersen), Franko Uzelac, Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - Hendrik Großöhmichen (61. Lucas Höler), C. Mohamed Aidara - Kai Pröger, Addy-Waku Menga, Leo Baal (62. Shaun Minns) - Nils Laabs
Trainer: Alexander Nouri
VfR Neumünster: Marcus Hesse - Patrick Christophersen, Yannik Jakubowski, Amando Aust, Kevin Schulz - Christian Rave (52. Gentian Durak), Kevin Ingreso (71. Ermir Zekiri) - Patrick Nagel, Finn-Lasse Thomas - Christopher Kramer, Marco Schultz (90. Bodo Bönigk)
Trainer: Ervin Lamce
Tore: 0:1 Christopher Kramer (76.); 0:2 Ermir Zekiri (78.)
Schiedsrichter/in: André Schönheit - Assistenten: Timo Röntsch, Matthias Hofmann
Zuschauer: 1243
Gelbe Karte: Nils Laabs (3.) / Amando Aust (4.), Kevin Schulz (7.)

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09.02.2014, 17:41

VfB Oldenburg - ETSV Weiche Flensburg 2:2 (1:1) - VfB verschenkt den Sieg

Fassungslosigkeit, Enttäuschung, Frust. Als Schiedsrichter Dennis Krohn nach etwas mehr als neunzig Minuten das Spiel zwischen dem VfB Oldenburg und dem ETSV Weiche Flensburg beendete, zogen die Gastgeber lange Gesichter. Ein kapitaler Schnitzer von Torhüter Mansur Faqiryar kostete die Blauen drei sicher geglaubte Punkte.

Im Oldenburger Dauerregen hatte der Torhüter zwei Minuten vor Schluss einen langen Pass der Gäste klären wollen, trat dabei allerdings in den matschigen Untergrund. Das Spielgerät landete bei Jonas Walter, der sofort schaltete und selbiges ganz humorlos aus großer Distanz ins Oldenburger Tor lupfte.
Der VfB drückte danach zwar nochmal, konnte das Spiel aber nicht mehr gewinnen und musste mit anschauen, wie die Gäste ihren höchst glücklichen Punktgewinn feierten, als hätten sie soeben den Titel gewonnen.

Alex Nouri hatte zu Beginn des Spiels auf Torjäger Addy-Waku Menga verzichtet. Während der Angreifer allerdings auf der Bank Platz nehmen konnte, fehlte Alex Baal komplett. Der eigentlich als rechter Verteidiger vorgesehene Baal hatte sich einen Muskelfaserriss zugezogen und muss vorerst pausieren. Echte Überraschungen blieben in der Aufstellung aus. Rechts verteidigte Daniel Halke, im linken Mittelfeld bekam Kevin Samide das Vertrauen des Trainers, der im Angriff auf Lukas Höler setzte. Das zentrale Mittelfeld bildeten Mo Aidara und Hendrik Großöhmichen.

Der Routinier rechtfertigte seine Aufstellung mit einer klasse Leistung. Zwar personifiziert Großöhmichen nicht unbedingt Tempofußball, dafür allerdings spielte er zahlreiche tolle Pässe. Nahezu jede gefährliche Aktion wurde von „Henne“ eingeleitet.

Effektiv wurde es aus Oldenburger Sicht allerdings erst in der 22. Minute. Von Kai Pröger in Szene gesetzt, narrte der bärenstarke Lucas Höler gleich zwei Gegenspieler und bugsierte die Kugel mit dem rechte Außenrist an Torhüter Florian Kirschke vorbei ins Netz.

1.105 Zuschauer freuten sich über die durchaus verdiente Führung, denn der VfB war, mit viel Rückenwind, die aktivere Mannschaft.
Die Freude über das 1:0 war allerdings eine kurze. Nur vier Minuten später ließen die Gäste den Oldenburger Abwehrblock ganz alt aussehen. Nedim Hasanbegovic lupfte den Ball über Mansur Faqiryar hinweg zum Ausgleich ins Netz. Die Schockwirkung war allerdings überschaubar. Der VfB blieb spielbestimmend und drängte auf die Führung. Vor allem Höler wurde dabei zu einem echten Ärgernis für die Abwehr der Gäste, die den flinken Angreifer nie in den Griff bekam. Nach einem Zuspiel von Höler rutschte Nils Laabs über das sumpfige Geläuf heran, der Ball rauschte jedoch knapp über die Querlatte (35. Minute).

In der letzten Spielminute der ersten Halbzeit hatte Höler dann selbst die Führung auf dem Fuß. Von Halke angespielt, kam er auch zum Abschluss, doch sein Schuss wurde von Matthias Hummel zur Ecke geblockt.

Nach dem Seitentausch erhöhte der VfB den Takt und das sollte sich in vielen Chancen bemerkbar machen. Die erste hatte Großöhmichen, dessen Rechtsschuss Kirschke beinahe durch die Finger gerutscht wäre (50.).

Kurz darauf war der Torhüter dann aber machtlos. Nach Vorarbeit von Kevin Samide setzte sich Höler gegen zwei Abwehrspieler durch und traf zum längst verdienten 2:1 (58.). Schon der nächste Oldenburger Angriff, nur sechzig Sekunden später, hätte die Entscheidung bringen können, doch Laabs scheiterte an Kirschke, der längst zum besten Spieler seiner Mannschaft avanciert war.

Ungefährlich waren die Flensburger indes ihrerseits auch nicht. Nach einem Konter hatte Patrick Thomsen den Ausgleich auf den Fuß, zielte aber knapp daneben. Zuvor hatte Elmedin Kasumovic gegen Großöhmichen einen weiteren Gegentreffer verhindert.

Der VfB drängte und drückte weiter und kam in der 64. Minute zur nächsten Chance. Von Höler aus spitzem Winkel angespielt, hatte Laabs das Rund mit der Hacke Richtung Tor gedrückt, doch Kirschke konnte in höchster Not zur Ecke klären.

Nouri reagierte und brachte mit Addy-Waku Menga in der 72. Minute seinen Torjäger. Immer wieder starteten die Oldenburger jetzt überfallartige Angriffe und hatten durchaus Chancen auf einen klaren Erfolg, doch letztlich kam es ganz anders.

Zwei Minuten vor Schluss waren sich Faqiryar und seiner Abwehrspieler nicht einig. „Nimm Du ihn, ich habe ihn sicher“, die alte Fußball-Weisheit traf hier voll ins Schwarze. Der VfB-Torhüter traf den Ball nämlich nicht gut genug und Jonas Walter wurde zum gefeierten Helden seiner Mannschaft. Die Oldenburger dagegen schoben Frust pur.

Daniel Jurgeleit: „Der Ausgleich war sicher glücklich. Wir haben unser Konzept gerade in der zweiten Halbzeit nicht so umsetzen können. Die Bedingungen waren schwierig und daraus resultieren dann eben viele Fehler.“

Alex Nouri: „Ich darf mich erstmal bei allen bedanken, die heute ins Stadion gekommen sind. Schade, dass wir uns für die tolle Leistung nicht belohnt haben. So bitter kann Fußball sein. Allerdings will ich an dieser Stelle einmal sagen, dass ich dankbar bin für die Mentalität und den Charakter meiner Mannschaft, die eine top Einstellung und Mentalität gezeigt hat. Wir konnten zwölf Tagen nicht wirklich trainieren, fast immer nur rennen und haben trotzdem Leistung gezeigt. Beim letzten Ball waren wir unkonzentriert, das ist sehr ärgerlich, denn wir hatten uns viele Chancen erarbeitet und hätten den Sack einfach zumachen müssen.“


VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Daniel Halke, Franko Uzelac, Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - Hendrik Großöhmichen, C. Mohamed Aidara - Kai Pröger (80. Shaun Minns), Lucas Höler (86. Tim Petersen), Kevin Samide (73. Addy-Waku Menga) - Nils Laabs
Trainer: Alexander Nouri
ETSV Weiche Flensburg: Florian Kirschke - Christoph Dammann, Matthias Hummel, Sandro Holland (79. Jonas Walter), Marc Böhnke - Patrick Thomsen, Nedim Hasanbegovic - Timo Carstensen (64. Didier Webessie), Elmedin Kasumovic (87. Hendrik Ostermann), Ilidio Pastor Santos - Tim Wulff
Trainer: Daniel Jurgeleit

Tore:
1:0 Lucas Höler (22.); 1:1 Nedim Hasanbegovic (26.); 2:1 Lucas Höler (58.); 2:2 Patrick Thomsen (90+2.)
Schiedsrichter/in: Dennis Krohn - Assistenten: Adrian Höhns, Björn Krüger
Zuschauer: 1105
Gelbe Karte: Daniel Halke (5., gesperrt) / Tim Wulff (7.)

