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20.05.2014, 20:29

VfB Oldenburg: Saison 2014/2015

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Kristian Arambasic übernimmt Traineramt beim VfB Oldenburg

Der VfB Oldenburg hat einen neuen Trainer für die Regionalliga-Mannschaft gefunden. Kristian Arambasic wird die gute Arbeit von Alexander Nouri fortsetzen.

Der 36-jährige hat einen Vertrag über ein Jahr plus Option für eine weitere Spielzeit unterschrieben. „Wir sind hoch erfreut, dass es geklappt hat. Mit Kristian Arambasic haben wir einen Trainer gefunden, der hundertprozentig zum VfB Oldenburg paßt“, sagt VfB-Präsident Frank Willers.

Kristian Arambasic hat in den vergangenen Jahren sehr erfolgreich den Bremen-Ligisten SG Aumund-Vegesack trainiert. Zurzeit belegt er mit seiner Mannschaft den vierten Platz. Darüber hinaus führte er sie in der vergangenen Saison in den DFB-Pokal.

„Wir haben einen relativ großen Kreis an Kandidaten kennengelernt, viele Gespräche geführt und uns voller Überzeugung für Kristian Arambasic entschieden“, sagt Vorstand Jens Treskatis. Man sei davon überzeugt, mit dem 36-jährigen A-Lizenz-Inhaber einen Trainer für den VfB gewonnen zu haben, der sich voll mit dem Verein und seinen Möglichkeiten identifiziert.

„Ich verfolge den Weg des VfB Oldenburg natürlich schon länger. Alex Nouri und seine Mannschaft haben eine sehr starke Saison gespielt und wieder neue Begeisterung für den Fußball und diesen tollen Traditionsverein geweckt. Ich bin deshalb auch stolz, dass man mir zutraut, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen“, sagt Kristian Arambasic. Mehrfach hat er die Spiele der Blauen in den vergangenen Wochen beobachtet und ist vom Potenzial der Mannschaft überzeugt. „Wir müssen jetzt natürlich mal sehen, wie sich der Kader letztlich genau zusammensetzen wird. Einige Spieler werden den Verein verlassen, davon einige, die sich für höhere Aufgaben empfohlen haben. Dies spricht natürlich für die gute Arbeit des Trainers und des Vorstands.

Trotzdem werden wir versuchen, ein gutes Auge und ein glückliches Händchen bei den Neuzugängen zu haben, um die entstandenen Lücken zu kompensieren. Ich bin davon überzeugt, dass die Qualität des Kaders auch in der kommenden Saison wieder hoch sein wird.“

Ein Saisonziel wollen weder der Vorstand, noch der neue Trainer am Tabellenstand ausrichten. „Wir haben uns im vergangenen Jahr entschieden, hier ganz solide etwas aufzubauen. Das hängt nicht von Tabellenplätzen ab, vielmehr geht es darum, dass der VfB einen Fußball spielt, mit dem sich die Fans identifizieren können“, sagt Frank Willers.

Diesem Anspruch will auch der neue Trainer gerecht werden. „Ich habe natürlich eine bestimmte Art von Fußball im Kopf. Meine Mannschaft soll schon das Geschehen bestimmen, doch Alexander Nouri und sein Team hatten in der aktuellen Saison auch großen Erfolg aus einer kompakten Defensive mit einem sehr starken Umschaltspiel. Daher wollen wir in der kommenden Saison taktisch weiterhin flexibel agieren. Wichtig ist mir auch, das bereits vorhandene Wir-Gefühl im Verein und bei den großartigen VfB-Fans weiter zu stärken. Die Jungs und natürlich auch das Trainerteam müssen nach dem Spiel vom Platz gehen und sagen können, dass sie alles gegeben haben um erfolgreich zu sein. Beim VfB hat man ein sehr spannendes, interessantes Projekt begonnen. Das betrifft die Entwicklung der Mannschaft, aber auch die Jugendarbeit, die in meiner täglichen Arbeit einen immensen Stellenwert besitzt. Ich freue mich riesig darauf, Teil dieses Projekts zu werden.“

Der VfB Oldenburg hatte für die Trainersuche eigens eine Findungskommission eingerichtet, der neben den Vorständen Wilfried Barysch, Bernd Wülbers und Jens Treskatis auch weitere mit dem Verein verbundene Fußballexperten aus der Region angehörten.
Quelle: VfB Oldenburg

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03.11.2014, 08:06

VfB trennt sich von Arambasic - Uzelac übernimmt Nachfolge

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Der VfB Oldenburg hat Kristian Arambasic mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben als Cheftrainer entbunden. Die Nachfolge hat Predrag Uzelac übernommen. Der 48-jährige hat einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison erhalten.

„Die aktuelle sportliche Entwicklung hat in den vergangenen Tagen für intensive Diskussionen gesorgt, mit dem Ergebnis, die sportliche Verantwortung neu zu vergeben“, erklärt VfB-Präsident Wilfried Barysch. Nach der 1:2-Derbyniederlage gegen den BV Cloppenburg haben die Gremien, Vorstand und Aufsichtsrat, sich einstimmig für eine Neuausrichtung ausgesprochen.

„Wir können mit der sportlichen Situation, vor allem aber mit der Entwicklung, nicht zufrieden sein und erhoffen uns mit dieser Entscheidung, dass die Mannschaft zurück in die sportliche Erfolgsspur findet“, so Barysch weiter. Dem scheidenden Trainer wünscht er alles Gute für die Zukunft. „Wir haben immer ein gutes Verhältnis zueinander gehabt und auch jetzt ganz offen und fair miteinander gesprochen. Ich bin sicher, dass Kristian seinen Weg im Fußball machen wird.“

Kristian Arambasic zeigt sich von der Entscheidung zwar enttäuscht, geht aber ohne Groll. „Es ist sehr schade, denn ich war sehr gerne Trainer des VfB Oldenburg und nach wie vor der Meinung, dass wir sportlich unsere Ziele erreicht hätten. Von denen, etwa einem einstelligen Tabellenplatz, sind wir nicht weit weg. Leider haben wir gerade in den Heimspielen nicht die Leistung abgerufen, die wir auswärts häufig gezeigt haben. Dem Verein, seinen tollen Fans und meinem Nachfolger wünsche ich für die Zukunft viel Glück.“

Julian Lüttmann, der sportliche Leiter des VfB, nimmt die Mannschaft in die Pflicht. „Es gibt keine Alibis mehr, die Jungs sind jetzt gefragt, ganz klar. Für Kristian tut mir die Entscheidung wirklich sehr leid, aber letztlich geht es im Fußball immer um kurzfristige Erfolge. Aus diesem Grund hat der Verein sich zum Handeln entschlossen“, sagt er.

Dem neuen Trainer traut Lüttmann zu, dass er die Situation schnell in den Griff bekommt. „Predrag ist ein erfahrener Trainer. Er hat eine klare Linie, kennt die Mannschaft und die Liga sehr gut. Aus diesem Grund bin ich sicher, dass er die Situation in den Griff bekommen wird“, sagt der sportliche Leiter.

Der neue Trainer des VfB Oldenburg hat in der Regionalliga zuletzt den BSV Rehden trainiert. Zuvor war Uzelac höherklassig bei den Würzburger Kickers und beim SV Wilhelmshaven als Trainer in der Verantwortung. Der 48-jährige wurde bereits am Mittwochabend der Mannschaft vorgestellt. Als Co-Trainer stehen ihm Christian Thölking, Lasse Otremba und Christian Gropius zur Verfügung.
Quelle: VfB Oldenburg

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03.11.2014, 08:08

Uzelac beginnt erfolgreich - VfB erkämpft sich Sieg in Braunschweig

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Der VfB Oldenburg kann doch noch gewinnen. Nach zuletzt zwei Niederlagen siegten die Blauen bei der seit fünf Spielen ungeschlagenen Eintracht aus Braunschweig mit 3:1.

Dabei war an eine ordentliche Vorbereitung nicht wirklich zu denken. Am Mittwoch trennte sich der VfB von Trainer Kristian Arambasic und stellte als neuen Trainer Predrag Uzelac vor. Bereits am Mittwochabend übernahm Uzelac das Training. Die ersten Änderungen konnten die gut 75 mitgereisten Oldenburger bereits in Braunschweig beobachten.

Im Vergleich zum letzten Spiel stellte Uzelac die Mannschaften auf zwei Positionen um. Für Kevin Samide und Malte Grashoff rückten Nils Laabs und Paul Kosenkow in die Startelf. Während Kosenkow die rechte Außenbahn beackerte, rückte Nils Laabs neben Florian Stütz ins defensive Mittelfeld.

Die Gastgeber aus Braunschweig drückten den VfB zu Beginn der Partie den eigenen Strafraum. Die Oldenburger Defensive um Franko Uzelac und Karlis Plendiskis stand jedoch sicher und gewann die entscheidenden Zweikämpfe. Kam doch einmal ein Ball durch, stand mit Christian Gropius ein gut mitspielender Torwart parat.

Mit zunehmender Spieldauer ließ der Druck der Braunschweiger nach und der VfB schaltete einen Gang hoch. Mit langen Bällen suchte das VfB-Mittelfeld die schnellen Ficara und Kosenkow. Einzig die fehlende Genauigkeit verhinderte größere Torgefahr.

