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04.05.2015, 07:59

VfB muss 2:0-Sieg teuer bezahlen - Merkel und Stütz schwer verletzt

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Der VfB Oldenburg feiert einen ganz wichtigen Sieg, hat aber einen hohen Preis dafür gezahlt. Vor der Minuskulisse von 704 lautstarken Zuschauern besiegten die Blauen den FC Eintracht Norderstedt mit 2:0. Allerdings haben sich Pierre Merkel und Florian Stütz in diesem Spiel schwere Verletzungen zugezogen. Beiden droht das vorzeitige Saison-Ende.

Gute 35 Minuten waren gespielt, als der bis dahin sehr agile Oldenburger Torjäger nach einem Kopfballduell unsanft landet, liegen bleibt und der Bank sofort signalisiert, dass er Hilfe benötigt. Mehrere Minuten lang wird Pierre Merkel behandelt, ehe die Johanniter den Angreifer mit einer Trage vom Spielfeld bringen. Nach einer Untersuchung im Stadion steht schnell fest, dass er umgehend ins Oldenburger Klinikum eingeliefert werden muss. Einer ersten Einschätzung zufolge hat er sich eine schwere Sprunggelenksverletzung zugezogen.

Der nächste Nackenschlag für die Blauen folgte zu Beginn der zweiten Halbzeit. Beim Versuch einen Konter zu unterbinden, trifft Marius Winkelmann seinen Mitspieler Florian Stütz derart unglücklich, dass der Mittelfeldspieler mit einer klaffenden Wunde ausgewechselt werden muss. Auch hier ist zu befürchten, dass er in dieser Saison nicht mehr auflaufen wird. Die Personalsorgen des VfB werden also immer größer, denn Moritz Steidten fällt mit einem Muskelfaserriss wochenlang aus und Mo Aidara wurde für drei Spiele gesperrt.

Fußball wurde aber auch noch gespielt. Beide Mannschaften hatten dabei Mühe, ihren Rhythmus zu finden. Anfänglich hatten die Oldenburger die besseren Möglichkeiten, doch der letzte Pass kam zu selten an. Zudem war Norderstedts Torhüter Mirko Oest einige Male auf dem Posten. Auf der anderen Seite zeigte VfB-Torhüter Dominik Kisiel, dass er ein herausragender Torhüter ist. Deran Toksöz hätten den schönsten Norderstedter Angriff mit dem 0:1 vollenden können, stand frei vor Kisiel, doch der tauchte ab und holte dem Gegner das Spielgerät vom Fuß (24. Minute).

Die Verletzung von Merkel, der durch Kifuta Kiala Makangu ersetzt wurde, hatte einen Bruch im Oldenburger Spiel zur Folge. Die Mannschaft war sichtlich geschockt, stand aber defensiv immerhin so sicher, dass es torlos in die Pause ging.

Nach dem Wechsel folgte dann die nächste Szene mit Schockwirkung. Es dauerte lange, ehe die Oldenburger, von den Fans jetzt immer lauter angetrieben, sich wieder ins Spiel kämpften. Längst wurde es auch ruppiger, ohne dass Schiedsrichter Marius Schlüwe bereits jetzt die Lust entwickelt hätte, gelbe Karten zu zeigen. Als Folge dessen kam es zu viel zu vielen Fouls. Ein Lob hatte der Unparteiische allerdings auch verdient. Nach knapp 70 Minuten lag der Ball im Tor des VfB und die Norderstedter jubelten bereits über die Führung, weil Schlüwe Richtung Anstoßpunkt deutete. Die Oldenburger ihrerseits protestieren wild und energisch, denn der Assistent hatte in der Szene die Fahne gehoben. Ob nun eine Abseitsstellung vorlag oder ein zweiter Ball im Spiel war, das Tor war nicht regelkonform und nach Rücksprache mit seinem Assistent korrigierte Schlüwe seine Entscheidung.

Auf die Fans wirkte das allerdings enorm motivierend. Sie unterstützten den VfB leidenschaftlich und der Funke sprang auf den Rasen über. Die Mannschaft zeigte enormen Kampfgeist und war sichtlich gewillt, sich nicht mit einem Punkt zu bescheiden. Spielerisch ging wenig zusammen, Einsatz und Leidenschaft allerdings stimmten.