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »MoinausOldenburg« (09.02.2014, 19:35)


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16.02.2014, 16:29

SC Victoria Hamburg - VfB Oldenburg 1:1 (1:1)

SC Victoria Hamburg: Tobias Grubba - Steven Lindener, Mike Keyser, Kerim Carolus, Jerry Sampaney (64. Sergej Schulz), Vincent Boock, Sven Trimborn, Conrad Azong, Mohamed Labiadh (88. David Eybächer), Benny Hoose, Tim Grundmann (83. Robert Subasic)
Trainer: Lutz Göttling

VfB Oldenburg: Mansur Faqiryar - Leo Baal, Tim Petersen (85. Marten Niemeyer), Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - Hendrik Großöhmichen (64. Lucas Höler), C. Mohamed Aidara - Kai Pröger, Kevin Samide (72. Shaun Minns) - Addy-Waku Menga, Nils Laabs
Trainer: Alexander Nouri

Tore: 1:0 Benny Hoose (27.); 1:1 Addy-Waku Menga (Foulelfmeter, 45+3.)
Schiedsrichter/in: Viatcheslav Paltchikov - Assistenten: Tim Becker, Florian Burmester
Zuschauer: 472
Gelbe Karte: Steven Lindener (3.), Kerim Carolus (2.), Tim Grundmann, Sergej Schulz (6.) / Tim Petersen (2.), Lucas Höler

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23.02.2014, 20:08

VfB nimmt Werder auseinander

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Der VfB Oldenburg hat sich mit einem Paukenschlag in der Rückrunde angemeldet. Nachdem es trotz bester Chancen in den ersten beiden Spielen nur zu zwei Unentschieden gereicht hatte, starteten die Blauen gegen die U23 von Werder Bremen voll durch.

Vor 2.350 Zuschauer nahmen die Oldenburger den Bundesliga-Nachwuchs mit 3:0 auseinander. Der Sieg war auch in dieser Höhe vollkommen gerechtfertigt.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte Trainer Alex Nouri seine Mannschaft auf verschiedenen Positionen verändert. Rechts verteidigte nach abgelaufener Sperre wieder Daniel Halke, Leo Baal kehrte ins linke Mittelfeld zurück. Kevin Samide musste ebenso zuschauen, wie Mannschaftskapitän Nils Laabs, dessen Part im Angriff diesmal Lucas Höler inne hatte. Bei den Gästen stand Florian Bruns von Beginn an auf dem Platz.

Bei strahlendem Sonnenschein begannen die Oldenburger mit viel Schwung. Die erste Chance allerdings hatten die Bremer. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld kam der aufgerückt Oliver Hüsing zum Kopfball, verfehlte das Oldenburger Tor aber knapp (18. Minute).

Es dauerte einige Zeit, ehe die Blauen aus ihrer optischem Überlegenheit und dem deutlichen Mehr an Ballbesitz auch Zählbares machten. Hendrik Großöhmichen hatte mit Florian Bruns um den Ball gerangelt und das Spielgerät gekonnt behauptet. Ein Blick, ein Pass und Addy-Waku Menga war auf und davon, das Zuspiel auf Lucas Höler suchend, der wiederum den richtigen Blick für Kai Pröger hatte (28. Minute). „Fertig machen, zum Jubeln“, dürfte so mancher Zuschauer in dieser Szene gedacht haben, denn der Blondschopf stand frei vor Torhüter Richard Strebinger, brachte die Kugel aber nicht an diesem vorbei.

Auf der anderen Seite suchte Tobias Schwede nach einem Zuspiel von Levent Aycicek den Abschluss, zielte aber über das Tor (34.). Nur eine Minute später musste sich dann VfB-Torhüter Mansur Faqiryar ganz lang machen, um gegen Özkan Yildirim zu entschärfen. Puh, durchatmen, das war knapp, passte aber zum Spielverlauf, denn nach einer guten halben Stunde hatten die Bremer ihre beste Phase.

Die allerdings war nicht von Dauer. Der VfB stand jetzt tief, aber auch kompakt und schaltete bei Ballbesitz nahezu perfekt um. So auch in der 40. Minute. Nach einem Pass aus dem Mittelfeld rauschte Addy-Waku Menga auf und davon, um aus gut zehn Meter das rechte untere Eck anzuvisieren. Erneut beschäftigen sich die Fans schon mit dem Torjubel, da streckte sich Strebinger, machte sich lang und länger und konnte den Ball tatsächlich noch mit den Fingerspitzen um den Pfosten lenken. Der Ärger ob der erneut vergebenen Chance sollte sich aber ruckzuck verflüchtigen, denn nur ein knappes Minütchen später nutzte Lucas Höler einen Fehler der unsicheren Bremer Deckung zum verdienten 1:0 für die Gastgeber (41. Minute).

Während die Blauen durchaus freudig den Gang in die Halbzeitpause antraten, stapften die Bremer höchst missmutig in Richtung Pausentee. Vielleicht haben sie zu diesem Zeitpunkt schon geahnt, dass es noch dicker kommen würde.

Schon drei Minuten nach dem Wiederanpfiff schien sich diese Ahnung zu bestätigen. Höler hatte im Zweikampf gegen Hüsing den Ball gewonnen und für Menga aufgelegt, dessen gekonnten Lupfer Strebinger nur noch aus dem Netz holen konnte, doch der gute Schiedsrichter Jan-Eike Ehlers gab den Treffer nicht. Er hatte ein Foulspiel von Höler gesehen. Nur zwei Minuten später endete eine tolle Kombination zwischen Menga und Mo Aidara mit einem Schuss an das Außennetz. Fast hatte es den Anschein, als wollten die Blauen das Spiel vorzeitig entscheiden.

Für Amüsement sorgte gleichwohl ein Bremer. Janek Sternberg beendete einen Angriff über die linke Seite mit einer Flugeinlage, landete unsanft auf dem gut bespielbaren Rasen und kassierte dafür vom Unparteiischen die gelbe Karte (53.). Das nahmen die Zuschauer zum Anlass, um den jungen Bremer fortan konsequent auszupfeifen. Spaß hatten sie damit aber nur zwei Minuten, dann beorderte Werder-Trainer Victor Skripnik seinen Linksverteidiger vom Platz und ersetzte ihn durch Jeffrey Obst. Nur eine Minute später kam Marcel Hilßner für Tobias Schwede. Auch Alex Nouri reagierte. Er wechselte positionsbezogen und ersetzte Kai Pröger durch Marcel Gottschling.

Erfolg hatte Skripnik mit seinen Umstellungen aber nicht. Werder wurde schwächer, die Gastgeber dagegen immer sicherer in ihren Aktionen. Das wiederum verhagelte dem Ex-Oldenburger Florian Bruns komplett die Laune. Schon in der ersten Halbzeit hatte er immer wieder den Dialog mit Schiedsrichter Ehlers gesucht, um selbigem seinen Unmut kund zu tun, wenn dieser das oft rustikale Einsteigen des Ex-Profis mit Freistößen ahndete. Jetzt holte Bruns erneut Addy-Waku Menga höchst unfair von den Beinen und kassierte dafür den längst fälligen gelben Karton. Weil Bruns beim nächsten Tritt wohl vorzeitig hätte duschen dürfen, holte Skripnik auch den fast schon übermotivierten Routinier vom Platz und ersetzte ihn durch Lukas Fröde, nicht ahnend, dass dieser nur ein kurzes Gastspiel geben würde.

Der VfB blieb seiner Linie treu, schaltete bei Ballgewinn blitzschnell um und kam zu den nächsten Möglichkeiten. Erneut scheiterte Menga am bärenstarken Strebinger (65.), der seine Mannschaft längst vor einem höheren Rückstand bewahrt hatte. Doch in der nächsten Szene war auch der lange Schlussmann geschlagen. Leo Baal war auf der linken Seite auf und davon geeilt und hatte den Bremer Fänger filigran getunnelt.

Zehn Minuten später sorgte schließlich Peer-Bent Wegener für die Entscheidung. Nach einer Ecke konnte die Bremer Abwehr nicht klären und der aufgerückte Innenverteidiger drosch die Kugel mit Wucht zum 3:0 ins Netz. In der Folge hatte der VfB seinen klaren Vorsprung nur noch zu verwalten und machte selbiges durchaus entspannt. Nur einmal kam auf dem Rasen noch Stimmung auf. Lukas Fröde hatte Lucas Höler von den Beinen geholt und dafür berechtigt die gelbe Karte kassiert. Allein mit der Akzeptanz der Entscheidung hatte er dann doch wohl ein kleines Problem, tat seinen Unmut mit einem kräftigen Tritt gegen den Ball kund. Allerdings war das Spiel noch nicht wieder angepfiffen worden, so dass Schiedsrichter Ehlers nichts anderes übrig blieb, als den jungen Bremer erneut zu verwarnen und damit vorzeitig unter die Dusche zu schicken.