Die erste richtige Torchance hatte dann trotzdem der VfB. Nach 24 Minuten brachte Florian Stütz einen Eckball von der linken Seite hoch in den Strafraum. Am zweiten Pfosten hatte sich Braun von seinem Bewacher gelöst und zum Kopfball angesetzt. Die VfB-Bank setzt bereits zum leichten Torjubel an, doch Braun rutschte der Ball über die Stirn.
Vier Minuten später kam der VfB zu seiner nächsten Möglichkeit. Dieses Mal landete ein abgewehrter Eckball beim an der Strafraumgrenze lauernden Kosenkow. Dieser fackelte nicht lang und zog volley ab. Marcel Engelhardt im Tor der Braunschweiger war aber auf dem Posten und schnappte sich das Spielgerät.

Braunschweig machte es dem VfB nicht leicht und ging durchaus rustikal in die Zweikämpfe. So sollte erneut eine Standardsituation zur nächsten Chance führen. Stütz brachte einen Freistoß vom Mittelkreis hoch in den Braunschweiger Strafraum. Der Ball wurde immer länger und senkte sich dann kurz vor dem Tor gefährlich. Engelhardt war aber hellwach und bekam noch eine Hand an den Ball.
Nach 36 Minuten zeigten die Braunschweiger, dass auch sie jederzeit für ein Tor gut sind. Nach einer schnellen Kombination über die linke Seite brachten die Braunschweiger den Ball flach in die Mitte. Aus elf Metern kam Hartwig frei zum Schuss. Gropius tauchte blitzschnell ab und begrub den Ball unter sich.

Nach dieser Schrecksekunde schaltete der VfB aber sofort wieder in den Vorwärtsgang. Eine Ecke von Stütz flog eigentlich zu weit, doch Laabs setzte nach und erkämpfte sich den Ball. Im Strafraum legte er dann auf Uzelac ab, der aus der Drehung auf die kurze Ecke schoss. Engelhardt tauchte ab, konnte den Einschlag aber nicht mehr verhindern (39. Minute). Mit dem 0:1 ging es auch die Pause.

Die Gastgeber reagierten und brachten zur zweiten Halbzeit gleich zwei neue Kräfte. Predrag Uzelac vertraute weiterhin seinem Personal und ließ die Mannschaft unverändert. Braunschweig kam mit viel Schwung aus der Kabine. In der 49. Minute musste Gropius sich ganz lang machen, um einen Fernschuss der Braunschweiger zu entschärfen. Beim abschließenden Eckball konnte dann aber auch Gropius nichts machen. Der Ball flog auf die linke Ecke, doch Ficara stand goldrichtig und bolzte den Ball von der Torlinie (50.).

Der VfB versuchte sich zu befreien, kam in dieser Phase aber kaum aus der eigenen Hälfte heraus. So war es nicht verwunderlich, dass die Braunschweiger zum verdienten Ausgleich kamen. Braun verlor auf der linken Seite den entscheidenden Zweikampf. Ein scharfer Pass in die Mitte und der eingewechselte Hyseni netzte unhaltbar ein.

Ein Nackenschlag, der erst einmal verdaut werden musste. Braunschweig drückte direkt auf das nächste Tor. Gropius verhinderte schlimmeres. Der VfB musste kräftig dagegenhalten. Florian Stütz hielt dabei etwas zu stark dagegen und wurde vom gut leitenden Schiedsrichter Höhns mit der gelben Karte verwarnt. Eine Karte mit Folgen. Durch die fünfte Gelbe Karte wird er gegen seinen alten Verein, den BSV Rehden auf der Tribüne platznehmen dürfen.

Uzelac reagierte, brachte Samide für Kosenkow. Ein Wechsel mit Wirkung. Samide wirbelte direkt los und passte auf Canizales. Dieser setzte sich gut gegen seinen Gegenspieler durch und passte dann flach in die Mitte. Einen Mitspieler fand er nicht, dafür allerdings das Bein von Umed Zandi. Der Braunschweiger lenkte den Ball unhaltbar ins eigene Tor (66‘).

Der Jubel war noch nicht ganz verklungen, da jubelten die Oldenburger erneut. Nach einem halbhohen Freistoß von Stütz verlängerte Merkel den Ball mit der Hacke unhaltbar ins Tor (68‘).
Braunschweig erhöhte direkt wieder den Druck und wollte die zwei Tore aufholen. Die VfB-Abwehr stand aber sicher und ließ kaum eine Chance zu. Nach Ballgewinnen schaltete der VfB dann schnell um und versuchte die sich nun bietenden Räume zu nutzen. Ein weiteres Tor blieb dem VfB aber verwehrt. Die Konter wurde zu ungenau zu Ende gespielt.

Nach 94 Minuten beendet Schiedsrichter Höhns die Partie und der VfB durfte nach einer kämpferisch guten Leistung zu Recht jubeln.
Stimmen zum Spiel

Predrag Uzelac: „Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden. Braunschweig war ein schwerer Gegner und auf diesem engen Platz ist es nicht einfach zu spielen. Kämpferisch hat meine Mannschaft alles gegeben. Das war wirklich gut. Über das Spielerische brauchen wir zurzeit nicht reden. Wichtig sind die Punkte.“

Julian Lüttmann: „Wichtig waren heute die drei Punkte. Es geht zurzeit darum, mit einfachen Mitteln die notwendigen Punkte einzufahren. Das haben wir heute getan, in dem wir von der ersten Minute an gekämpft haben. Wir arbeiten jetzt konzentriert weiter und wollen auch im Heimspiel etwas holen.“
Zahlen, Daten & Fakten

Eintracht Braunschweig II: Marcel Engelhardt – Maximilian Sauer, Umed Zandi, Dennis Slamar, Nils Göwecke – Sven Hartwig (74. Jenni Marquardt), Taskin Ilter (46. Haris Huseni) – Felix Drinkuth (46. Brian Behrens), Björn Kluft, Gerrit Holtmann – Marcel Bär
Trainer: Henning Bürger

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith (86. Daniel Block) – Nils Laabs, Florian Stütz – Paul Kosenkow (64. Kevin Samide), C. Mohamed Aidara, Alessandro Ficara (75. Marcel Gottschling) – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 0:1 Franko Uzelac (39.); 1:1 Haris Huseni (59.); 1:2 Umed Zandi (Eigentor, 65.); 1:3 Pierre Merkel (67.)

Schiedsrichter/in: Adrian Höhns (TuS Dassendorf) – Assistenten: Björn Krüger (SV Börnsen), Paul Jennerjahn (TSC Wellingsbüttel)
Zuschauer: 321
Gelbe Karte: Maximilian Sauer (6.), Brian Behrens / Florian Stütz (5., gesperrt), Maycoll Canizales-Smith, Karlis Plendiskis

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09.11.2014, 19:36

Uzelacs Heimdebüt erfolgreich - VfB feiert 3:1-Sieg

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Das war mal ein Einstand nach Maß für Predrag Uzelac. Im ersten Heimspiel unter seiner Regie besiegte der VfB Oldenburg dem BSV Rehden mit 3:1. Der neue Trainer hat aber nicht nur drei Punkte gewonnen, sondern fraglos auch die Erkenntnis, dass auf ihn noch viel Arbeit wartet.

Im Vergleich zum 3:1-Sieg bei der U23 von Eintracht Braunschweig hatte der Trainer seine Mannschaft nur auf einer Position verändert. Für den gesperrten Florian Stütz (5. gelbe Karte) rückte Kevin Samide in die Anfangsformation. Er orientierte sich auf den linken Flügel, das zentrale Mittelfeld bildeten Mo Aidara und Nils Laabs.

Vor 1.352 Zuschauern legten die Blauen einen furiosen Start hin. Zwar gehörte den Gäste die erste Szene, als der bärenstarke Mattia Trianni den Ball aus der Distanz über das Oldenburger Gehäuse schickte, dann allerdings durften die Zuschauer auch schon jubeln. Aidara hatte den Ball passgenau ins Zentrum gespielt. Paul Kosenkow war auf dem Weg zum Tor, wurde von Jefrey Obst aber rustikal und nicht regelkonform gestoppt. Die Folge: Für Obst war das Spiel zuende, denn der sehr gute Schiedsrichter Marcel Hass schickte den Verteidiger direkt mit der roten Karte vom Platz (12. Minute).
Den fälligen Freistoss aus gut 17 Metern schnappte sich Alessandro Ficara und all jene, die schon beim Spiel gegen den BV Cloppenburg im Stadion waren, ahnten, was kommen würde. Der filigrane Techniker zirkelte den Ball gekonnt mit dem linken Fuß ins rechte Eck und drehte anschließend zum gemeinsamen Torjubel mit Predrag Uzelac ab!

Nur zwei Minuten später hieß es 2:0. Diesmal war Christopher Braun auf Höhe der Eckfahne von den Beinen geholt worden. Ficara brachte den Ball mit viel Effet vor das Tor, Braun schraubte sich hoch in die Luft und nickte mit dem Kopf zum 2:0 ein.

In diesen Minuten hatte es den Anschein, als würden sich die Oldenburger regelrecht in einen Rausch spielen, doch weit gefehlt. Das Gegenteil war der Fall. Rehdens Bester, Trianni, traf aus gut 20 Metern mit einem Freistoss zum 1:2 (17.) und fortan war es um die Oldenburger Herrlichkeit geschehen. Fortan gaben die Gäste, trotz Unterzahl, klar den Ton an.
Rehden drückte und der VfB konterte. Der bärenstarke Ficara hätte das Spiel gegen seinen alten Verein bereits in der ersten Halbzeit alleine entscheiden können. Gleich zweimal scheiterte er allerdings aus aussichtsreicher Position an Torhüter Celio Rocha (21. Und 25. Minute).