Unter dem tosenden Applaus der Fans sollte Predrag Uzelac elf Minuten vor Schluss dann den entscheidenden Wechsel vornehmen. Nils Laabs kam für Alessandro Ficara. Der Routinier war kaum auf dem Platz, da lag der Ball im Tor der Gäste. Laabs hatte einen Freistoß mit dem Kopf verlängert und Jonas Erwig-Drüppel nervenstark getroffen (83.). Während die Norderstedter jetzt alles nach vorne warfen, ergaben sich für den VfB tolle Konterchancen und eine nutzten die Blauen für die Entscheidung. In der Nachspielzeit vollendete Marcel Gottschling einen Angriff des VfB mit einer Vorlage für Laabs, der den Ball aus einem Meter mit voller Wucht in die Maschen schoss und so für kollektive Erleichterung und Freude auf den Rängen sorgte.

Stimmen zum Spiel


Thomas Seeliger, Trainer Norderstedt: Glückwunsch an den VfB Oldenburg. Wir haben sicher zum Sieg beigetragen. Eigentlich hat meine Mannschaft wenig zugelassen, aber letztlich zu viele Fehler gemacht. Gerade vor dem 0:1, das man einfach hätte verhindern können. In den entscheidenden Momenten waren wir nicht konzentriert genug. Für den VfB waren die Punkte enorm wichtig. Wir fahren jetzt enttäuscht nach Hause, aber kommen in der nächsten Saison gerne wieder.

Predrag Uzelac, Trainer VfB Oldenburg: Ich stehe noch immer unter Schock. Pierre Merkel wird lange ausfallen, er hat sich schwer verletzt. Die Mannschaft hat heute einen überragenden Siegeswillen gezeigt. Ich wusste, dass es ein schweres Spiel wird. Jetzt müssen wir für Sonntag regenerieren.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Christopher Braun, Karlis Plendiskis, Franko Uzelac, Thorsten Tönnies – Florian Stütz (53. Maycoll Canizales-Smith), Marius Winkelmann – Jonas Erwig-Drüppel, Marcel Gottschling, Alessandro Ficara (80. Nils Laabs) – Pierre Merkel (39. Kiala Makangu Kifuta)
Trainer: Predrag Uzelac

Eintracht Norderstedt: Mirko Oest – Steffen Heinemann, Steven Lindener, Hamajak Bojadgian, Gerrit Pressel – Philipp Koch, Jan-Philipp Rose – Deran Toksöz, Linus Meyer (84. Nick Scharkowski), Jan-Henrik Kaetow (62. Dane Kummerfeldt) – Jan Lüneburg

Tore: 1:0 Jonas Erwig-Drüppel (84.); 2:0 Nils Laabs (90+1.)

Schiedsrichter/in: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) – Assistenten: Marcel Weinert (TuS Wettbergen), Michael Kaufmann (FC Ambergau Volkersheim)
Zuschauer: 704

Gelbe Karte: Franko Uzelac (2.), Nils Laabs (3.) / Philipp Koch (9.), Jan Lüneburg (11.), Deran Toksöz (13.)

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04.05.2015, 08:02

Die Null steht auf der richtigen Seite - Defensivstarker VfB schlägt Braunschweig 1:0

Zitat

Der VfB Oldenburg hat einen großen Schritt Richtung Klassenerhalt gemacht. Vor 2.314 Zuschauern am Spardabank-Familientag siegten die Blauen gegen die U23 von Eintracht Braunschweig mit 1:0. Jonas Erwig-Drüpel erzielte gegen seinen alten Verein das Siegtor für die Oldenburger, die defensiv einmal mehr total überzeugen konnten und sich die drei Punkte so verdienten.

Im Vergleich zum Sieg über Norderstedt hatte VfB-Trainer Predrag Uzelac seine Mannschaft umbauen müssen. Die verletzten Florian Stütz und Pierre Merkel konnten nicht mitspielen. Darüber hinaus fehlte weiterhin der gesperrte Mo Aidara. Offensiv kam Kifuta Kiala Makangu von Beginn an zum Einsatz. Thorsten Tönnies rückte ins zentrale Mittelfeld an die Seite von Marius Winkelmann und links verteidigte Miguel Canizales.