Victor Skripnik: Kompliment an den VfB. Sie haben hoch verdient gewonnen. Unsere Leistung tut mir leid für unsere Fans.

Alex Nouri: Eine fantastische Kulisse, ein fantastischer Rahmen, ein super Rasen. Ich habe meinen Jungs gesagt, dass ich am lieben selbst wieder die Schuhe anziehen würde, wenn ich hier von der Autobahn runter fahre und ins Stadion schaue. Wir hatten heute die richtige Einstellung. Ich habe es schon oft gesagt, die Mannschaft hat einen super Charakter. Das war heute taktisch diszipliniert, wir haben enorm viel investiert und eine starke Mentalität gezeigt. Ich wünsche mir, dass die Wirtschaft dieser Stadt sich jetzt auch mal zum VfB bekennt. Wir werden nicht mit Wolfsburg oder Goslar um den Titel spielen, aber bis zum Schluss alles raus hauen. Das Etappenziel Klassenerhalt haben wir schon mal erreicht.

VfB Oldenburg:
Mansur Faqiryar - Daniel Halke, Franko Uzelac, Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - C. Mohamed Aidara, Hendrik Großöhmichen (71. Nils Laabs) - Kai Pröger (59. Marcel Gottschling), Lucas Höler, Leo Baal - Addy-Waku Menga

SV Werder Bremen II: Richard Strebinger - Torben Rehfeldt, Oliver Hüsing, Clemens Schoppenhauer, Janek Sternberg (58. Jeffrey Obst) - Tobias Schwede (59. Marcel Hilßner), Julian von Haacke - Levent Aycicek, Florian Bruns (68. Lukas Fröde), Orhan Yildirim - Davie Selke

Tore: 1:0 Lucas Höler (42.); 2:0 Leo Baal (67.); 3:0 Peer-Bent Wegener (77.)
Schiedsrichter/in: Jan-Eike Ehlers - Assistenten: Toni Winkler, Matthias Hofmann
Zuschauer: 2.350
Gelbe Karte: Nils Laabs (4.) / Janek Sternberg (5., gesperrt), Florian Bruns (7.)
Gelb/Rote Karte: - / Lukas Fröde (81., Foul/Unsportlichkeit)

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03.03.2014, 09:51

Oldenburger unterliegen in Havelse

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Der VfB Oldenburg hat im Titelrennen einen herben Rückschlag erlitten. Beim TSV Havelse unterlagen die Blauen mit 1:2.

Vor 702 Zuschauern brauchten die Gäste zu lange, um ins Spiel zu finden.

Trainer Alex Nouri vertraute jener Mannschaft, die vor Wochenfrist die U23 von Werder Bremen mit 3:0 verputzt hatten. Von Elan des Vorsonntags war diesmal allerdings lange nichts zu sehen. Die Gastgeber gaben von Beginn an den Takt vor und hätten bereits nach zehn Minuten 2:0 führen können. „Wir waren nach dieser unglaublichen Woche einfach hochmotiviert“, erklärte TSV-Trainer Christian Bebennek nach dem Schlusspfiff. In der Tat war viel passiert in Havelse. Beide Torhüter hatten sich verletzt, zudem waren der Mannschaft bei einem Einbruch alle Fußballschuhe gestohlen worden. Neues Schuhwerk hatten die Kicker beim Anpfiff dann allerdings an den Füßen und auch einen Torhüter hatten die Verantwortlichen ausfindig gemacht. Ufuk Büyükbuluter war aus der Türkei eingeflogen worden.

In den ersten 45 Minuten muss er sich allerdings wie bei einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme gefühlt haben. Büyükbuluter hatte schlicht nichts zu tun. Es waren die Gastgeber, die sehr aggressiv auftraten, fast alle Zweikämpfe für sich entschieden und den VfB in dessen Hälfte festnagelten. Vom sonst so guten Umschaltspiel der Oldenburger war rein gar nichts zu sehen. Mehr noch, die Deckung wackelte mehrfach bedenklich. Im Mittelfeld bekamen die Blauen keinen Zugriff und im Angriff wurde nicht ein Ball festgemacht.
Nach einer Ecke hatte Tobias Holm die erste Chance für Havelse (2. Minute) und keine sechzig Sekunden später musste Mansur Faqiryar sich strecken, um einen Rückstand zu verhindern. Der Oldenburger Torhüter konnte sich über einen Mangel an Beschäftigung nicht beklagen, denn bereits in der 6. Minute stand er allein Hilal El-Helwe gegenüber und verhinderte mit einer Glanztat abermals den Rückstand.

Warnungen hatte der VfB jetzt eigentlich genug erhalten, hätte man meinen können, doch besser wurde das Oldenburger Spiel nicht. Die mehr als 150 lautstarken Fans, die beim Anpfiff eine tolle Choreographie gezeigt hatten, feuerten ihre Mannschaft zwar lautstark an, die lief zumeist hinterher und kam nach zehn Minuten gänzlich zu spät. Nach einer Ecke brannte es mal wieder lichterloh im Oldenburger Strafraum und diesmal war der starke El-Helwe zur Stelle und traf zum 1:0.

Der nächste Nackenschlag ließ nicht lange auf sich warten, denn nach 25 Minuten war das Spiel für Daniel Halke vorbei. Der rechte Verteidiger hatte sich eine Muskelzerrung zugezogen und musste vom Platz. Für ihn kam Thorsten Tönnies ins Spiel, der sich fortan zu einem Aktivposten entwickeln sollte. Dennoch, der VfB war nicht präsent, konnte nach wie vor kaum einen Zweikampf gewinnen und hatte in der 45. Minute Glück, dass Torben Deppe freistehend das Tor verfehlte.

Alex Nouri reagierte auf den dürftigen Auftritt mit zwei Veränderungen. An Stelle von Kai Pröger brachte er Shaun Minns. Auch Peer-Bent Wegener blieb in der Kabine. Nouri stellte auf ein 3-5-2-System um und brachte mit Marcel Gottschling einen weiteren offensiven Spieler. Das sollte sich bezahlt machen. Angetrieben vom jetzt immer besser werdenden Hendrik Großöhmichen kämpften sich die Blauen ins Spiel und kamen endlich zu Möglichkeiten.

In der 48. Minute haderten die Gäste mit Schiedsrichter Malte Dittrich. Patrick Posipal hatte Lucas Höler im Strafraum regelwidrig von den Beinen geholt, doch der allemal mögliche Elfmeterpfiff des Unparteiischen blieb aus und ließ die Protagonisten auf der Havelser Bank hörbar durchschnaufen. Immerhin, die Oldenburger waren jetzt am Drück, drängten die Gastgeber in deren Hälfte fest, sichtlich bemüht, den Druck hoch zu halten.

Das zahlte sich aus. Nach einem Pass von Höler kam Shaun Minns vollkommen frei zum Schuss, doch Büyükbuluter tauchte ab und parierte den Ball (63.). Die Freude darüber währte aber nur kurz, denn nur zwei Minuten später drückte Thorsten Tönnies einen strammen Schuss raus und diesmal war der neue Havelser Fänger machtlos. Mit einem Kraftakt hatte sich der VfB den Ausgleich verdient.

Hier geht noch mehr, dachten sich die Blauen, dem war auch so, aber anders als erhofft. Auch Havelse wollte sich nicht mit einem Zähler bescheiden. Benbennek wechselte drei frische Offensivkräfte ein und tat damit einen guten Griff. Erst brachte er Maurice Maletzki, später kamen noch Christoph Beismann und Deniz Cicek.

Eben jener Maletzki hatte die nächste Szene für sich. Ein Haken nach rechts, ein Haken nach links, einfädeln bei Thorsten Tönnies, fallen und sich über einen unstrittigen Elfmeter freuen. Eben das zelebrierte der kleine Techniker in Vollendung. Allein Posipal ließ die Chance ungenutzt, scheiterte mit seinem Strafstoss an Mansur Faqiryar (75.) und El-Helwe drückte die Kugel im Nachschuss über den Kasten. Diesmal atmeten die Oldenburger durch.

Es ging weiter hin und her, mit dem besseren Ende für Havelse. Maletzki hatte sich auf der rechten Seite bis an die Grundlinie durchgedribbelt und seine Flanke staubte Cicek in Torjägermanier zum 2:1 ab (84.).