Auf der anderen Seite zeigte Christian Gropius, dass er ebenfalls ein richtig starker Torhüter ist, als er gegen Tianni den Ausgleich verhinderte (28.). Auch bei einem Kopfball von Kifuta Kiala Makangu war der Oldenburger Torwart auf dem Posten (35.) und kurz vor der Pause rettete der ebenfalls gute Franko Uzelac gegen Kifuta.

„Trainer, wir stehen zu weit hinten“, befand Pierre Merkel und lag mit dieser Kritik unmittelbar vor dem Pausenpfiff durchaus richtig. Auch Julian Lüttmann, der sportliche Leiter des VfB, haderte mit dem Spiel der Blauen. „Wir sind zwar gefährlich mit Kontern, aber wir bekommen keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Das muss besser werden“, analysierte er in der Halbzeitpause.
Etwas besser wurde es auch, wenngleich zu keiner Zeit zu erkennen war, dass die Oldenburger mit einem Spieler mehr am Ball waren. Die Gäste kämpften durchaus gefällig, waren auch spielerisch ordentlich dabei, offenbarten aber eklatante Schwächen im Abschluss.

Der VfB lauerte auf seinen entscheidenden Konter, wollte offensiv aber kein großes Risiko gehen, zumal Uzelac umstellen musste. Aufgrund von muskulären Problemen musste Karlis Plendiskis das Feld räumen. Für ihn kam Tobias Ahrens ins Spiel, der fortan links verteidigte, weil Miguel Canizales nach innen rückte (53.).

Ahrens sorgte dann auch für eine denkwürdige Szene. Nach einer guten Stunde schickte er Alessandro Ficara mit einem langen Pass auf die Reise. Celio Rocha stürmte aus seinem Tor heraus, war auch vor dem Oldenburger am Ball. Schiedsrichter Hass war indes der Meinung, der Torhüter habe den Ball mit der Hand gespielt und weil das außerhalb des Strafraums der Fall war, zeigte er Rocha die rote Karte. Auf der zuvor schon dauerhaft hadernden Rehdener Bank gab es kein Halten mehr. Trainer Daniel Gunkel protestierte lautstark und auch auf dem Platz tummelten sich die Rehdener Kicker um Schiedsrichter Hass. Die Situation sollte sich allerdings schnell klären, denn Alessandro Ficara erklärte Hass, dass der Rehdener Torhüter den Ball regelkonform gespielt habe und der Schiedsrichter nahm die rote Karte zurück.

Als endlich wieder gespielt wurde, stockte den Oldenburgern der Atem. Nach einer Flanke von der linken Seite hatte Viktor Pekrull das ganze Tor frei vor sich, schoß aber über die Latte (70.). Das sollte sich rächen, denn praktisch im Gegenzug sorgte Pierre Merkel für die Entscheidung. Nach einem Freistoss von Kevin Samide traf der Torjäger mit dem Kopf zum 3:1. Ficara hätte kurz danach noch erhöhen können, doch ihm fehlt offenbar das Vertrauen in seinen rechten Fuß und deshalb zögerte er zu lange. An seinem tollen Auftritt änderte das jedoch nichts. Am Ende siegte der VfB glücklich, aber aufgrund der klareren Möglichkeiten verdient und durfte mit den Fans feiern.
Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis (53. Tobias Ahrens), Maycoll Canizales-Smith – Nils Laabs, C. Mohamed Aidara – Paul Kosenkow (89. Shaun Minns), Alessandro Ficara (85. Marcel Gottschling), Kevin Samide – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

BSV Rehden: Celio Rocha – Jeffrey Obst, Michael Wessel, Marius Winkelmann, Youness Buduar (76. Taiki Hirooka) – Mattia Trianni, Jeff Gyasi, Matthias Tietz (46. Kevin Artmann) – Omar El-Zein, Christian Pauli (35. Viktor Pekrul), Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Daniel Gunkel

Tore: 1:0 Alessandro Ficara (13.); 2:0 Christopher Braun (15.); 2:1 Mattia Trianni (19.); 3:1 Pierre Merkel (72.)
Schiedsrichter/in: Marcel Hass (TuS Osdorf) – Assistenten: Philip Roedig (Altona 93), Kevin Rosin (SV Lieth)
Zuschauer: 1375

Gelbe Karte: C. Mohamed Aidara (2.), Alessandro Ficara, Kevin Samide (2.) / Christian Pauli (2.), Marius Winkelmann (6.)
Rote Karte: – / Jeffrey Obst (12., Notbremse)

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17.11.2014, 10:12

Klare Niederlage - VfB verliert 2:4

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Die kurze Siegesserie des VfB Oldenburg ist gerissen. Die Blauen unterlagen bei der U23 des FC St. Pauli mit 2:4. Eine gute Nachricht gab es dennoch. Moritz Steidten feierte nach seinem Syndesmosebandriss ein überraschend frühes Comeback.

„Eine gute Leistung haben heute nur unsere Fans gezeigt“, ärgerte sich Trainer Prerag Uzelac nach dem Schlusspfiff. Der 48-jährige war nach der dürftigen Vorstellung seiner Mannschaft sichtlich „angefressen“. Grund für die schlechte Laune des Trainers war die erste halbe Stunde des Spiels. Die Oldenburger fanden überhaupt keine Zugriff und lagen früh mit 0:2 zurück. Der bärenstarke Nico Empen düpierte die Blauen ein ums andere Mal und traf bereits nach neun Minuten zum 1:0. Der Frust darüber war bei den Gäste noch nicht verraucht, da lag der Ball schon wieder im Tor von Christian Gropius. Erneut war Empen nicht nur körperlich, sondern auch gedanklich zu schnell für die Gäste und erhöhte auf 2:0 (21.).

Der VfB stand sehr tief und konnte sich anfänglich überhaupt nicht vom Druck der Gastgeber befreien. Christian Gropius hatte alle Hände voll zu tun, um seine Mannschaft vor einem noch höheren Rückstand zu bewahren. Torjäger Pierre Merkel hätte dem Spiel dennoch schon vor dem Seitentausch eine Wende geben können. Paul Kosenkow hatte sich auf der rechten Seite filigran durch die Abwehr getanzt und gleich vier Gegenspieler stehen lassen. Statt selbst aufs Tor zu schießen, hatte er ein gutes Auge für den freien Merkel, der allerdings aus gut sechs Metern das Spielgerät über das Tor schaufelte. Predrag Uzelac konnte es kaum fassen und ließ seinem Frust mit einem wuchtigen Tritt gegen eine Bande freien Lauf.

Immerhin, die Oldenburger waren jetzt besser im Spiel und drängten ihrerseits auf den Anschluss. Allerdings hatten sie Pech. Alessandro Ficara traf in der 44. Minute nur die Latte.
Die Halbzeitpause sollte dann ungewöhnlich lange dauern. Ein Schiedsrichter-Assistent hatte sich verletzt und konnte sein Tun nicht fortsetzen. Mehrfach wurde vom Stadionsprecher deshalb im Publikum nach einem Ersatz gefahndet. Mit Erfolg, ein Zuschauer erklärte sich bereit, den Job an der Seitenlinie zu übernehmen. Zuvor hatte sich die Schiedsrichterbeobachterin beim Verband erkundigt, ob das regelkonform ist.

Predrag Uzelac indes reagierte auf den Spielverlauf mit einem Wechsel. Kevin Samide kam für Christopher Braun. Aus der Vierer- wurde eine Dreierkette. Samide rückte ins Mittelfeld. Der Erfolg dieser Maßnahme verpuffte allerdings schnell, denn kurz nach dem Wiederanpfiff traf Kwasi Okyere Wriedt zum 3:0. Nach einem langen Pass zielte er von der Strafraumgrenze aus ins lange Eck (51.).
Der VfB-Trainer glaubte dennoch, dass zumindest ein Teilerfolg möglich wäre und wechselte erneut. Tobias Ahrens kam für Paul Kosenkow und tatsächlich sollte sich das schnell auszahlen. Ahrens sorgte für einigen Wirbel. Fast schon folgerichtig kam der VfB tatsächlich zurück ins Spiel. Pierre Merkel markierte mit dem 1:3 den Anschluss (60.). „Weiter, weiter“, schallte es von der Oldenburger Bank aufs Spielfeld und tatsächlich drängten die Blauen jetzt auf das 2:3.

Das nächste Tor allerdings fiel auf der anderen Seite. Nachdem Laabs und Ahrens vorbei gezielt hatten, traf Tjorben Uphoff zum 4:1. Mo Aidara hatte seinen Gegenspieler im Mittelfeld zu Fall gebracht. Aus dem daraus resultierenden Freistoss landete der Ball bei Uphoff, der sich die Gelegenheit nicht nehmen ließ. Allerdings ging der Szene eine klare Abseitsstellung voraus.

Es spricht für die Oldenburger, dass sie auch jetzt noch nicht aufsteckten. Einmal mehr allerdings hatten sie Pech. Pierre Merkel traf mit einem Kopfball nur die Latte und mit dem Nachschuss scheiterte Alessandro Ficara an Torhüter Robin Himmelmann (83.). In der Schlussminute machte Ficara es besser und erzielte zumindest noch das 2:4. Zufrieden waren die Gäste damit natürlich nicht.

„Wir haben die ersten 30 Minuten einfach nicht stattgefunden. Da kann ich mich über mein Comeback gar nicht freuen. Lieber hätte ich noch eine Woche zugeschaut und wir hätten gewonnen“, erklärte Moritz Steidten nach dem Abpfiff sichtlich frustriert.