Die Blauen begannen mit viel Schwung und hatten bereits nach fünf Minuten ihre erste Chance. Marcel Gottschling passte zu Jonas Erwig-Drüppel, der nicht selbst den Abschluss suchte, sondern für Alessandro Ficara auflegen wollte. Das allerdings war die falsche Entscheidung, denn die Abwehr der Gäste konnte klären.

Der nächste Aufrege sollte fünf Minuten später folgen. Einen langen Pass des VfB wollte Dennis Slamar klären, riss dabei aber sein Bein zu hoch und traf den heranstürmenden Ficara mit voller Wucht. Schiedsrichter Tim Skorczyk, der gemeinsam mit Imke Lohmeyer und Gerrit Gräbel eine überzeugende Vorstellung ablieferte, griff sofort zur roten Karte und schickte den Braunschweiger vom Platz. Eine harte, aber konsequente Entscheidung, wenngleich dem jungen Verteidiger sicher keine Absicht zu unterstellen war.

Nach einer Viertelstunde stand der Schiedsrichter dann erneut im Fokus der Gäste. Deren Trainer Henning Bürger ereiferte sich lautstark, weil Skorczyk nach einem Zweikampf zwischen Canizales und Morten Rüdiger das Spiel hatte weiterlaufen lassen. Der Schiedsrichter zeigte sich allerdings unbeeindruckt und erklärte dem Trainer ganz sachlich seine Entscheidung. Das sieht man auch nicht in jedem Spiel.

Trotz Unterzahl waren es im zunehmenden Spielverlauf die Gäste, die sich ein Übergewicht erarbeiteten. Der VfB stand defensiv zwar gut, wusste seinen personellen Vorteil im Spiel nach vorn allerdings nicht gewinnbringend einzusetzen. Folgerichtig hatte die Eintracht dann auch die besseren Möglichkeiten. Einen Schuss von Gerit Holtmann fälsche Franko Uzelac, der gemeinsam mit Karlis Plendiskis ein starkes Spiel in der Innenverteidigung machte, zur Ecke ab (21.). Daraus resultierte die nächste Chance der Löwen. Nach einer Flanke von der rechten Seite kam Taskin Ilter frei zum Kopfball und der VfB hatte Glück, dass der Ball knapp am Tor vorbei ging.

Der VfB war durchaus bemüht, scheute aber das Risiko im Spiel nach vorn und kam deshalb bis zur Pause zu keiner echten Torchance.

Nach dem Wechsel blieben die Oldenburger zwar am Drücker, doch es fehlte die Konsequenz, um wirklich zwingend ein Tor erzielen zu wollen. Auch die Gäste suchten nicht mit Macht den Abschluss, kamen allerdings durch einen Freistoß von Sven Hartwig zu einer Möglichkeit. Der fein gezirkelte Ball hatte sich bereits den Winkel des Oldenburger Tores als Landeplatz ausgesucht, als VfB-Torhüter Dominik Kisiel heranrauschte, sich ganz lang machte und das Spielgerät noch ins Seitenaus lenken konnte (58.). Erneut konnte die Mehrzahl des Publikums durchschnaufen und dann dem jederzeit aufmerksamen Torhüter Szenenapplaus zollen.

Nach einer guten Stunde reagierte Predrag Uzelac auf das doch zerfahrene Offensivspiel. Nils Laabs kam für Marius Winkelmann ins Spiel. Marcel Gottschling wurde ins Mittelfeld zurückgezogen, Laabs orientierte sich neben Kifuta in die Spitze. Später brachte der Trainer außerdem Shaun Minns, der für Ficara kam, und kurz vor Schluss noch Tobias Ahrens, der Erwig-Drüppel ersetzte.

Zuvor allerdings sollte der Blondschopf noch einen großen Auftritt hinlegen. Nach einer Ecke für die Gäste konterte der VfB die Eintracht mustergültig aus. Der eifrige Chris Braun trieb den Ball über die linke Außenbahn nach vorne, spielte dann zu Erwig-Drüppel und als die Zuschauer bereits murrten, weil der das Rund nicht direkt in die Mitte passte, schlug „JED“ einen Haken und zog aus 18 Metern trocken ab. Torhüter Marcel Engelhardt machte sich lang und länger und bekam noch eine Hand an den Ball, doch das reichte nicht. Das Objekt der Begierde senkte sich über den jungen Torhüter hinweg hinter die Linie und die Oldenburger konnten sich am Mittelkreis versammeln, um ihren Torschützen gebührend zu feiern (65.).