Die Oldenburger warfen in den Schlussminuten alles nach vorne, doch am Ende reichte es nicht. „Gratulation zum verdienten Sieg. Wir haben das Spiel in der ersten Halbzeit abgegeben. Heute haben wir nicht die richtige Einstellung gefunden. Wir müssen alle immer bis ans Limit gehen, aber heute haben zu viele Spieler nicht ihr Niveau abrufen können. Wir waren anfangs zu weit vom Gegner weg, haben vorne keine Bälle gehalten und hinten den Gegner eingeladen. In der zweiten Halbzeit, nach der Umstellung, haben wir es wesentlich besser gemacht und hatten in unserer Druckphase auch Chancen. Leider hat es nicht gereicht“, ärgerte sich VfB-Trainer Alex Nouri.

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17.03.2014, 07:17

VfB punktet trotz Unterzahl

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Das war einfach klasse! Trotz sechzigminütiger Unterzahl hat der VfB Oldenburg im Spitzenspiel beim VfL Wolfsburg auf ganzer Linie überzeugt.

Vor 236 Zuschauern waren die Blauen beim 1:1 die bessere Mannschaft und dem Sieg deutlich näher als die Gastgeber.

„Ich bin total stolz auf die Jungs. Wir haben von Anfang an gezeigt, dass wir dieses Spiel gewinnen wollen und uns auch durch die Entscheidungen des Schiedsrichters nicht von unserer Linie abbringen lassen. Wir haben defensiv sehr diszipliniert gespielt, schnell umgeschaltet und konsequent nach vorne gespielt“, erklärte Trainer Alex Nouri nach dem Schlusspfiff. Die Leistung war umso erstaunlicher, weil die Blauen personell hatten umstellen müssen. Franko Uzelac und Nils Laabs waren im Training zusammengeprallt und musste anfangs zuschauen. Daniel Halke stand gar nicht im Kader, eine Zerrung machte seinen Einsatz unmöglich.

Rechts verteidigte diesmal Thorsten Tönnies, innen kam Tim-Kay Petersen von Anfang an zum Einsatz. Offensiv hatte sich der Trainer für Leo Baal (links), Lucas Höler (zentral) und Kai Pröger (rechts) entschieden und das machte sich schnell bezahlt. Vor allem Pröger sorgte auf seiner Seite für enormen Wirbel und spielte Dan-Patrick Poggenberg fast einen Knoten in die Beine. Mehrfach wusste sich der überforderte Wolfsburger Verteidiger nur durch rustikalen Körpereinsatz zu helfen, was neben Pröger auch Höler zu spüren bekam. Warum Schiedsrichter Johann Pfeifer hier nicht frühzeitig die gelbe Karte zeigte, sondern die Gastgeber konsequent nur verbal ermahnte, war nicht zu verstehen.

Dennoch gaben die Blauen im ehemaligen Bundesliga-Stadion klar den Ton an. Auf den Rängen war das erwartet worden, denn mindestens dreiviertel der Zuschauer unterstützten die Gäste. Aber auch auf dem Rasen zeigte der VfB sich sehr selbstbewusst und spielte konsequent und schnell nach vorne. Allein der Lohn in Form der Führung stellte sich nicht ein. Pröger verfehlte das Tor mit einem Freistoß nur knapp (15. Minute) und sechzig Sekunden später hatte dann Peer-Bent Wegener das 0:1 auf dem Fuß. Nach einer Ecke konnte die wackelige Wolfsburger Hintermannschaft nicht klären und der aufgerückte Verteidiger kam gleich zweimal zum Schuss. Beim ersten Versuch scheiterte er am starken Torhüter Patrick Drewes, im zweiten Ansatz rutschte ihm die Kugel über den Schlappen.

Der nächste Aufreger sollte nicht lange auf sich warten lassen. Nach einer hohen Flanke schraubte sich Mansur Faqiryar in die Luft und beförderte das Spielgerät mit beiden Fäusten aus der Gefahrenzone, obwohl er dabei von Stefan Kutschke angegangen wurde. Schiedsrichter Johann Pfeifer allerdings stoppte den Spielfluss mit einem Pfiff. Freistoß für den VfB? Das zumindest war die Annahme im weiten Rund. Sie war falsch! Pfeifer wollte ein Foul des Torhüters gesehen haben, gab einen Elfmeter für Wolfsburg und sorgte für fassungsloses Entsetzen bei den Gästen. „Ich weiß noch immer nicht, was der Schiedsrichter gepfiffen hat. Ich habe klar den Ball gespielt, denn wenn ich Kutschke mit beiden Fäusten getroffen hätte, hätte er kaum weiterspielen können. Er hat mir auch gesagt, dass es kein Elfer war, aber der Schiedsrichter hat halt so entschieden“, erklärte Faqiryar nach dem Spiel.

Kevin Scheidhauer zeigte sich ganz cool und verwandelte den 14. Wolfsburger Elfmeter in dieser Saison trocken zum 1:0 (28. Minute). Damit nicht genug. Nur eine gute Minute nach der Wolfsburger Führung setzte Tim-Kay Petersen in Mittelfeld zur Grätsche an und hatte sich fraglos auch schon auf eine gelbe Karte eingestellt. Doch wieder trat Schiedsrichter Pfeifer auf den Plan. Er zückte aber nicht den gelben Karton, sondern schickte Petersen mit glatt Rot direkt unter die Dusche.

Rückstand, Unterzahl, war es das für den VfB? Nein! Das Gegenteil war der Fall. Die Blauen blieben ihrer klaren taktischen Linie treu, spielten weiter nach vorn. Die Wolfsburger ihrerseits fanden überhaupt kein Mittel, sich auf das Oldenburger Gegenpressing einzustellen. Torchancen hatte der souveräne Tabellenführer in den ersten 45 Minuten nicht. Da auch die Gäste nicht mehr zum Abschluss kamen, blieb es zur Pause beim 1:0.

Die erste Möglichkeit nach dem Wechsel hatten dann die Wolfsburger. Kutschke zeigte nach einem Zuspiel von der rechten Seite seine Klasse, drehte sich blitzschnell und zog ab. Doch Faqiryar war auf dem Posten, tauchte ins Eck und stand dem zweiten Wolfsburger Tor im Weg. Mehr hatte der Bundesliga-Nachwuchs offensiv nicht zu bieten und das war vor allem der starken Vorstellung des VfB geschuldet.

Auch in Unterzahl waren die Oldenburger die klar Ton angebende Mannschaft und das zahlte sich aus. Ferhat Yazgan holte Lucas Höler von den Beinen und das bestrafte Pfeifer mit einem Strafstoß. Addy-Waku Menga schnappte sich die Kugel, um dann festzustellen, dass Patrick Drewes sich direkt vor ihm aufgebaut hatte. Der Torhüter suchte das Psychoduell und hatte damit Erfolg, denn er parierte den zu schwachen Schuss des Oldenburger Torhüters (55.).
Fünf Minuten später versuchte es Menga dann bei einem Freistoß aus gut 18 Metern, doch erneut fand er seinen Meister in Drewes. Längst war der Wolfsburger Torhüter bester Mann seiner Mannschaft, die offensiv alles schuldig blieb und ganz offensichtlich auch ihre immer größer werdende Nervosität nicht in den Griff bekam.

Alex Nouri reagierte mit personellen Veränderungen. Kevin Samide hatte bereits den verletzten Pröger ersetzt (53.) und für viel Schwung gesorgt. In der Schlussphase kamen außerdem Nils Laabs für Thorsten Tönnies (78.) und schließlich Shaun Minns für Addy-Waku Menga (83.). Der VfB setzte alles auf eine Karte, drängte mit aller Macht leidenschaftlich auf den Ausgleich und wurde tatsächlich noch belohnt. Diesmal hatte Bastian Schulz gegen Lucas Höler hingelangt und erneut ertönte ein Pfiff. Diesmal schnappte sich Nils Laabs den Baal und verwandelte mit Wucht zum verdienten Ausgleich (88.). Zwar gab es dafür nur einen Punkt, aber moralisch durften sich die Blauen als Sieger fühlen und vollkommen zu Recht mit ihren Fans in der Kurve feiern.