FC St. Pauli II: Robin Himmelmann – Laurens Rogowski, Tjorben Uphoff, Benjamin Nadjem, Angelo Langer – Sebastian Jakubiak, Yannick Deichmann, Kwasi Okyere Wriedt (70. Dennis Bergmann), Mustafa Zazai (84. Timo Stegmann) – Erdogan Pini (76. Finn Tiedemann), Nico Empen
Trainer: Remigius Elert

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun (46. Kevin Samide), Franko Uzelac, Moritz Steidten, Maycoll Canizales-Smith – Florian Stütz, C. Mohamed Aidara – Paul Kosenkow (54. Tobias Ahrens), Nils Laabs (75. Serhan Zengin), Alessandro Ficara – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 1:0 Nico Empen (9.); 2:0 Nico Empen (21.); 3:0 Kwasi Okyere Wriedt (52.); 3:1 Pierre Merkel (60.); 4:1 Tjorben Uphoff (73.); 4:2 Alessandro Ficara (83.)

Schiedsrichter/in: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) – Assistenten: Marcel Weinert (TuS Wettbergen), Benjamin Lindner (SV Altencelle)
Zuschauer: 252

Gelbe Karte: Yannick Deichmann (3.), Angelo Langer (3.) / Nils Laabs (2.), C. Mohamed Aidara (3.)

Besondere Vorkommnisse: Die zweite Halbzeit konnte erst mit 25minütiger Verspätung angepfiffen werde, weil sich ein Schiedsrichterassistent kurz vor Ende der ersten Halbzeit bei einem Sturz verletzt hatte und ein Ersatz gefunden werden musste.

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24.11.2014, 07:46

Keine Tore am Marschweg - VfB trennt sich von Neumünster 0:0

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Der VfR Neumünster ist ganz sicher nicht der Lieblingsgegner und daran hat sich an diesem tristen November-Sonntag auch nichts geändert. 1.055 Zuschauer waren mit der Hoffnung ins Marschwegstadion gekommen, Predrag Uzelac würde im vierten Spiel unter seiner Regie den dritten Sieg feiern dürfen. Doch am Ende eines zerfahrenen Spiels hieß es 0:0.

Weil die Grippewelle seinem Kader in dieser Woche enorm zugesetzt hatte, musste der Oldenburger Trainer sein Ensemble komplett umstellen. Nils Laabs und Florian Stütz konnte gar nicht spielen, Paul Kosenkow war zumindest soweit wieder fit, dass er auf der Bank Platz nehmen konnte. Erstmalig durfte Tobias Ahrens von Beginn an auflaufen. Er orientierte sich auf die linke Seite, Alessandro Ficara spielte rechts. Im zentralen Mittelfeld sollten Moritz Steidten, am Ende bester Oldenburger, und Marcel Gottschling für Stabilität sorgen.

Den ersten intensiven Zweikampf der Partie lieferten sich dann aber nicht die Protagonisten in kurzen Hosen, sondern die Trainer. Nach einem Foul an Ficara hatte sich Predrag Uzelac berechtigt beschwert und wurde dafür von Gäste-Trainer Uwe Erkenbrecher verbal angegangen. Dass der dabei im Ton deutlich danebenlag, sei an dieser Stelle nur am Rande erwähnt.

Ruppig wurde es indes auch auf dem Spielfeld ab und an, wenngleich das Tun nie wirklich unfair war. Dem VfB war anzumerken, dass er in dieser Formation noch nicht zusammengespielt hatte. Die Gäste, ohnehin bekannt auswärtsstark, spürten die Oldenburger Verunsicherung und hatten optische Vorteile. Die erste Chance allerdings hatte der VfB. Nach einer Flanke von Ficara kam Pierre Merkel aber nicht richtig hinter den Ball, so dass sein Kopfball das Ziel verfehlte (9.).

Die nächsten Möglichkeiten durften dann für Neumünster notiert werden. Christopher Kramer zielte nach einem Abspielfehler des VfB aber daneben (15.) und Reio Laabus zielte nach einer Flanke von Ermir Jekjiri über das Tor (24.). Zwei Minuten später verschätzte sich Christopher Braun bei einem langen Pass, doch Franko Uzelac konnte den Schuss von Zekjiri gerade noch abblocken.

Die beste Möglichkeit der ersten Halbzeit hatten dann allerdings die Oldenburger. Nach einem Fehler der Gäste-Abwehr reagierte Merkel gedankenschnell und legte den Ball für Ahrens auf. Der junge Oldenburger konnte sich aus gut neun Metern die Ecke aussuchen, scheiterte mit seinem Schuss jedoch am toll reagierenden Torhüter Ole Springer (30.). Auch das zweite Duell, nach einem strammen Fernschuss von Ahrens, konnte Springer für sich entscheiden (44.).
Nach dem Wechsel wurden die Oldenburger stärker. Predrag Uzelac war das torlose Unentschieden zu wenig und er reagierte. Nach gut einer Stunde kam Paul Kosenkow für Marcel Gottschling. Mo Aidara spielte jetzt defensiver, Ficara rückte nach innen, Kosenkow nach rechts.

Der VfB spielte jetzt weniger lange Bälle, sondern wollte über die Außen in den Rücken der Abwehr kommen und das hätte auch fast funktioniert, doch Ficara hatte mit seinem Schuss Pech, er traf nur die Latte (66.).

Eine Viertelstunde vor Schluss brachte Uzelac noch Kevin Samide für den abgekämpften Ahrens, doch zu weiteren guten Chancen kamen die Oldenburger nicht mehr. Die Gäste ihrerseits hätten fast noch für den K.O. gesorgt. Sekunden vor Schluss hatten sie bei einem Konter eine drei zu eins Überzahl, doch Mo Aidara klärte die Situation.


Stimmen zum Spiel


Uwe Erkenbrecher: Das war eine hart umkämpfte Partie. Wir waren phasenweise besser, hatten aber kaum Chancen. Andererseits haben wir auch wenig zugelassen. In der ersten Halbzeit konnten wir uns bei unserem Torwart bedanken. Wir haben sehr kompakt gestanden, das hat mir gefallen. Ob wir Oldenburg in der Tabelle unten wiedersehen, wage ich zu bezweifeln. Ich wünsche dem VfB alles Gute für die Zukunft.

Predrag Uzelac: Wir haben in der ersten Halbzeit gut begonnen, aber auch viele unnötige Fehler gemacht. Die Wechsel und Umstellungen will ich nicht gelten lassen, zumal Moritz Steidten das auf der Sechs gut gemacht hat. In der zweiten Halbzeit haben wir noch mehr investiert, aber insgesamt auch aus den Standards zu wenig gemacht.


Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith, Moritz Steidten, Marcel Gottschling (66. Paul Kosenkow), Tobias Ahrens (76. Kevin Samide), C. Mohamed Aidara, Alessandro Ficara, Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

VfR Neumünster: Ole Springer – Nils Winter, Bodo Bönigk, Ljubisa Gavric, Gentian Durak, Kevin Pino Tellez, Reio Laabus (90+2. Patrick Nagel), Siim Tenno, Ermir Zekiri (71. Kevin Ingreso), Christopher Kramer, Michél Harrer (87. Abdel Abou Khalil)
Trainer: Uwe Erkenbrecher

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter/in: André Schönheit (Treubund Lüneburg) – Assistenten: Michel Haupt (TuSG Ritterhude), Sebastian Trenkner (SC Vierhöfen)
Zuschauer: 1055

Gelbe Karte: Christopher Braun (5., gesperrt) / Bodo Bönigk (6.)

Quelle: VfB Oldenburg

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30.11.2014, 19:49

VfB feiert 2:1-Auswärtssieg - Die Blauen gewinnen beim HSV

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Der VfB Oldenburg hat im letzten Auswärtsspiel diesen Jahres nochmal ein ganz dickes Ausrufezeichen gesetzt. Mit einer ebenso leidenschaftlichen, wie taktisch überzeugenden Leistung haben die Blauen bei der U23 des Hamburger SV gewonnen. Marcel Gottschling und Pierre Merkel erzielten die Tore zu einem verdienten Sieg.

Trainer Predrag Uzelac hatte seine Mannschaft bereits im Vorfeld darauf eingeschworen, jede Bescheidenheit abzulegen. “Ich will hier unbedingt gewinnen. Das ist auch drin”, erklärte er vor dem Anpfiff. Für den gesperrten Christopher Braun hatte er Florian Stütz als rechten Verteidiger nominiert. Außerdem kam Paul Kosenkow an Stelle von Tobias Ahrens in die Startelf.

Auf Seiten der Gastgeber fehlten zwar drei Akteure, die Cheftrainer Joe Zinnbauer für das Bundesliga-Spiel in Augsburg nominiert hatte und auch die gesperrten Arslan und Steinmann mussten ersetzt werden, dennoch hatten die Rothosen ein starkes Ensemble beisammen. Dazu zählte mit Slobodan Rajkovic sogar ein Akteur mit viel internationaler Erfahrung.

Den besseren Start in die Partie erwischen allerdings die Oldenburger. Der VfB agierte von Anfang an sehr konzentriert und bissig. “Wir müssen die Zweikämpfe gewinnen”, hatte Predrag Uzelac gefordert und seine Mannschaft erfüllte diese Aufgabe mit Bravour. Die Oldenburger waren gute dreißig Minuten tonangebend, allein nachhaltige Torchancen waren Mangelware. Erst kurz vor der Pause hatte Pierre Merkel das 0:1 auf dem Fuß, verfehlte das Tor aber knapp.