In einer immer nickeliger werdenden Begegnung, an deren Ende insgesamt fünf Oldenburger Spieler die gelbe Karte gesehen hatten, brachte der VfB einen letztlich verdienten Arbeitssieg über die Zeit.

Stimmen zum Spiel

Henning Bürger, Trainer Braunschweig: Wir hätten gerne etwas mitgenommen und das war sicher auch möglich. Dementsprechend groß ist der Frust in unserer Kabine. Ich übertreibe sicher nicht, wenn ich sage, dass ein Punkt verdient gewesen wäre, aber das Ergebnis spricht dagegen. Unser Torwart sah beim Gegentreffer sicher nicht gut aus, aber ist sehr jung, hat uns schon viele Punkte gerettet, da gibt es keinen Vorwurf.

Predrag Uzelac, Trainer Oldenburg:
Es war ein zerfahrenes Kampfspiel und der Sieg sicher glücklich für uns, aber wir wollten das Tor und haben es gemacht. Wir wollten trotz der Überzahl nicht ganz aufmachen, um nicht in einen Konter zu laufen. Defensiv haben wir wieder gar nichts zugelassen und jetzt zum fünften Mal in sechs Spielen kein Gegentor bekommen. Das ist schon überragend. Wir haben jetzt 41 Punkte, das war heute ein extrem wichtiger Sieg für uns.

Julian Lüttmann, Sportlicher Leiter VfB Oldenburg: Angesichts der anderen Ergebnisse war das wieder sehr wichtig heute. Man kann sich selbst jetzt, mit 41 Punkten, noch nicht ganz sicher sein. Aber wir haben einen großen Schritt gemacht. Der Platzverweis war am Ende vielleicht gar nicht gut, denn Braunschweig hat die Räume danach noch enger gemacht. Letztlich hat sich die Mannschaft den Sieg erkämpft.

Wilfried Barysch, VfB-Vorsitzender: Ich bin total erleichtert, das ist sicher nichts für schwache Nerven. Wir wussten um die überraschenden Ergebnisse der Konkurrenz, deshalb freue ich mich umso mehr, dass die Mannschaft jetzt zum zweiten Mal innerhalb von vier Tagen ganz wichtige Punkte geholt hat.


Zahlen, Daten & Fakten


VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Thorsten Tönnies, Karlis Plendiskis, Franko Uzelac, Maycoll Canizales-Smith – Christopher Braun, Marius Winkelmann (55. Nils Laabs) – Jonas Erwig-Drüppel (89. Tobias Ahrens), Marcel Gottschling, Alessandro Ficara (82. Shaun Minns) – Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Predrag Uzelac

Eintracht Braunschweig II: Marcel Engelhardt – Marcel Schreyer, Dennis Slamar, Niko Kijewski, Nils Göwecke – Taskin Ilter, Sven Hartwig – Gerrit Holtmann, Morten Rüdiger (70. Felix Drinkuth), Niclas Erlbeck (75. Marcel Bär) – Haris Huseni
Trainer: Henning Bürger

Tore: 1:0 Jonas Erwig-Drüppel (64.)

Schiedsrichter/in: Tim Skorczyk – Assistenten: Imke Lohmeyer & Gerrit Gräbe
Zuschauer: 2314

Gelbe Karte: Marius Winkelmann (9.), Christopher Braun (7.), Franko Uzelac (3.), Jonas Erwig-Drüppel (2.), Marcel Gottschling (2.) / Niclas Erlbeck (8.)
Rote Karte: – / Dennis Slamar (9.)

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11.05.2015, 08:33

VfB macht Klassenerhalt perfekt - Ficara erzielt Traumtor beim 1:1

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Fußballer, Verantwortliche, Fans und Freunde des VfB Oldenburg können sich ab sofort entspannen. Mit einem 1:1 beim BSV Rehden haben die Blauen den Klassenerhalt in der Regionalliga vorzeitig perfekt gemacht. Zudem profitierten die Oldenburger von einem 3:0 der U23 von Hannover 96 über den Goslarer SC, der den VfB jetzt nicht mehr einholen kann.

Vor 600 Zuschauern, darunter gut 150 erfreulich sangesfreudigen Oldenburgern, hatte Alessandro Ficara den VfB mit einem Traumtor in Führung gebracht. Moses Lamidi gelang in der Schlussphase aber noch der verdiente Ausgleich.