Stimmen zum Spiel
Mansur Faqiryar: „Die Mannschaft hat eine super Moral gezeigt. Wir wollten hier gewinnen und das wäre auch verdient gewesen. Ich denke, ohne den Platzverweis hätten wir auch gewonnen. Ich denke, wir waren die bessere Mannschaft. Wolfsburg war sehr nervös und ihnen ist spielerisch nichts eingefallen, weil wir super auf sie eingestellt waren.“

Peer-Bent Wegener: „Ich haben den Schiedsrichter mehrfach gefragt, was er gesehen haben will. Man kann das ja sachlich diskutieren. Der Elfmeter gegen uns war definitiv keiner. Ich muss natürlich die Führung machen, vielleicht habe ich in der Szene zuviel Zeit gehabt. Zum Glück haben wir heute eine tolle Moral gezeigt und noch einen Punkt geholt.“

Alexander Nouri: „Ich bin sehr stolz auf die Truppe. Ich habe den Jungs in der Halbzeitpause gesagt, dass sie weiter an sich glauben müssen, dann werden sie auch belohnt. Wir haben taktisch eine überzeugende Vorstellung geboten. Unser Umschaltspieler hat geklappt, wir haben ein sehr gutes Gegenpressing gespielt. Wenn Addy den Elfer reinhaut, gewinnen wir. Ich mache ihm aber keinen Vorwurf, die ganze Truppe hat hier Herz und Leidenschaft gezeigt und gegen eine physisch und fußballerisch sehr starke Mannschaft nichts zugelassen. Man muss ja nur mal sehen, wen Wolfsburg alles aufgeboten hatte. Trotzdem haben wir verdient gepunktet.“
Quelle: VfB Oldenburg

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24.03.2014, 07:47

VfB feiert klaren Derbysieg

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Mit einem klaren 4:1-Sieg hat der VfB Oldenburg das Derby gegen den SV Wilhelmshaven für sich entschieden. Vor 2.540 Zuschauern stellten die Blauen die Weichen bereits vor der Pause auf Sieg.

Addy-Waku Menga konnte seine Führung in der Torschützenliste mit zwei Treffern ausbauen.

Im Oldenburger Dauerregen konnten die abstiegsbedrohten Gäste das Spiel lediglich in den Anfangsminuten offen gestalten. Aggressiv wollten sie den VfB früh unter Druck setzen, doch das gelang nur bedingt. Dabei brachten sich die Wilhelmshavener durch Unbeherrschtheiten und überflüssige taktische Fouls selbst sehr früh in Schwierigkeiten. Bereits nach fünf Minuten holte sich Serhan Zengin vom guten Schiedsrichter Arne Aarnink den ersten gelben Karton des Spiels ab. Nach einem Pfiff des Unparteiischen hatte der Taktgeber der Gäste das Spielgerät wütend über den Zaun gedroschen und anschließend verbal seinen Unmut kund getan.

Sechs Minuten später war dann David Jahaddic dran, der für ein taktisches Foul im Mittelfeld die gelbe Karte kassierte. Spätestens jetzt hätte jedem Protagonisten durchaus klar sein können, dass Schiedsrichter Aarnink seine Linie konsequent verfolgte, doch bis zur Pause kassierten auch noch Aljoscha-Lartey Hyde und Youness Buduar die gelbe Karte. Einseitig habe der Unparteiische die Karten verteilt, monierte Gäste-Trainer Farat Toku nach dem Spiel. Deshalb hätte seine Mannschaft nicht mehr so aggressiv agieren können, beklagte er sich.

Allerdings waren die Oldenburger auch spielerisch die klar bessere Mannschaft und das, obwohl mit Mo Aidara ein Kreativspieler aus dem Mittelfeld pausieren musste. Malade Aduktoren machten seinen Einsatz diesmal unmöglich. Allerdings wurde er von Nils Laabs ausgesprochen effektiv vertreten. Nicht zufällig war es dann auch der Mannschaftskapitän, der die Blauen in Führung brachte. Mit einem Zuspiel auf Leo Baal hatte Laabs einen Angriff eingeleitet. Baal hatte Kai Pröger auf der linken Seite eingesetzt und dessen kluges Zuspiel verwertete der mitgelaufene Laabs zum 1:0 (16. Minute).

Zehn Minuten später hätte er bereits für die Vorentscheidung sorgen können. Diesmal hatte Lucas Höler seinen Kapitän bedient, der drei Schritte später zum Abschluss kam, doch Torhüter Aaron Siegl konnte die Arme hoch reissen und das frühe 0:2 verhindern.

Die Gäste versteckten sich bis dahin keineswegs, allerdings kamen sie nur ganz selten zum Abschluss. Lediglich nach einer Ecke wurde es brenzlig. Alessandro Alfieri hatte sich in die Luft geschraubt, doch sein Kopfball verfehlte das Tor knapp (35.). Es sollte die beste Möglichkeit der Wilhelmshavener bleiben, die noch vor der Pause das 0:2 zu verkraften hatten. Erneut war Nils Laabs beteiligt, dessen Zuspiel mit der Hacke bei Addy-Wanku Menga landete, der wiederum nicht selbst abzog, sondern den Ball mit Gefühl in den Fünfmeterraum brachte, wo Leo Baal in Torjägermanier zum 2:0 abschließen konnte (40.).

Für Hendrik Großöhmichen war das Derby bereits kurz nach der Pause vorbei. Er musste leicht verletzt raus, dafür kam Musa Karli ins Spiel und fügte sich nahtlos ein.

Es waren auch weiterhin die Oldenburger, die den Takt vorgaben und die es nach einer guten Stunde nur noch mit zehn Gegnern zu tun hatten. In der 57. Minute hatte sich Angelos Eleftheriadis bereits die gelbe Karte eingefangen und nachdem er kurz darauf Kai Pröger im Strafraum von den Beinen holte, durfte er vorzeitig unter die Dusche. Addy-Waku Menga versenkte den fälligen Strafstoß sicher zum 3:0 im Tor. Spätestens jetzt war das Derby entschieden. Die Gäste allerdings kämpften weiter und wurden mit dem Anschlusstor belohnt.

Nach einem Laufduell mit Thorsten Tönnies landete Alessandro Fiacara auf dem Rasen und Schiedsrichter Aarning gab erneut Strafstoß. Der Gefoulte traf selbst zum 1:3 (69.). Auswirkungen auf den Spielverlauf hatte das allerdings nicht. Die Gäste machten jetzt auf, der VfB nutzte den Platz, um immer wieder gefährlich zu kontern. Das zahlte sich aus. Nach toller Vorarbeit von Marcel Gottschling, der nach 68 Minuten für Leo Baal gekommen war, erhöhte Menga auf 4:1.
Selbst ein fünftes Mal lag der Ball noch im Tor der Gäste. Doch diesmal verweigerte Aarning dem Treffer die Anerkennung. Vorlagengeber Gottschling hatte er im Abseits gesehen. Weil unmittelbar danach Schluss war, durften die Oldenburger sich den verdienten Applaus ihrer Fans abholen.

Farat Toku: Wir sind gut ins Spiel gekommen. Es war unser Ziel, kompakt zu stehen und gut gegen den Ball zu arbeiten. Der VfB hat aus drei Chancen dann zwei Tore gemacht, das zeigt die Klasse der Mannschaft. Wir wollten nach der Pause nochmal alles reinlegen, aber der Schiedsrichter hat durch seine fragwürdigen Verwarnungen dafür gesorgt, dass wir nicht mehr so aggressiv sein konnten.

Alexander Nouri: Ich will gar nicht viele Worte sagen. Auch für mich gibt es wichtigeres als Fußball. Wir sind in Gedanken bei zwei Urgesteinen des VfB. Unsere Zeugwarte Wolfgang Weichbrodt und Gerd Windels sind heute nicht dabei, sie sind im Krankenhaus. Das trübt unsere Freude. Ansonsten denke ich, dass jeder gesehen hat, dass wir in der ersten Halbzeit taktisch in einer Raut gespielt haben. Das zeigt, dass wir uns weiterentwickeln wollen. Nach der Pause haben wir dann umgestellt und unsere Flexibilität gezeigt. Ich denke, der Sieg war verdient.

erstellt am 23.03.2014

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30.03.2014, 17:24

VfB verpaßt Punktgewinn

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Ein verwandelter Elfmeter und ein Freistoß-Hammer von Kai Pröger haben dem VfB Oldenburg nicht ausgereicht, um bei der U23 von Hannover 96 zu punkten. Vor 636 Zuschauern unterlagen die Blauen an der Leine mit 2:3.

Schon lange vor dem Anpfiff zogen die Oldenburger Verantwortlichen lange Gesichter und das aus gutem Grund. Weder Mo Aidara, noch Hendrik Großöhmichen konnten ihren Dienst im Mittelfeld verrichten. Mit traurigen Mienen mussten sie verletzt zuschauen. Vor allem „Henne“ war enttäuscht, denn an alter Wirkungsstätte wäre er zu gerne aufgelaufen. „Meine Familie ist gekommen, es sind viele Freunde und Bekannte da, deshalb ärgert es mich natürlich enorm, aber ein Einsatz macht einfach keinen Sinn. Die Achillessehen ist geschwollen“, so Großöhmichen.

Alexander Nouri musste also umstellen. Nils Laabs und Musa Karli sollten es im Mittelfeld richten. Beide waren sehr bemüht, vor allem Laabs setzte auch Akzente, doch letztlich konnten die Blauen einige Abstimmungsprobleme im Defensivverhalten nicht kompensieren.
Hannover, angetrieben vom ehemaligen Oldenburger Daniel Bauer, gab in der Anfangsphase den Takt vor. Bereits nach drei Minuten hatte Kevin Behrens die erste Chance, lupfte den Ball aber über die Latte. Unter den Augen zahlreicher Beobachter anderer Vereine, unter anderem von Eintracht Braunschweig, Arminia Bielefeld, Freiburg und Essen, gehörte den Gastgebern auch die zweite Szene. Erneut konnte sich Behrens durchsetzen, zielte jedoch abermals zu hoch (11. Minute).