Nach dem Wechsel wurde es nicht nur ruppiger, fortan hatten auch die beiden Torhüter alle Hände voll zu tun. Es waren die Gäste, die angetrieben von ihren Fans viel Gefahr entwickelten und verdient in Führung gingen. Marcel Gottschling schaltete den Turbo ein, stürmte in den Strafraum und schlenzte den Ball mit links ins rechte Eck (57. Minute).

Der HSV schüttelte den Schock über den Rückstand allerdings schnell ab und nutzte die Oldenburger Lust auf einen zweiten Treffer gnadenlos aus. Nach einem Ballverlust im Vorwärtsgang spielten die Gastgeber einen schnellen Konter über Brüning und Müller, den schließlich Masek mit einem Schuss ins untere rechte Eck zum 1:1 vollendete (62.).

“Das darf uns auswärts eigentlich nicht passieren. Wir wurden klassisch ausgekontert, aber die Jungs haben dann gut reagiert”, hielt sich der Ärger bei Predrag Uzelac in Grenzen.

Aus gutem Grund, denn die Oldenburger zeigten in dieser kurzen Drangphase des HSV durchaus Nehmerqualitäten und sie wollten mehr. Uzelac reagierte und brachte erst Nils Laabs für Marcel Gottschling (73.). Der Routinier sollte im Mittelfeld für Stabilität sorgen und vor allem auch in der Luft abräumen. Als der VfB wieder mehr vom Spiel hatte, musste der Trainer erneut personell reagieren. Karlis Plendiskis konnte aufgrund von Oberschenkelproblemen nicht weiterspielen. An seiner Stelle rückte Maycoll Canizales-Smith nach innen und Tobias Ahrens kam als linker Verteidiger ins Spiel.

Außerdem brachte der Trainer später noch Kevin Samide für Paul Kosenkow, um so noch mal Druck über die rechte Außenbahn zu machen. Ein Kniff, der sich auszahlen sollte. Nach einer Ecke brachte Samide den Ball perfekt vor das Tor und Pierre Merkel traf zum 1:2 (85.). Kurz darauf war das Spiel für Nico Charrier nach einer gelb-roten Karte beendet. In Überzahl hatte der VfB kurz vor Schluss durch Merkel sogar noch die Chance zum dritten Tor.

Stimmen zum Spiel

Predrag Uzelac:
“Ich war davon überzeugt, dass wir hier gewinnen können, wenn wir gut in die Zweikämpfe kommen. Das hat die Mannschaft gut umgesetzt. Den Ausgleich dürfen wir so nie bekommen, aber anschließend hat die Mannschaft gut reagiert. Der Sieg ist nicht unverdient, weil wir in den entscheidenden Momenten gut dagegen gehalten haben. Leider hat sich Karlis Plendiskis am Oberschenkel verletzt und ich fürchte, dass er ausfallen wird.”

Julian Lüttmann: “Im Gegensatz zum Spiel bei St. Pauli haben wir heute die Zweikämpfe angenommen. Die erste halbe Stunde war sehr gut. Wir haben hohe Laufbereitschaft gezeigt und so drei ganz wichtige Punkte geholt.”
Zahlen, Daten & Fakten

Hamburger SV II:
Johannes Kreidl – Dominik Jordan, Gideon Jung, Slobodan Rajkovic, Francis Adomah – Christian Derflinger (80. Said Benkarit), Philipp Müller, Sven Mende, Dominik Masek – Nils Brüning, Nico Charrier
Trainer: Daniel Petrowsky

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Florian Stütz, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis (77. Tobias Ahrens), Maycoll Canizales-Smith – C. Mohamed Aidara, Marcel Gottschling (73. Nils Laabs) – Paul Kosenkow (80. Kevin Samide), Alessandro Ficara, Moritz Steidten – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 0:1 Marcel Gottschling (57.); 1:1 Dominik Masek (72.); 1:2 Pierre Merkel (85.)

Schiedsrichter/in: Lukas Benen (Vorwärts Nordhorn) – Assistenten: Dirk Schröer (SV Adler Messingen), Daniel Fleddermann (VfL Weiße Elf Nordhorn)
Zuschauer: 310

Gelbe Karte: Francis Adomah (2.), Dominik Masek (4.) / Moritz Steidten (3.)
Gelb/Rote Karte: Nico Charrier (90.) / –

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08.12.2014, 12:27

VfB verliert Derby 1:2 - Laabs verletzt raus

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Der VfB Oldenburg hat sich mit einer Niederlage in die Winterpause verabschiedet. Vor 1.799 Zuschauern unterlagen die Blauen dem SV Meppen unglücklich mit 1:2. Zu allem Überfluss hat sich Nils Laabs verletzt und musste mit Verdacht auf einen Außenbandriss im Knöchel ausgewechselt werden.

Predrag Uzelac hatte auf den verletzungsbedingten Ausfall von Karlis Plendiskis mit einer interessanten Variante reagiert. An Stelle des Letten spielte Florian Stütz neben Franko Uzelac in der Innenverteidigung. Moritz Steidten agierte im zentralen Mittelfeld.

Bei widrigen Witterungsbedingungen entwickelte sich von Beginn an ein sehr rustikales Spiel. Vor allem die Gäste nutzten es aus, dass Schiedsrichter Viatcheslav Paltchikov auf hartes Einsteigen anfänglich sehr zurückhaltend reagierte. Dazu aber später mehr.

Die erste Chance des Spiels hatte der VfB bereits in der ersten Minute. Nach einem lange Ball kam Franko Uzelac nur einen knappen Schritt zu spät. Die Gäste zeigten sich davon unbeeindruckt und spielten durchaus gefällig nach vorn. Vor allem Diego Rodriguez-Diaz sorgte für viel Unruhe in der Oldenburger Hintermannschaft. Fast schon zwangsläufig sorgte der Angreifer nach elf Minuten auch für die Führung. Nach einer Ecke steht er vollkommen frei und trifft mit einem präzisen Schuss ins lange Eck, unhaltbar für VfB-Torhüter Christian Gropius.

Der nächste Aufreger sollte keine Minute später folgen. Jens Robben streckte Oldenburgs Marcel Gottschling im Mittelfeld rüde nieder und setzte dann auch noch verbal nach. Die Folge: Es kam auf Höhe der Mittellinie zum großen Stelldichein und einigem Körperkontakt. Das schwache Schiedsrichtergespann hatte dabei keinen Überblick, denn es wurde nicht etwa der Übeltäter bestraft. Vielmehr zeigte Paltchikov Miguel Canizales und Johan-Gerard Wigger den gelben Karton.

Die Gäste blieben in der Folge optisch überlegen und drängten auf das schnelle 2:0. Doch Martin Wagner zielte zu hoch (17. Minute) und Rodriguez-Diaz brachte das Kunststück fertig, den Ball freistehend in die Arme von Gropius zu schaufeln (19.). Auf der anderen Seite zielte Alessandro Ficara nach einer Flanke von Pierre Merkel ganz knapp daneben (20.).

Vier Minuten später lag der Ball dann erneut im Tor. Max Kremer nutzte ein Missverständnis zwischen Uzelac und Stütz, umkurvte auch noch Gropius und traf zum 0:2 (24.). Der Schock auf Seiten der Oldenburger hielt sich in Grenzen, denn unmittelbar danach lag der Ball erneut im Tor, dem des SV Meppen. Eine Flanke von Christopher Braun hatte Paul Kosenkow mit dem Kopf zum 1:2 genutzt (25.). Der VfB-Trainer reagierte derweil auf die Unsicherheiten in seiner Hintermannschaft. Für Stütz brachte er jetzt mit Nils Laabs einen Offensivspieler. Steidten orientierte sich nach hinten.

Am ruppigen Spielverlauf änderte sich wenig. Der bereits mit Gelb verwarnte Wigger trat Ficara von hinten auf den Schlappen, wurde aber nicht mit dem zwingend notwendigen Platzverweis bestraft. Der VfB allerdings nahm den Kampf an und hätte vor der Pause noch ausgleichen können. Ein Kopfball von Pierre Merkel landete aber in den Armen von Torhüter Benjamin Gommert (45.). Nur wenigen Sekunden später brachte Merkel den Ball gefährlich vor das Tor, doch Laabs verpaßte knapp.

Die Oldenburger kamen mit einer ordentlichen Portion Wut im Bauch aus der Kabine und drängten auf den Ausgleich. Uzelac allerdings scheiterte mit einem Kopfball an Gommert (55.). Die Oldenburger drückten weiter und kamen nur drei Minuten später zur nächsten dicken Chance. Ficara hatte perfekt für Merkel aufgelegt, doch dessen Schuss aus vollem Lauf rauschte weit über das Tor.
Das weiterhin sehr ruppige Spiel hatte seinen Hauptdarsteller derweil in Jens Robben, der allerdings so clever agierte, dass er erst nach einer Stunde mit der gelben Karte verwarnt wurde. SVM-Trainer Christian Neidhart reagierte und holte den Routinier, der kurz vor einem Platzverweis stand, vom Rasen.

Der VfB drängte weiter, jetzt mit Kevin Samide an Stelle von Kosenkow, doch Zählbares wollte einfach nicht herausspringen. Schlimmer noch. Ohne Einwirkung des Gegners rutschte Nils Laabs derart unglücklich aus, dass er mit Verdacht auf einen Außenbandriss gegen Tobias Ahrens ausgewechselt werden musste. Ahrens führte sich auch gleich gut ein, versuchte sich zweimal aus der Distanz, kam an Gommert aber nicht vorbei. Auf der anderen Seite ließen die Gäste einige Konterchancen ungenutzt. Am Ende hieß es deshalb 1:2 und die Meppener konnten mit ihren Fans feiern.