Im Vergleich zur Vorwoche hatte VfB-Trainer Predrag Uzelac seine Mannschaft umgestellt. Marcel Gottschling wurde im Mittelfeld durch Kevin Samide ersetzt, der erstmals nach langer Zeit wieder von Anfang an spielen durfte und seine Aufstellung durch einen guten Auftritt rechtfertigte. Bei den Gastgebern, die sich im Winter mit drei ehemaligen Oldenburgern verstärkt hatten, stand aus diesem Trio lediglich Malte Grashoff auf dem Platz. Paul Kosenkow und Serhan Zengin hingegen saßen auf der Bank.

Die Anfangsphase in einer sehr kampfbetonten Begegnung gehörte dem VfB, der trotz starken Gegenwinds sofort Druck aufbaute und sich früh dafür belohnte. Nach einem Freistoss von Miguel Canizales zog Alessandro Ficara humorlos und präzise ab und traf aus der Distanz zum 0:1 (8. Minute). In der Folge wurde es zunehmend ruppiger, weil vor allem die anfänglich doch sehr enttäuschenden Gastgeber überhaupt kein Mittel fanden, um ins Spiel zu finden.

Der VfB musste sich allerdings den Vorwurf gefallen lassen, nicht mit letzter Konsequenz auf ein zweites Tor zu drängen. Defensiv allerdings standen die Oldenburger, wie schon seit Wochen, einmal mehr sehr sicher. Chancen für den BSV sind aus den ersten 45 Minuten nicht zu erwähnen, es gab schlicht keine. Dafür wurde das Spiel immer zerfahrener, weil die Gastgeber es immer wieder durch Fouls unterbrachen. Mit schöner Regelmäßigkeit fand sich neben Ficara auch der höchst umtriebige Samide häufig auf dem Rasen liegend wieder. Dass Schiedsrichter Dennis Krohn nicht einmal einen Ellenbogenstoß von Victor Pekrul gegen Samide mit der gelben Karte bestrafte, sorgte bei Predrag Uzelac nachhaltig für schlechte Laune.

Rehdens Trainer Alexander Keine reagierte auf die dürftige Leistung seiner Mannschaft mit einem effektiven Wechsel. Matthias Tietz kam zu Beginn der zweiten Halbzeit für Malte Grashoff ins Spiel und sollte fortan zum großen Antreiber seiner Mannschaft avancieren.

Die zweite Halbzeit sollte dann einen deutlich anderen Verlauf nehmen, als die ersten 45 Minuten. Während der VfB sein Tun darauf reduzierte, lange Bälle auf die einzige Spitze, Kifuta Kiala Makangu zu spielen, drängte Rehden mit Macht auf den Ausgleich. Nach dem Abpfiff hätte eigentlich Danny Arend von seinen Mitspielern und den BSV-Sympathisanten geherzt werden können, doch der Angreifer ließ gleich zwei gute Möglichkeiten ungenutzt. In der 53. Minute zielte er aus kurzer Distanz am langen Eck vorbei und eine gute Viertelstunde vor dem Abpfiff schlenzte er den Ball über das Tor.

Der VfB seinerseits hätte nach einer Stunde den Sack eigentlich zumachen müssen. Kifuta scheiterte allerdings an Torhüter Milos Mandic. Ein „Tor des Monats“ hätte wiederum ein toller Versuch von Franko Uzelac werden können. Der Innenverteidiger hatte gesehen, dass Mandic sehr weit vor seinem Tor stand und einen Freistoß noch in der eigenen Hälfte gedankenschnell abgeschlossen. Sein Schuss verfehlte das Tor allerdings knapp (75.).

Die Offensivbemühungen des VfB waren letztlich nicht erfolgreich. Die Oldenburger konnten vorne keinen Ball mehr festmachen, um so für Entlastung zu sorgen und das sollte sich rächen. Nach einer Kopfballverlängerung war Lamidi schneller als Canizales und Torhüter Dominik Kisiel, der sich zwar streckte, aber den Kopfball nicht mehr abwehren konnte (78.). Am Ende war der Ausgleich verdient, die Punkteteilung fraglos gerecht.