Die Oldenburger brauchten gut 15 bis 20 Minuten, um sich auf den Gegner besser einzustellen und ihrerseits Akzente zu setzen. Das gelang dann aber nachhaltig. Vor allem Addy-Waku Menga war mehrfach gefährlich. Leider klebte dem Oldenburger Torjäger gleich zweimal das Pech an den Stollen und er verfehlte das Tor knapp (22. und 36.).

Auf der anderen Seite zeigte VfB-Torhüter Mansur Faqiryar bei einem Distanzschuss von Robert Herrmann eine Weltklasse-Parade. Reaktionsschnell parierte er den gefährlich aufsetzenden Ball und verhinderte so den möglichen Rückstand.

Selbiger hätte auch Hannover durchaus noch ereilen können. Nach einem Angriff über die rechte Seite kam Kai Pröger zum Schuss, verfehlte das Tor aber knapp.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff lag die Murmel dann doch im Kasten, dem des VfB. Der starke Kevin Behrens hatte sich gegen Franko Uzelac und Leo Baal durchgesetzt und Mansur Faqiryar keine Chance gelassen (48.). Die Hannoveraner Anhänger, die sich sonst vor allem durch Pöbeleien gegen Oldenburger Spieler hervortaten, feierten noch, da lag der Ball erneut im Tor. Kai Pröger war im Strafraum umgerissen worden und es gab Elfmeter. Addy-Waku Menga ließ sich nicht lange bitten und traf zum 1:1 (50.).

Ein Punkt? Nein, beide Mannschaften wollten mehr. Folgerichtig entwickelte sich bei sommerlichen Temperaturen ein unterhaltsamer Kick, in dem die Gastgeber nach einer guten Stunde erneut in Führung gingen. Nach einem Angriff über die rechte Seite war Roman Prokoph zur Stelle und traf zum 2:1.

Kann der VfB nochmal zurückschlagen? Er kann und wie! Kai Pröger packte nach 73 Minuten den Hammer aus. Aus mindestens 25 Metern Entfernung wuchtete der kleine Oldenburger die Kugel in den Knick und es hieß 2:2.

Das Hin und Her hatte aber auch damit noch kein Ende gefunden. Hannover und Oldenburg, beide wollten den Dreier. Am Ende durfte 96 feiern, weil der VfB sich in diesem Spiel zu viele Fehler in der Defensive leistete. Nach einem solchen war erneut Prokoph zur Stelle und köpfte den vom Pfosten abgeprallten Ball zum 3:2 ins Tor (81.). Der VfB versuchte in der Schlussphase alles, doch es reichte nicht mehr, um Zählbares mitzunehmen.

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14.04.2014, 07:25

VfB setzt dickes Ausrufezeichen

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St. Pauli vor Augen, das Pokalspiel im Kopf, das kann doch nicht gut gehen. Das zumindest war eine häufig gehörte Befürchtung vor dem Spiel der Blauen in Hamburg. Sie war unbegründet.

Ebenso souverän, wie verdient siegten die Oldenburger mit 4:1 bei der U23 des Zweitligisten.

Das wiederum war so nicht zu erwarten, immerhin sind die Paulianer fraglos die „Mannschaft der Stunde“ in der Regionalliga-Nord. 23 Punkte hatte das Ensemble von Trainer Thomas Meggle in der Rückrunde schon eingetütet, zuletzt zehn Punkte aus vier Spielen eingesammelt. Der VfB zeigte sich von dieser tollen Bilanz allerdings ganz und gar nicht beeindruckt.

Für deutlich mehr Emotionen sorgte das schon die Anreise. Obwohl die Mannschaft sich bereits um 9 Uhr auf den Weg nach Hamburg gemacht hatte, kam sie auf den letzten Drücker im Stadion Hoheluft an. Die Oldenburger hatten sich mit vielen anderen Autobahnbesetzern zum Stelldichein vor dem Elbtunnel versammelt und eine höchst unfreiwillige Pause eingelegt. Das wiederum hatten wir doch schon mal? Richtig, beim Spiel in Flensburg waren die Oldenburger auch zu spät dran und fanden anfänglich so gar nichts ins Spiel. Das war an diesem sommerlichen Samstag ganz anders.

Obwohl Alex Nouri auf mehreren Positionen umgestellt hatte, waren die Blauen von Beginn an sehr konzentriert. „Wir wollten erstmal sicher stehen, das hat gut funktioniert“, freute sich der Trainer nach dem Schlusspfiff über die taktische Disziplin seiner Truppe.
Die sah diesmal Shaun Minns und Marcel Gottschling an Stelle von Leo Baal und Kai Pröger in der Anfangsformation. Außerdem durfte Hendrik Großöhmichen im Mittefeld beginnen, Nils Laabs dagegen nahm auf der Bank Platz.

Nörgler hätten möglicherweise die Anfangsphase als „nicht ganz so spannend“ tituliert, tatsächlich war sie geprägt von diszipliniertem Fußball. Der VfB stand sehr sicher, mache die Räume eng und den Gastgebern, das wurde früh deutlich, fehlten die spielerischen Mittel, um das VfB-Bollwerk zu knacken. Vor 304 Zuschauern dauerte es bis zur 24. Minute, ehe die mehr als 100 mitgereisten VfB-Fans erstmals zum Torjubel ansetzten. Nach einer Flanke von Addy-Waku Menga hatte sich Lukas Höler in die Luft geschraubt, das Tor mit seinem Kopfball aber knapp verpaßt.

Dann hieß es durchatmen. Thorsten Tönnies wurde von Graudenz überlaufen, doch der stramme Schuss des Hamburgers verfehlte sein Ziel (28.). Das war mal knapp. Bis zur 40. Minute passierte so ganz viel nicht mehr, dann rauschte Marcel Gottschling zum Kopfball heran, kam aber nicht in Vollendung hinter den Ball. Es blieb folgerichtig beim 0:0 (40.). Der VfB war jetzt besser im Spiel und sollte tatsächlich vor dem Pausenpfiff noch zuschlagen. Nach einer Faustabwehr von Mansur Faqiryar landete das Objekt der Begierde bei Lucas Höler und der zündete nicht nur den Turbo, sondern dribbelte höchst filigran durch die Hamburger Deckung, umkurvte schließlich Torhüter Christian Schau und schaufelte die Murmel zur verdienten Führung ins Netz (41.).

Wer genau hingeschaut hat, war kurz nach dem Wiederanpfiff geneigt, spontan zu applaudieren. Mit ganz viel Gefühl im Fuß hatte Hendrik Großöhmichen einen gar köstlichen Aussenristpass auf Shaun Minns gespielt, der wiederum Thorsten Tönnies geschickt, dessen Flanke bei Lucas Höler landete. Allein der feine Angriff sollte als unvollendete in die Historie dieses sportlichen Wettstreits eingehen, denn Höler traf mit dem Kopf nur die Latte (48.).

Auf der anderen Seite versuchte es St. Pauli mal mit Wucht. Allerdings kam Erdogan Pini bei einer scharfen Flanke von Andrej Startsev einen Schritt zu spät (55.). Nach einer guten Stunde hätte der VfB dann die Vorentscheidung erspielen können. Der erneut richtig starke Mo Aidara hatte die Kugel in Höhe der Mittellinie
erkämpft, um im Kollektiv mit Menga und Höler dem 0:2 entgegen zu streben. In Überzahl, drei gegen einen, sollte das doch möglich sein. Wäre es auch gewesen, hätte Höler nicht versucht, höchst uneigennützig noch für Menga aufzulegen. Derlei gelebte Kollegialität konnte ein Hamburger Abwehrrecke nutzen, um die Situation zu klären.

Vier Minuten später waren die Blauen dann ganz humorlos. Ein Abschlag von Mansur Faqiryar führt zu einem Einwurf, der Ball landete letztlich bei Shaun Minns und selbiger konnte ganz lässig auf 0;2 erhöhen (65.). Während der Hamburger Übungsleiter Thoms Meggle nicht müde wurde, mit dem guten Schiedsrichtergespann zu hadern und im verbalen Austausch mit dem Assistenten zu ergründen, ob man die Schiedsrichter zukünftig auch ablehnen könne, machte der VfB alles klar. Ein Flanke von der Grundlinie durch Miguel Canizales nutzte Lucas Höler zur Vorlage für Addy-Waku Menga und der traf zum 0:3 (78.).