Überschattet wurde das Spiel durch zahlreiche Festnahmen außerhalb des Stadion. Darüber hinaus wurde ein Anhänger der Gäste vom Ordnungsdienst aus dem Stadion geschickt, nachdem er sein schlichtes Gemüt durch verbale Entgleisungen mit rassistischem Inhalt peinlich zur Schau gestellt hatte.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Christian Gropius – Christopher Braun, Franko Uzelac, Moritz Steidten, Maycoll Canizales-Smith – C. Mohamed Aidara, Florian Stütz (33. Nils Laabs, 71. Tobias Ahrens) – Paul Kosenkow (60. Kevin Samide), Marcel Gottschling, Alessandro Ficara – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

SV Meppen: Benjamin Gommert – Janik Jesgarzewski, Theo Vogelsang, Marcel Thomas, Sebastian Schepers (79. Kevin Landgraf) – Jens Robben (71. Viktor Maier), Johan Wigger – Marc Schnier, Martin Wagner, Max Kremer (71. Kris Fillinger) – Diego Rodriguez Diaz
Trainer: Christian Neidhart

Tore: 0:1 Diego Rodriguez Diaz (11.); 0:2 Max Kremer (24.); 1:2 Paul Kosenkow (25.)
Schiedsrichter/in: Viatcheslav Paltchikov (Eintracht Groß Grönau) – Assistenten: Tim Becker (FC Borussia Segeberg), Florian Burmester (Fortuna St. Jürgen)

Zuschauer: 1799
Gelbe Karte: Maycoll Canizales-Smith (2.) / Marcel Thomas (4.), Jens Robben (10., gesperrt), Johan Wigger (10., gesperrt)

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08.02.2015, 12:34

Heimspiel gegen Norderstedt fällt aus - Platz im Marschwegstadion gesperrt

Zitat

Das für Sonntag geplante Heimspiel gegen Eintracht Norderstedt fällt aus. Wie die Stadt Oldenburg am Donnerstagmorgen bekannt gab, bleibt der Hauptplatz des Marschwegstadions aufgrund der Witterungsverhältnisse weiterhin gesperrt.

Wann das Spiel nachgeholt wird, steht noch nicht fest.

Wer am Wochenende aber nicht auf den VfB verzichten möchte, hat die Möglichkeit die U23 zu unterstützen. Am Samstag, den 07.02 trifft die Mannschaft von Servet Zeyrek um 16.00 Uhr auf den VFL Germania Leer. Das Spiel wird dabei vom Sportpark Dornstede auf den Kunstrasenplatz des ÖFFENTLICH Jugendleistungszentrum an der Maastrichter Straße verlegt.

Quelle: VfB Oldenburg

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16.02.2015, 07:38

Chancenloser VfB verliert deutlich - Verdiente 0:3-Niederlage gegen Havelse

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Der VfB Oldenburg ist mit einer Niederlage in die zweite Hälfte der Regionalliga-Saison gestartet. Die chancenlosen Oldenburger unterlagen beim TSV Havelse mit 0:3 und waren damit noch gut bedient.

Das Spiel vor 586 Zuschauern war bereits nach einer guten Viertelstunde entschieden, denn zu diesem Zeitpunkt führten die Gastgeber bereits mit 3:0. Dass es bis zur Pause dabei blieb, war allein der Abschlussschwäche der Havelser geschuldet.

VfB-Trainer Predrag Uzelac hatte auf den hohen Verletzungsstand reagiert und seiner Mannschaft eine andere Taktik verpaßt, als noch in der Hinrunde. Die Oldenburger agierten zu Beginn im 4-4-2-System, wobei sie im Mittelfeld eine Raute bildeten. Weil Miguel Canizales-Smith aufgrund von Aduktorenproblemen nicht auflaufen konnte, verteidigte Shaun Minns links in der Viererkette. Rechts kam Neuzugang Jonas Erwig-Drüpel zum Einsatz. Innen verteidigte neben Franko Uzelac überraschend Marius Winkelmann.

Moritz Steidten dagegen kam als defensiver Mittelfeldspieler zum Einsatz. Vor ihm spielten Mo Aidara und Florian Stütz, Alessandro Ficara sollte hinter den Spitzen Kiala Makangu Kifuta und Pierre Merkel das Spiel machen.

Die Taktik des Oldenburger Trainers wurde von den Havelsern aber schnell über den Haufen geworfen. Die körperlich klar überlegenen Gastgeber agierten von Beginn an hoch motiviert und zudem sehr robust. Insbesondere der im Winter nachverpflichtete Christian Knappmann machte mit der Oldenburger Deckung was er wollte. Hinzu kam, dass Havelse die Außenbahnen konsequent nutzte, um mit Tempo bis zur Grundlinie zu kommen und dann die wuchtigen Spitzen mit Flanken zu füttern. Das zahlte sich aus.

Daniel Hintzke setzte sich im Zweikampf gegen Florian Stütz durch. Seine Flanke von der linken Seite fand zwar noch keinen Abnehmer, der der Ball kam postwendend zurück. Den platzierten Kopfball von Knappmann konnte Dominik Kisiel zwar noch abwehren, doch Denis Wolf war zur Stelle und staubte zum 1:0 ab (6. Minute).

Der Schock des frühen Gegentors war noch gar nicht verarbeitet, da hieß es bereits 2:0. Nach einem Freistoss von rechts schraubte sich Benjamin Halstenberg in die Luft und erzielte mit dem Kopf das zweite Havelser Tor (10.).

Die Gastgeber hatten damit aber noch lange nicht genug. Wann immer sie im Ballbesitz waren, wurde schnell nach vorne gespielt. Dabei nutzten die Havelser konsequent die Räume und sie hatten auch das nötige Glück. Erhan Yilmaz gönnte sich mal einen Volleyschuss und traf zum Entsetzen der gut 100 mitgereisten und während des ganzen Spiels lautstarken Oldenburger Fans zum 3:0 (15.).

Es dauerte bis zur 18. Minute, ehe die Blauen ihrerseits zum ersten Mal aufs Tor der Gastgeber schossen. Ein Freistoß von Florian Stütz segelte allerdings deutlich über das Gebälk. Auf der anderen Seite wurde es weiterhin bei fast jedem Angriff gefährlich. Immer wieder segelten Flanken in den Strafraum, wo Wolf (20.). und Knappmann (23.) freistehend zum Abschluss kamen, das vierte und fünfte Tor allerdings nicht markierten. Zum Glück für den VfB, der mit dem 0:3 zur Pause gut bedient war.

Es spricht für die Mannschaft, dass sie nach dem Wechsel durchaus bemüht war, sich Chancen zu erarbeiten. Die Blauen hatten jetzt ein deutliches optisches Übergewicht. Havelse zog sich tief in die eigene Hälfte zurück, wollte sichtlich nur noch mit Kontern Gefahr entwickeln. Diese Taktik allerdings ging auf. Denn die einzige echte Torchance hatten in der zweiten Halbzeit die Havelser. Knappmann, der zwar nicht viele Wege machte, aber immer anspielbar war und die Bälle für seine Mitspieler klug verteilte, hatte Hilal El-Helwe geschickt, doch der verfehlte das Oldenburger Tor knapp (75.).

Der VfB seinerseits versuchte es immer wieder mit hohen, langen Bällen, sorgte angesichts der kopfballstarken Abwehr der Gastgeber damit aber nicht für Gefahr. Im Verlauf des Spiel brachte Predrag Uzelac mit Christopher Braun, Pascal Steinwender und Dominic Volkmer zwar frische Kräfte, doch auch sie konnten sich nicht mehr in Szene setzen.
Zahlen, Daten & Fakten

TSV Havelse: Alexander Meyer-Schade – Yanik Strunkey, Benjamin Halstenberg, Pascal Gos, Daniel Degner (64. Denis Kina) – Deniz Tayar (82. Noah Plume), Daniel Hintzke – Hilal El-Helwe, Denis Wolf (68. Maurice Maletzki) – Erhan Yilmaz, Christian Knappmann
Trainer: Christian Benbennek

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Franko Uzelac, Moritz Steidten, Marius Winkelmann, Shaun Minns, Florian Stütz (84. Dominik Volkmer), Jonas Erwig-Drüppel, C. Mohamed Aidara, Alessandro Ficara (69. Christopher Braun), Pierre Merkel (69. Pascal Steinwender), Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 1:0 Denis Wolf (6.); 2:0 Deniz Tayar (11.); 3:0 Erhan Yilmaz (15.)

Schiedsrichter/in: Johann Pfeifer (Schwalbe Tündern) – Assistenten: Benjamin Lindner (SV Altencelle), Daniel Harting (SV Eintracht Afferde 06)
Zuschauer: 586

Gelbe Karte: Erhan Yilmaz (7.) / Christopher Braun (6.)

Quelle: VfB OLdenburg

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23.02.2015, 07:44

Glückloser VfB verliert erneut - Kifuta droht lange Pause

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Der VfB Oldenburg hat das Siegen zurzeit offenbar verlernt. Vor 1.199 Zuschauern unterlagen die Blauen gegen den VfB Lübeck mit 0:1. Stefan Richter sorgte mit einem Distanzschuss gut eine Viertelstunde vor Schluss für die Entscheidung.