Stimmen zum Spiel


Alexander Kiene, Trainer BSV Rehden: Ich freue mich, dass wir uns mit dem Tor noch belohnt haben. In der ersten Halbzeit haben wir uns schwer getan. Beide Mannschaften haben sich neutralisiert und hatten keine Spielkontrolle. Das Tor spielte dem VfB natürlich in die Karten, weil die Oldenburger sehr defensiv und destruktiv aufgetreten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir den Druck erhöht und durch Tietz für Belebung gesorgt. Durch die klaren Chancen von Arend hätten wir gewinnen müssen.

Predrag Uzelac, Trainer VfB Oldenburg: Das Ergebnis geht in Ordnung. In der ersten Halbzeit haben wir gar nichts zugelassen und waren die bessere Mannschaft, obwohl wir ohne fünf Stammspieler angetreten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir zu wenig gemacht und beim Tor sehen wir schlecht aus. Ich bin glücklich mit dem Punkt. Es war eine schwere Saison, aber wir haben unser Ziel erreicht.

Julian Lüttmann, Sportlicher Leiter VfB Oldenburg: Das ist ein verdienter Punkt. Ich hatte vorher schon ein 1:1 getippt, damit können wir sehr gut leben. Die Mannschaft hat sich reingehauen, ich denke das geht so auch in Ordnung. Ich bin froh, dass wir den Klassenerhalt jetzt sicher haben.


Zahlen, Daten & Fakten

BSV Rehden:
Milos Mandic – Viktor Pekrul (70. Paul Kosenkow), Jeff Gyasi, Michael Wessel, Kresimir Matovina – Malte Grashoff (46. Matthias Tietz), Marcel Stutter – Moses Lamidi, Kevin Artmann, Danny Arend – Abu Bakarr Kargbo

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Thorsten Tönnies, Karlis Plendiskis, Franko Uzelac, Maycoll Canizales-Smith – Christopher Braun, Marius Winkelmann – Jonas Erwig-Drüppel, Alessandro Ficara (74. Tobias Ahrens), Kevin Samide (84. Marcel Gottschling) – Kiala Makangu Kifuta (75. Nils Laabs)

Tore: 0:1 Alessandro Ficara (8.); 1:1 Moses Lamidi (78.)

Schiedsrichter/in: Dennis Krohn (TSV Reinbek) – Assistenten: Markus von Glischinski (SC Eilbek), Martin Pfefferkorn (SC Urania)
Zuschauer: 600

Gelbe Karte: Jeff Gyasi (5., gesperrt), Moses Lamidi (3.) / –

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26.05.2015, 15:39

VfB beendet Saison siegreich - Engel gibt Debüt in der Regionalliga

Zitat

Der VfB Oldenburg hat sich erfolgreich aus der Regionalliga-Saison verabschiedet. Vor 1600 Zuschauern im Wilhelm-Langrehr-Stadion gewann die Mannschaft von Predrag Uzelac gegen die U23 von Hannover 96 mit 1:2.

Uzelac hatte seine Mannschaft im Vergleich zum letzten Heimspiel auf drei Positionen verändert. Samide, Minns und Laabs nahmen auf der Bank Platz. Dafür rückten Winkelmann, Stütz und Ahrens in die Startelf. Im Tor stand erneut der junge Sandro Dörner. Die Viererkette bildeten Braun, Uzelac, Plendiskis und Canizales. Davor räumten Aidara und Stütz ab. In der Offensive sollten Winkelmann, Ficara und Tönnies dafür sorgen, dass Tobi Ahrens in der Spitze die passenden Bälle bekommt.

Beide Fanlager sorgten im engen Wilhelm-Langrehr-Stadion lautstark für gute Stimmung, welche sofort auf die Akteure auf dem Rasen übersprang. Allem voran die Spieler des VfB Oldenburg gingen von Beginn an zur Sache. Mit frühem Pressing attackierten sie Hannover bereits in der eigenen Hälfte und unterbanden damit jeden Spielaufbau der Gastgeber. War der Ball dann erobert, ging es schnell nach vorne.

Es war also nicht verwunderlich, dass die erste Chance für den VfB nicht lange auf sich warten lassen sollte. Nach fünf Minuten brachte Florian Stütz einen Eckball hoch in den Strafraum. Uzelac stieg am höchsten, drückte den Ball aber am Tor der Hannoveraner vorbei.

Wie früh der VfB auf den ballführenden Spieler ging zeigte auch die Eckball-Statistik. Nach 10 Minuten stand bereits der dritte Eckball für den VfB auf dem Tablot.