Das Spiel war natürlich entschieden und Thomas Meggle im Höchstmaß genervt, was mehrfach Schiedsrichter André Schönheit zu hören bekam.

Die Gäste hatten dagegen noch lange nicht genug. Kai Pröger, für Marcel Gottschling gekommen, erkämpfte sich an der Strafraumgrenze die Kugel und machte das 0:4 perfekt (83.). Am Ende gönnten die Oldenburger sich dann noch einen satten Schluck aus der Schönheitsfehlerpulle. Shaun Minns war im Strafraum zu dicht dran, am Hamburger Kollegen, der hatte daraufhin
Bodenkontakt und Schiedsrichter Schönheit gab Elfmeter. Der eingewechselte Lasse Schlüter traf sicher zum 1:4 (89.). Kurz darauf war Schluss und die Oldenburger durften einen klaren, verdienten Sieg mit ihren Fans feiern.

Der VfB hat sich also für die anstehenden Aufgaben eingeschossen und die haben es in sich. Am Mittwoch kommt der BV Cloppenburg zum Derby, am Ostermontag steht dann das Pokal-Halbfinale in Braunschweig an. Cloppenburg im Blick, Pokal im Kopf? Kann sein, muss aber nicht, sofern die Mannschaft erneut so konzentriert auftritt, wie in diesem Spiel.

erstellt am 12.04.2014
Quelle: VfB Oldenburg

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23.04.2014, 13:03

VfB Oldenburg scheitert an FT Braunschweig

siehe Bericht auf NWZ online

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12.05.2014, 07:46

Menga erzwingt Oldenburger Siegtor

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Der VfB Oldenburg hat seiner Siegesserie ein weiteres Kapitel angefügt. Vor 877 Zuschauern besiegten die Blauen den BSV Rehden mit 1:0.

Stefan Heyken, bedrängt von Oldenburgs Torjäger Addy-Waku Menga, traf in der 7. Minute zum entscheidenden Treffer ins eigene Tor.

Beim VfB feierte Alex Baal sein Rückrundendebüt. Der leider viel zu oft verletzte Rotschopf kam auf der rechten Seite der Viererkette zum Einsatz und machte ein richtig gutes Spiel. Obwohl Baal es defensiv oft mit dem starken Danny Arend zu tun hatte, fand er immer wieder Zeit, das Oldenburger Offensivspiel mit anzukurbeln.

Der VfB überließ den Gästen zwar mehr Spielanteile, schaltete bei Ballbesitz aber blitzschnell um und war mit überfallartigen Kontern stets gefährlich. Einem solchen Spielzug war auch die Führung geschuldet. Über Lukas Höler und Shaun Minns landete der Ball schließlich in der Mitte, wo Stefan Heyken gegen Addy-Waku Menga nicht klären konnte, sondern die Kugel unter tätiger Mithilfe des Oldenburger Angreifers ins eigene Netz schob. Im Abschluss versammelte sich die VfB-Truppe an der Seitenlinie und reckte das Trikot von Daniel Halke in die Höhe, der aufgrund eines Kieferbruchs nicht mitkicken konnte.

Die Gäste zeigten sich davon aber keineswegs geschockt. Rehden machte Druck, versuchte die Oldenburger Deckung regelmäßig mit hohen Bällen in Schwierigkeiten zu bringen. Das gelang allerdings nur bedingt, wenngleich Kifuta Kiala Makangu und Kevin Artmann mit Kopfbällen durchaus zu Chancen kamen.

Auf der anderen Seite ging beim VfB unmittelbar nach dem Ballgewinn die Post ab. Zwangsläufig stand Rehdens Torhüter Celio Rocha mehrfach im Mittelpunkt. Gegen Shaun Minns verhinderte er das 0:2 ebenso (18.), wie keine Minute später gegen Addy-Waku Menga. Alex Baal hatte Kevin Samide auf die Reise geschickt, der filigran für den Torjäger abgelegt, dessen kunstvollen Schuss der Torhüter katzengleich aus dem Winkel fischte. Das nötigte sogar den Oldenburger Zuschauern fairen Beifall ab.

Die hatten übrigens bald rote Hände vom regelmäßigen Klatschen, denn es wurde munter weiter gekickt und auch Mansur Faqiryar konnte sich mehrfach auszeichnen, so etwa nach einem feinen Doppelpass zwischen Kevin Artmann und Boris Koweschnikow, den Artmann zum Distanzschuss nutzte, aber den Oldenburger Torhüter nicht überwinden konnte (20.).

Zehn Minuten vor der Pause setzte dann Addy-Waku Menga noch ein Zeichen, fand seinen Meister aber erneut in Rocha.
Nach dem Wechsel sollte sich am Spielverlauf kaum etwas ändern, obwohl der VfB verletzungsbedingt umstellen musste. Leo Baal kam im zentralen Mittelfeld für den angeschlagenen Hendrik Großöhmichen und, um es vorweg zu nehmen, er machte seine Sache richtig gut. Rehden drückte, der VfB konterte. Allein der Knockout, etwa durch ein zweites Tor, blieb aus. Chancen dazu hatten die Blauen einige. Allein Addy-Waku Menga lieferte sich mittlerweile ein regelrechtes Duell mit Celio Rocha. Dabei hatte der Rehdener Torhüter zweimal Glück, denn der VfB-Torjäger traf erst das Aussennetz (60.), übrigens nach einer fast schon sensationellen Vorbereitung durch Leo und Alex Baal, sowie kurz darauf den Pfosten (64.).

Auf der anderen Seite hatte Danny Arend wohl zu laut Zeichen gegeben, als die Rolle des Pechvogels verteilt worden war. Nach einem weiten Schlag aus der eigenen Hälfte sprintete er allein auf Mansur Faqiryar zu, konnte den Oldenburger Torhüter aber nicht überwinden (80.). Arend raufte sich das Haupthaar, doch sein Frust war noch nicht komplett. Nur eine Minute später legte er gekonnt für den eingewechselten Erdin Ramic auf, dessen Schuss Faqiryar mit einer Weltklasse-Parade entschärfte. Am Ende blieb es bei einem durchaus glücklichen, aber auch verdienten Oldenburger Sieg.

Björn Wnuck, Trainer BSV Rehden: Mit der Art und Weise, wie wir gespielt haben, bin ich nicht unzufrieden, mit dem Ergebnis schon. Es wäre schön gewesen, wenn wir einen Punkt mitgenommen hätten, aber in diesem Spiel hat man auch gesehen, was uns in der gesamten Saison fehlt. Deshalb stehen wir zurecht da, wo wir stehen. Das Gegentor hätte man ganz einfach durch ein taktisches Foul an der Mittellinie unterbinden müssen.

Alexander Nouri, VfB Oldenburg: Das war jetzt unser fünfter Sieg in Folge. Die Art und Weise imponiert mir. Ich bin ein Fan dieser Mannschaft und das steigert sich immer mehr. Wir haben viele Chancen liegen lassen, aber eben auch gegen einen sehr guten Gegner gespielt. Ich freue mich sehr für Alex Baal. Er hat zum ersten Mal in dieser Saison über 90 Minuten gespielt und hatte einen guten Tag.

VfB Oldenburg:
Mansur Faqiryar - Alexander Baal, Tim Petersen (59. Franko Uzelac), Peer-Bent Wegener, Maycoll Canizales-Smith - C. Mohamed Aidara, Hendrik Großöhmichen (46. Leo Baal), Kevin Samide - Addy-Waku Menga, Shaun Minns (75. Kai Pröger), Lucas Höler
Trainer: Alexander Nouri

BSV Rehden: Celio Rocha - Jeff-Denis Fehr (69. Erdin Ramic), Stefan Heyken, Michael Wessel, Christian Hegerfeld (87. Dennis Janssen) - Marius Winkelmann - Boris Koweschnikow (69. Francis Banecki), Kevin Artmann, Danny Arend, Florian Stütz - Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Björn Wnuck

Tore: 1:0 Stefan Heyken (Eigentor, 7.)
Quelle: VfB Oldenburg

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18.05.2014, 21:47

VfB gewinnt Derby nur auf den Rängen

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Der Derbysieger heißt auch in diesem Jahr VfB Oldenburg – auf den Rängen zumindest.

Mit einer erstliga-reifen Choreografie wurden die kurzbehosten Protagonisten der Gastgeber und des SV Meppen begrüßt. Sportlich hat dieser sensationelle Ansporn sich allerdings nicht ausgezahlt. Die Gäste siegten mit 1:0 durchaus ein wenig glücklich.

Alex Nouri hatte seine Formation im Vergleich zur Vorwoche erneut verändert. Christian Thölking ersetzte den beruflich verhinderten Peer-Bent Wegener in der Innenverteidigung. Nils Laabs kehrte in den Angriff zurück, Lucas Höler musste dagegen anfänglich zuschauen.