Die Kommentare der Trainer machten deutlich, wie ungerecht Fußball manchmal sein kann. Während Denny Skwierczynski seiner Mannschaft eine ihrer schwächsten Saisonleistungen attestierte, aber dennoch über das ganze Gesicht grinsen konnte, war Predrag Uzelac natürlich total enttäuscht. “Es ist brutal. Wir müssen in der ersten Halbzeit schon vier, fünf Tore machen. Die Chancen haben wir gehabt. Die Jungs sind sehr präsent gewesen, haben Zweikämpfe gewonnen. Auch in der zweiten Halbzeit haben wir so weitergemacht. So zu verlieren ist sehr, sehr bitter”, haderte er nach dem Schlusspfiff mit dem Ergebnis.

In der Tat präsentierten sich die Oldenburger im Vergleich zum 0:3 beim TSV Havelse deutlich stärker und hatten, im Gegensatz zu den sehr defensiven Gästen, auch ihre Möglichkeiten. Doch selbst aus klarer Position wollte der Ball nicht ins Tor, während die Gäste einmal trocken abzogen und jubeln durften.

Predrag Uzelac hatte seine Startformation auf mehreren Positionen verändert. Erstmals in dieser Saison saß Pierre Merkel nur auf der Bank. Auch Shaun Minns, in der Vorwoche als linker Verteidiger aufgeboten, musste anfangs zuschauen. Dafür stand Thorsten Tönnies nach seiner Knieverletzung endlich wieder auf dem Rasen, auch Miguel Canizales war wieder fit.

Auch taktisch hatte der VfB-Trainer eine deutliche Veränderung vorgenommen. Die Oldenburger agierten im 4-2-3-1-System. Kifuta Kiala Makangu spielte ganz vorne und wurde in seinen offensiven Bemühungen von Alessandro Ficara, Mo Aidara und Jonas Erwig-Drüpel unterstützt. Florian Stütz und Marius Winkelmann sicherten ab, Moritz Steidten wiederum verteidigte neben Franko Uzelac.

Bereits nach vier Minuten hätte Mo Aidara dem Spiel einen ganz anderen Verlauf geben können, doch er verfehlte das Tor aus der Distanz knapp. Die Oldenburger waren klar tonangebend, drängten Lübeck zurück und erspielten sich weitere Möglichkeiten. Doch den Blauen klebt offenbar das Pech am Fuß. Vor allem der sehr emsige Aidara tauchte immer wieder gefährlich vor dem Lübecker Gehäuse auf. Von Erwig-Drüpel angespielt, scheiterte er in der 24. Minute am starken Torhüter Jonas Toboll.

Dennoch, die Oldenburger machten Druck und hätten nach einem feinen Solo von Ficara erneut in Führung gehen können. Der kleine Italiener legte gekonnte für Aidara auf, der jedoch in Rücklage geriet und über das Tor schoss (34.). Drei Minuten später scheiterte Ficara dann selbst an Toboll.

Nach dem Wechsel das gleiche Spiel. Diesmal war es Erwig-Drüpel, dem sich die Führung fast schon aufdrängte. Der VfB hatte einen Angriff über Ficara und Aidara abgeschlossen, so dass der ehemalige Regensburger freie Schussbahn hatte, doch Toboll brachte noch einen Fuß vor den Ball (50.).

Lübeck reagierte, brachte früh drei neue Spieler, ohne dass die Gäste ihre sehr defensive Haltung auch nur ansatzweise aufgaben. Selbst gefährliche Konter setzten die Marzipanstädter nicht, stattdessen schienen sie sich ganz darauf zu konzentrieren, hier mit einem 0:0 aus dem Spiel zu gehen.

Die Oldenburger mühten sich weiterhin, kamen jetzt aber kaum noch zu Abschlüssen. Hinzu kamen jetzt auch einige Härten. Winkelmann etwa wurde von Moritz Marheineke derart rüde umgesenst, dass der Lübecker mit der gelben Karte vom guten Schiedsrichter Dennis Senning noch bestens bedient war (65.). Predrag Uzelac reagierte, brachte jetzt Merkel für Erwig-Drüpel.

Damit nicht genug, denn kurz darauf lag der Ball im Tor, allerdings im Oldenburger. Stefan Richter hatte einfach mal abgezogen und getroffen (75.).

Doch das Glück und der VfB Oldenburg, sie wollen derzeit einfach nicht zueinander finden. Als hätte der Rückstand das blau-weißen Seelenleben nicht schon genug belastet, setzte es noch einen personellen Nackenschlag. Der sehr einsatzfreudige Kifuta wurde von einem Lübecker mit hartem Körpereinsatz auf die Laufbahn geschickt, stürzte dort derart unglücklich, dass er mit einem Verdacht auf eine Schultereckgelenksprengung ausgewechselt werden musste (81.). Mit Nils Laabs und Shaun Minns, der Aidara ersetzte, sollten es jetzt neue Kräfte richten, doch auch sie konnten das Spiel nicht mehr drehen.

Dass es bei den Oldenburgern zurzeit einfach nicht laufen will, wurde in den letzten Sekunden deutlich. Der Ball wurde jetzt hoch in den Strafraum gedroschen, in Richtung Tor verlängert und aus gut einem Meter Entfernung hätte Franko Uzelac ihn “nur” noch irgendwie über die Linie drücken müssen. Doch wer die 90 Minuten zuvor erlebt hatte, dem war klar, dass eben selbiges dem jungen Innenverteidiger nicht gelingen würde. Es blieb beim 0:1 und jeder Menge Frust.


Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg:
Dominik Kisiel – Florian Stütz, Franko Uzelac, Moritz Steidten, Maycoll Canizales-Smith – Jonas Erwig-Drüppel (72. Pierre Merkel), C. Mohamed Aidara (81. Shaun Minns), Marius Winkelmann, Thorsten Tönnies – Alessandro Ficara, Kiala Makangu Kifuta (81. Nils Laabs)
Trainer: Predrag Uzelac

VfB Lübeck: Jonas Toboll – Dennis Voß, Dennis Wehrendt, Moritz Marheineke, Arnold Suew (66. Marvin Thiel) – Sven Theißen, Kevin Wölk (57. Aleksander Nogovic), Tomek Pauer (57. Marcello Meyer), André Senger – Stefan Richter, Henrik Sirmais
Trainer: Denny Skwierczynski

Tore: 0:1 Stefan Richter (73.)

Schiedsrichter/in: Dennis Senning (SC Marklohe) – Assistenten: Benjamin Buth (Nikolausberger SC), Eddy Schindler (TSV Luthe)
Zuschauer: 1199

Gelbe Karte: Florian Stütz (6.), Jonas Erwig-Drüppel / Moritz Marheineke (3.), Henrik Sirmais (2.), Dennis Wehrendt (4.)

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01.03.2015, 17:43

VfB holt einen Punkt im Harz - 1:1 in Goslar, Aidara sieht gelb-rot

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Der VfB Oldenburg hat den ersten Punkt im Jahr 2015 geholt. Ein verwandelter Foulelfmeter von Franko Uzelac reichte den Blauen zu einem 1:1 beim Goslarer SC. Getrübt wurde die Freude darüber durch einen Platzverweis gegen Mo Aidara.

Einmal mehr hatte Trainer Predrag Uzelac personell umstellen müssen. Jonas Erwig-Drüpel und Florian Stütz fehlten erkrankt, Thorsten Tönnies konnte aufgrund von muskulären Problemen nicht spielen. Dafür durfte Nils Laabs von Beginn an ran, Christopher Braun und Pierre Merkel, beide zuletzt nicht für die Startelf berücksichtigt, kehrten ebenfalls in die Anfangspformation zurück.

Die Oldenburger begannen trotzdem mit viel Schwung. Vor allem Pierre Merkel war sichtlich motiviert und suchte bereits nach knapp zwei Minuten erstmals den Abschluss. Edin Sancaktar brachte so gerade noch eine Hand an den Ball und lenkte ihn über die Latte.

Im Gegenzug konnte Chris Braun im Duell mit George Kelbel seine ganze Schnelligkeit ausspielen, ehe es gefährlich wird. Dennoch, der VfB war anfänglich die bessere Mannschaft, auch, weil die Gastgeber viele Ungenauigkeiten im Spiel hatten. Die Oldenburger dagegen standen defensiv gut und hatten immer wieder schöne Pässe auf Lager.

In der 12. Minuten hatte Alessandro Ficara das 0:1 auf dem Kopf. Von Merkel und Miguel Canizales in Szene gesetzt, verpaßte der kleine Italiener die Führung allerdings knapp. Zwei Minuten später tauchte Braun nach einem tollen Zuspiel von Franko Uzelac vor dem Tor auf, legte den Ball auch am Torhüter vorbei, doch ein Abwehrspieler konnte gerade noch klären. Längst lag die Oldenburger Führung in der Luft.

Tatsächlich sollte es noch eine weitere Minute dauern, ehe die Oldenburger jubeln durften. Nach einem Foul an Kifuta Kiala Makangu entschied Schiedsrichter Marius Schlüwe sofort auf Elfmeter. Frank Uzelac schnappte sich den Ball und traf sicher zum 0:1 (18.).

Goslar fand jetzt noch weniger statt, der VfB dagegen drängte auf das zweite Tor. Allen voran Pierre Merkel war sichtlich agil, hatte jedoch mit einem Fernschuss Pech (23.). Nur eine Minute später legte er für Kifuta auf, doch auch der kam an Sancaktar nicht vorbei. Die gut 70 mitgereisten VfB-Fans unkten bereits, dass sich dieses Auslassen von Möglichkeiten noch rächen könnte.