Aus einer kompakten Defensive schaltete der VfB häufig schnell um, versuchte zu dem alle Situationen spielerisch zu lösen. Nach einer guten Viertelstunde hätte es dann brandgefährlich für das Tor der Gastgeber werden können. Der stark aufspielende Winkelmann hatte den Ball mit dem Außenrist perfekt in den Lauf des agilen Tobias Ahrens gepasst. Ahrens hatte bereits zum Sprint angezogen, da wurde er durch einen grellen Pfiff gestoppt. Der Assistent hatte irrtürmlich die Fahne gehoben und auf Abseits entschieden. Zum Ärger alle VfB-Anhänger war dies allerdings eine Fehlentscheidung. Ahrens stand deutlich nicht im Abseits. Es sollte aber die einzige Fehlentscheidung des starken Schiedsrichtergespanns um Hauptschiedsrichter Eric Müller bleiben.

Das Spielgeschehen verlagerte sich in den folgenden Minuten immer weiter in das Mittelfeld, ohne allerdings an Qualität zu verlieren. Der VfB versuchte es immer wieder im Eins-gegen-Eins, vergass aber den richtigen Zeitpunkt zum Abschluss zu suchen. Kam der Abschluss zum richtigen Zeitpunkt, stand meistens ein Hannoveraner im Weg oder Torwart Pinkernelle konnte den Ball entschärfen.

Die beste Möglichkeit zur Führung hatte Mo Aidara kurz vor der Pause. Auf der rechten Seite angespielt, ging Aidara in den Strafraum und zog freistehend ab. Der Schuss war aber deutlich zu hoch angesetzt und flog über den Querbalken. So ging es torlos in die Kabine.

Beide Mannschaften kamen personell unverändert zurück. Hannover schaltete zu Beginn der zweiten Hälfte allerdings einen Gang hoch und kam direkt nach Wiederbeginn zu einer guten Möglichkeit. Panagiotidis hatte sich am VfB-Strafraum durchgesetzt und aus gut 13 Metern abgezogen. Zum Glück für die Oldenburger traf er dabei den Ball nicht zu 100 Prozent, so dass das Spielgerät knapp am linken Pfosten vorbei ging.

Die Drangphase der Gastgeber wurde aber nach fünf Minuten gestoppt. Die Bewässerungsanlage auf dem Spielfeld hatte sich selbstständig gemacht und sorgte bei sommerlichen Temperaturen für eine kurze Abkühlung.

Die Bewässerungsanlage hatte ihren Dienst gerade wieder eingestellt, da erhöhte der VfB wieder den Druck und spielte sich mit guten Spielzügen vor das Tor von Hannover. Einzig beim Abschluss hatten sie kein Glück. Das auch die Gastgeber sich für die zweite Hälfte einiges vorgenommen hatten, wurde in der 55. Minute deutlich.

Stütz unterband einen Konter gute 25 Meter vor dem eigenen Tor. Schulze legte sich den Ball zurecht und jagdte den Ball mit einem gewaltigem Tritt in Richtung VfB-Tor. Sandro Dörner setzte zum Flug an und lenkte den Ball mit einer starken Parade gerade noch über die Latte. Bei dieser Glanzparade machte er allerdings auch ungewollt Bekanntschaft mit dem Pfosten und musste danach von Physio Kühne behandelt werden. Nach kurzer Behandlung ging es für ihn aber weiter.

Beide Mannschaften investierten eine Menge ist das Spiel. Dies kostet Kraft. Nach gut einer Stunde wechselte Uzelac aus. Der gute Tobias Ahrens ging vom Platz. Für ihn kam Marcel Gottschling. Ein Wechsel der noch folgen für den weiteren Spielverlauf haben sollte.
Gottschling fügte sich direkt gut ein und drang in den Hannoveraner Strafraum ein. Anstatt jedoch den Abschluss zu suchen, legte er den Ball noch einmal quer auf Ficara. Der kleine Italiener hatte gerade zum Schuss angesetzt, da rutschte sein Gegenspieler ihm unsanft in die Beine. Einen Elfmeter gab es in dieser Szene nicht. Ficaras Gegenspieler spielte klar den Ball.