Angetrieben von den beeindruckend lautstarken Zuschauern hatten die Blauen anfangs die besseren Möglichkeiten. Nach einer Flanke von Kevin Samide verpasst Nils Laabs in der Mitte die Führung nur knapp (13. Minute). Drei Minuten später zielt Addy-Waku Menga knapp über das Tor.

Die Oldenburger Taktik, tief zu stehen und zu kontern, schien durchaus aufzugehen. Meppen brauchte lange, um ins Spiel zu finden, sehr zum Unmut von Trainer Christian Neidhart. Mehrfach zürnte er an der Seitenlinie mit dem Tun seiner Kicker. Die allerdings hatten auch ihre Möglichkeiten und das nicht eben zufällig durch Max Kremer. Zweimal wurde der Torjäger durch Flanken bedient, doch ihm fehlten einige Zentimeter zum Abschluss (26. und 44.).

Auf der anderen Seite hätte ein Konter über Nils Laabs und Addy-Waku Menga durchaus zur Führung reichen können, doch Alex Baal traf den Ball nicht richtig und zielte über das Tor (28.). Die 2.353 Zuschauer sahen ein bis dahin durchaus gutes Derby, in dem die Oldenburger leichte Vorteile hatten. Das sollte sich nach dem Wechsel ändern.

Erneut überließen die Gastgeber den Emsländern zumeist den Ball und auch deutlich mehr vom Platz. Allerdings dauerte es wieder gute zwanzig Minuten, ehe Meppen damit auch mal etwas anfangen konnte. Kremer, wer sonst, war nach einer schönen Kombination über Martin Wagner und Jens Robben vollkommen frei zum Abschluss gekommen und brachte das Kunststück fertig, den Ball über das Tor zu schießen (70.).

Drei Minuten später hieß es dann allerdings doch 0:1. Einen Ballverlust der Blauen im Mittefeld nutzten die Gäste zum Angriff über die rechte Seite und diesmal hatte Kremer keine Mühe, mit einem Abstauber das Tor zu erzielen.

Die Oldenburger reagierten mit zwei Wechseln. Nach einer guten Stunde hatte Kai Pröger bereits Kevin Samide ersetzt, jetzt brachte Alex Nouri erst Lucas Höler an Stelle von Addy-Waku Menga (73.) und dann auch noch Shaun Minns für Christian Thölking (78.).

Minns hatte dann auch die beste Möglichkeit des VfB. Von Höler in Szene gesetzt, scheiterte er an Torhüter Benjamin Gommert, der gut den Winkel verkürzt hatte (80.). Der VfB warf in der Schlussphase zwar alles nach vorn, doch zum Ausgleich kam es nicht mehr.

Christian Neidhart: Ich bin zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Oldenburg spielt zuhause ja immer sehr defensiv und kontert dann mit dem hervorragenden Umschaltspiel gefährlich. So ein Sieg ist für uns das I-Tüpfelchen auf eine gute Saison. Ich finde, solche Spiele müsste es in der Regionalliga mehr geben. Der VfB Oldenburg und der SV Meppen sind in allem gleich, aber sehr außergewöhnlich in der Regionalliga.

Alex Nouri: Es ist außergewöhnlich, was unsere Fans machen. Wir wollten sie dafür belohnen, aber leider hat es nicht geklappt. Wir waren gut organisiert und hatten viel Disziplin im Spiel, aber der letzte Ball ist oft nicht gekommen. Ein Fehler im Aufbau hat dann das Spiel entschieden.

Nils Laabs: Wir haben unsere Chancen in der ersten Halbzeit leider nicht genutzt. In der zweiten Halbzeit war das Spiel dann zerfahren und ein Fehler im Zentrum wird sofort bestraft.

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25.05.2014, 18:39

VfB beendet Saison auf Platz 3

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Trotz einer 1:4 Niederlage gegen den SV Eichede schließt der VfB Oldenburg die Saison mit einem starken Tabellenplatz drei ab.

Vor 842 Zuschauern störten die Gäste von Beginn an den Spielaufbau des VfB und zwangen diesen zu einigen Fehlern im Spielaufbau. Bereits nach neun Minuten musste Uzelac im letzten Moment eingreifen und stoppte seinen Gegenspieler kurz vor dem Strafraum mit einem beherzten Griff ins Trikot.

Auf die gelbe Karte, folgte dann der fällig Freistoß. Huseni tratt an und beförderte den Ball flach in die untere rechte Ecke (9.). Kurz geschüttelt und der VfB sorgte im direkten Gegenzug für Gefahr. Leo Baal wurde in den Strafraum geschickt und wurde dort regelwidrig gestoppt. Schiedsrichter Brauer zögerte keine Sekunde und zeigt auf den Punkt.

Nils Laabs, der Kapitän Mansur Faqiryar vertrat, übernahm Verantwortung und lief zum Strafstoß an. Sein wuchtiger Schuss landete aber am linken Pfosten. Von dort gelangte der Ball zwar wieder zu Laabs, doch beim Nachschuss traff er den Ball nicht richtig.
Das Spielgerät kullerte zwar in Richtung Tor, überlegte es sich aber kurz vor der Torlinie anders und bog noch rechts ab.

Wie man es besser macht, zeigten die Gäste nach 15 Minuten. Wieder war es Huseni, der den Ball im Tor des VfB unterbrachte. Sein Schuss aus der Drehung landet in der linken Torecke und zu allem Überfluss konnte Fischer vier Minuten später eine Flanke von der rechten Seite unbedrängt in die Maschen köpfen.

Der VfB kämpfte weiter und kam durch Laabs und Höler zu guten Chancen. Nur Gäste-Keeper Barkmann hatte etwas gegen das Anschlusstor des VfB. Mit guten Paraden verhinderte er das Gegentor.

Nach 30 Minuten war aber auch Barkmann machtlos. Der VfB spielte einen Konter einfach zu Ende. Pass auf den Flügel, eine Flanke in die Mitte und Samide rutschte den Ball über die Linie. Der VfB drückte weiter und hätte fast das 2:3 geschossen. Einen Angriff über linke Seite brachte Leo Baal gut in den Strafraum. Der mitgelaufene Höler zog direkt ab, traf aber nur die Latte.
In der Nachspielzeit kam der VfB erneut zu einer guten Möglichkeit, doch wieder stand Barkmann dem Tor im Weg.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs versuchte der VfB direkt wieder auf Offensive umzuschalten, rannte sich aber in der dichten Abwehr der Gäste fest. Eichede zog sich nun weit zurück und lauerte auf Konter. Eben genau so ein Konter sorgte, zum Unmut aller VfB-Anhänger, für den 1:4 Endstand. Die VfB-Abwehr ging nicht konsequent zum Ball, so das Baloki eine flache Hereingabe ohne Mühe verwerten konnte (59.).

Die restlichen Spielminuten sind schnell erzählt. Der VfB kämpfte, konnte seine Chancen aber nicht mehr in Tore umsetzen. So bleibt am Ende der Saison eine unschöne Niederlage.

Die Saison 2013/2014 beendet der VfB als Tabellendritter und damit als beste Amateuermannschaft. Der VfB Oldenburg möchte sich herzlich bei allen Fans, Sponsoren und Freunden des Vereins für die tollte Unterstützung bedanken.

Bedanken möchte sich der VfB auch bei Gerd Windels, Antje Meißner, Addy Menga und Alex Nouri. Danke für euren unermüdlichen Einsatz für diesen Verein! Alles Gute für die Zukunft.

VfB Oldenburg: Jannik Zohrabian - Alexander Baal, Franko Uzelac (46. Marcel Gottschling), Lucas Höler (63. Shaun Minns), Maycoll Canizales-Smith (75. Christian Thölking), Hendrik Großöhmichen, C. Mohamed Aidara, Kai Pröger, Kevin Samide, Leo Baal, Nils Laabs
Trainer: Alexander Nouri

SV Eichede: Julian Barkmann (87. Markus Venz) - Jakub Heidenreich (71. Simon Krämer), Jan Ole Rienhoff, Malte Buchholz, Malik Issahaku, Nico Fischer, Simon Koops, Flodyn Baloki, Torge Maltzahn, Haris Huseni (75. Arnold Lechler), André Kossowski
Trainer: Oliver Zapel

Tore: 0:1 Haris Huseni (9.); 0:2 Haris Huseni (15.); 0:3 Nico Fischer (18.); 1:3 Kevin Samide (30.); 1:4 Flodyn Baloki (59.)
Schiedsrichter/in: Stefan Brauer - Assistenten: Marcel Weinert, Daniel Gawron
Zuschauer: 842
Gelbe Karte: Franko Uzelac (4.) / Malik Issahaku (7.)

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