Mit zunehmender Spieldauer verlagerte sich das Spiel immer mehr in die Hälfte von Hannover. Nach 71 Minuten hatte die VfB-Fans bereits zum Jubeln angesetzt, mussten dann aber entsetzt abbrechen. Ficara hatte sich auf der rechten Seite stark durchgesetzt und in die Mitte auf Aidara gepasst. Aidara kam unter Bedrängnis zum Abschluss, schob den Ball aber aus zwei Metern neben das Tor.

Nur eine Minute später machte es der VfB dann besser! Und wie! Winkelmann leitete im Mittelfeld einen Konter des VfB ein. Mit einem Pass auf die rechte Außenbahn schickte er Marcel Gottschling auf die Reise. Gegen Gottschling fand die Hannoveraner Defensive kein Mittel. So konnte er von der Grundlinie scharf in die Mitte passen, wo der mitgelaufene Winkelmann eiskalt einnetzte!

Die verdiente Führung für den VfB, der sich auch in den folgende Minuten nicht aus dem Konzept bring ließ und ab der Mittellinie die Räume geschickt eng machte.

In der 79.Minute kamen die 96er aber doch einmal vor das Tor des VfB. Prokoph wurde vor dem Strafraum nicht richtig angegriffen, ließ den Ball nach einem Anspiel einmal aufkommen und nagelt die Kugel aus guten 17 Metern in die Maschen. Sandro Dörner flog dabei vergeblich. Dieser Ball war nicht zu halten.

Dieses Tor war für beide Mannschaften das Signal zur Schlussoffensive. Mit offenem Visier setzten beide Mannschaften alles auf eine Karte und versuchten den Sieg zu erringen. In der 86. Minuten stieg Winkelmann nach einer Stütz-Ecke im Strafraum hoch und drückte die Kugel wuchtig in Richtung Tor. Auf der Torlinie köpft ein Hannoveraner den Ball aber gerade noch aus der Gefahrenzone.

Uzelac setzte noch einmal neue Akzente und brachte U23-Spieler Dennis Engel für Alessandro Ficara. Engel kam damit zu seinem Regionalliga-Debüt und sollte die letzten Minuten noch eine gute Leistung abliefern.

Über mehrere Stationen kam der Ball kurz vor Schluss zur Thorsten Tönnies. Auf der linken Seite setzte er sich stark durch, zog in die Mitte und schlenzte den Ball von der Strafraumgrenze mit ganz viel Gefühl in die rechte obere Ecke des Tores! Die Stimmung im VfB-Block explodierte! Der VfB hatte sich die erneute Führung mit einer starken Schlussoffensive erarbeitet. Es ging aber noch weiter. Trotz der Führung wollte der VfB noch mehr. Der mittlerweile eingewechselte Laabs vergab nur Minuten später das 1:3 als er nach einer Engel-Flanke aus vollem Lauf knapp neben das Tor schoss.

Danach war dann Schluss und die Mannschaft feierte mit den Fans einen versöhnlichen Saisonabschluss.


Zahlen, Daten & Fakten


Hannover 96 II: Marco Pinkernelle – Jannis Pläschke, Patrick Schwarz, André Hoffmann (60. Philipp Rusteberg), Philipp Blume – Yannik Schulze, Can Tuna, Tim Dierßen (72. Nikola Serra), Cimo-Patric Röcker – Roman Prokoph, Kevin Krottke (39. Alexandros Panagiotidis)
Trainer: Sören Osterland

VfB Oldenburg: Sandro Dörner – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith – Marius Winkelmann, C. Mohamed Aidara – Florian Stütz, Tobias Ahrens (60. Marcel Gottschling), Thorsten Tönnies (88. Nils Laabs) – Alessandro Ficara (86. Dennis Engel)
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 0:1 Marius Winkelmann (71.); 1:1 Roman Prokoph (78.); 1:2 Thorsten Tönnies (88.)

Schiedsrichter/in: Eric Müller (FC Union 60) – Assistenten: Yannick Rath (OT Bremen), Allen Chen (TuS Komet-Arsten)
Zuschauer: 1600

Gelbe Karte: Yannik Schulze (3.), Can Tuna (3.), Roman Prokoph (3.) / Marcel Gottschling (3.)

21

02.06.2015, 02:48

Gutes Spiel!

Sehr gutes Spiel!

21

31.08.2015, 12:34

Das Spiel gegen Lübeck gestern war auch nicht von schlechten Eltern... :-)

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