In der 28. Minute wäre es fast so weit gewesen. Ein langer Ball landete bei Kelbel, der den Winkel aber knapp verfehlt. Im Gegenzug war dann wieder Merkel dran. Nach einer butterweichen Flanke von Braun hätte sich der Oldenburger Angreifer die Ecke aussuchen können, doch Sancaktar brachte einmal mehr eine Hand an den Ball.

Es war die letzte Möglichkeit der Blauen vor der Pause, die nach 45 Minuten deutlich höher hätten führen müssen.

Tatsächlich sollte sich sehr schnell schmerzhaft bemerkbar machen, dass die Oldenburger mit ihren Möglichkeiten so schludrig umgegangen waren. Mit einer tollen Parade hatte Dominik Kisiel unmittelbar nach dem Wiederanpfiff noch den Ausgleich verhindert, doch bei der folgenden Ecke kam der Oldenburger Torhüter nicht an den Ball, Paul Gehrmann dagegen schon und machte das 1:1 (47.). Ein Tor, dass den Gastgebern deutlichen Aufschwung geben sollte. Der VfB dagegen war minutenlang nicht mehr richtig im Bilde. Der GSC erhöhte deutlich die Gangart, machte viel Druck und wollte unbedingt die Führung erspielen.

In dieser Phase, nach einer guten Stunde, wackelte der VfB bedenklich, hatte aber Glück, denn auch Goslar zeigte im Abschluss Schwächen. Immerhin, defensiv wurden die Oldenburger wieder stabiler, einzig eine gelbe Karte gegen Mo Aidara, der seinen Gegner zu Fall gebracht hatte (68.), sollte noch Folgen haben.

Dominik Kisiel indes sollte mehrfach die Möglichkeit haben, sich auszuzeichnen und zeigte einige Paraden, etwa gegen Kelbel und den eingewechselten Loheider. Predrag Uzelac wartete bis in die Schlussphase, ehe er mit Shaun Minns für Pierre Merkel nochmal einen personellen Akzent setzte. Als sich die Oldenburger Fans bereits mit einem Punkt angefreundet hatten, setzte es noch einen Nackenschlag. Mo Aidara kassierte nach einem erneuten Foulspiel die zweite gelbe Karte und durfte vier Minuten vor Schluss erneut vorzeitig unter die Dusche.

Geschichte scheint sich für den kleinen Mittelfeldspieler in Goslar zu wiederholen. Während die Oldenburger mit einem weiteren Wechsel, Dominic Volkmer kam für Alessandro Ficara, noch Zeit von der Uhr nahmen, hatten die Gastgeber durch einen Schuss von Rico Gladrow noch eine Möglichkeit (89.), doch er schoss am Tor vorbei.

Zahlen, Daten & Fakten


Goslarer SC: Edin Sancaktar – Marco Fischer, Kai-Fabian Schulz, Maurice Trapp, Christian Telch, Paul Gehrmann, Rico Gladrow, Gökay Isitan (73. David Loheider), Torben Deppe (46. Oliver Hofmann), Alexander Ludwig (36. Jack Schubert), George Kelbel
Trainer: Slavomir Lukac

VfB Oldenburg:
Dominik Kisiel – Franko Uzelac, Moritz Steidten, Marius Winkelmann, Maycoll Canizales-Smith, Christopher Braun, C. Mohamed Aidara, Alessandro Ficara (87. Dominik Volkmer), Nils Laabs, Pierre Merkel (77. Shaun Minns), Kiala Makangu Kifuta
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 0:1 Franko Uzelac (Foulelfmeter, 18.); 1:1 Paul Gehrmann (47.)

Schiedsrichter/in: Marius Schlüwe (BSV Gleidingen) – Assistenten: Marcel Weinert (TuS Wettbergen), Michael Kaufmann (FC Ambergau Volkersheim)

Gelbe Karte: Edin Sancaktar / Alessandro Ficara (2.), Franko Uzelac, Marius Winkelmann (7.)
Gelb/Rote Karte: – / C. Mohamed Aidara (85.)

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15.03.2015, 18:12

Nur ein Punkt in Braunschweig - VfB kommt über 0:0 beim Schlusslicht nicht hinaus

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Der VfB kann weiterhin nicht gewinnen. Bei Schlusslicht der Regionalliga Nord konnte der VfB trotz deutlicher Feldüberlegenheit kein Tor erzielen und fährt nach einem 0:0-Unentschieden mit nur einem Punkt wieder nach Hause. Ein ausführlicher Bericht folgt in Kürze.

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22.03.2015, 18:16

Niederlage gegen Flensburg - Schwacher VfB unterliegt mit 0:1

Der VfB Oldenburg rutscht weiter in den Tabellenkeller. Vor nur 958 Zuschauern unterlag der VfB Oldenburg zu Hause gegen Weiche Flensburg mit 0:1. Das Tor fiel bereits in der 12. Minute.


VfB Oldenburg:
Dominik Kisiel - Thorsten Tönnies, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Maycoll Canizales-Smith (60. Nils Laabs), Marius Winkelmann (68. Marcel Gottschling), Moritz Steidten, C. Mohamed Aidara, Kiala Makangu Kifuta, Florian Stütz, Pierre Merkel (35. Jonas Erwig-Drüppel)
Trainer: Predrag Uzelac

ETSV Weiche Flensburg:
Florian Kirschke - Marc Böhnke, Christian Jürgensen, Hendrik Ostermann, Patrick Thomsen, Kevin Schulz (88. Len Aike Strömer), Nedim Hasanbegovic, Jonas Walter, Tim Wulff, Ilidio Pastor Santos (67. Torge Paetow), Timo Carstensen
Trainer: Daniel Jurgeleit

Tore: 0:1 Christian Jürgensen (12.)
Schiedsrichter/in: Mario Bernhardt (TS Wienhausen) - Assistenten: Christian Stein (SV Reislingen-Neuhaus), Marcel Baumgart (SV Hambühren)
Zuschauer: 958
Gelbe Karte: Maycoll Canizales-Smith (3.), Florian Stütz (8.) / Christian Jürgensen (6.), Jonas Walter (3.)

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03.04.2015, 11:42

VfB unterliegt Osnabrück im Elfmeterschießen - 90 Minuten packender Fight enden 1:1

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Der VfB Oldenburg hat das Halbfinale im Krombacher-Pokal im Elfmeterschießen verloren. In 90 packenden Minuten lieferte der VfB dem Drittligisten kräftig Gegenwehr und konnte in der Schlussminute durch Laabs verdient ausgleichen.

Die 5940 Zuschauer im Marschwegstadion feierten laustark! Im Elfmeterschießen hatten dann die Gäste das nötige Glück. Uzelac und Winkelmann konnten vom Punkt nicht treffen.

Ein ausführlicher Bericht folgt.

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04.04.2015, 09:15

VfB begeistert trotz knapper Niederlage - Tolle Atmosphäre am Marschweg

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Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass bei Fortuna noch ein wenig Überzeugungsarbeit zu leisten ist. Wie sonst erklärt sich, dass die Glücksgöttin den VfB Oldenburg aktuell nicht so würdigt, wie dieser es sich wünschen würde. Hauchdünn und fraglos über alle Maßen unglücklich verpaßte der VfB Oldenburg den Einzug ins Finale um den Krombacher-Niedersachsenpokal.

Vor der begeisternden Kulisse von fast 6.000 Zuschauern unterlagen die Blauen dem klar favorisierten VfL Osnabrück im Elfmeterschießen mit 3:5. Natürlich ist der Frust groß, denn das Erreichen des DFB-Pokals war möglich und, ja, gefühlt standen die Oldenburger ja praktisch schon vor der offenen Tür, doch am Ende ist die noch zugefallen. Das Fazit nach einem überaus emotionalen Bad der Gefühle ist dennoch ein positives. Die Mannschaft hat sich toll verkauft, den Favoriten an den Rand einer Niederlage gebracht und das Publikum begeistert, aber der Reihe nach.

Den Ausfall von Migu Canizales hatte Predrag Uzelac durch die Hereinnahme von Chris Braun kompensiert, der rechts verteidigte. Thorsten Tönnies rückte in der Viererkette nach links. Der VfB-Trainer hatte sich aber noch einen guten Schachzug einfallen lassen. Marcel Gottschling fand sich mit offensiver Ausrichtung auf dem Platz wieder und machte ein ganz starkes Spiel. Dass Marius Winkelmann und Kifuta Kiala Makangu dagegen nicht nominiert worden waren, dürfte die Gäste doch irritiert hat, immerhin zählten beide zuletzt zum Stammpersonal.

Von der erwarteten spielerischen Überlegenheit des Drittligisten war wenig zu sehen. Der VfB brachte nicht nur viel Leidenschaft auf den Platz, sondern suchte auch immer nach spielerischen Lösungen. Es entwickelte sich folgerichtig ein Duell auf Augenhöhe, allerdings ohne große Torraumszenen. Einen Konter der Gäste ließ Addy-Waku Menga ungenutzt (12.), auf der anderen Seite hatte Erwig-Drüpel gleich drei gute Aktionen. In der 20. Minute zielte er vorbei. Zuvor hatte der flinke Ex-Regenburger einen Konter verfrüht abgebrochen, statt den Abschluss zu suchen. Dass dem Blondschopf, der bereits Tempo aufgenommen und frei durch gewesen wäre, der Vorteil abgepfiffen wurde, muss Schiedsrichter André Schönheit angekreidet werden. Dieser Pfiff war unnötig und brachte den VfB um eine tolle Möglichkeit.

Wie unzufrieden Gäste-Trainer Maik Walpurgis mit dem Dargebotenen seiner Kicker war, dokumentierte er bereits nach 25 Minuten, als er sämtliche Ersatzspieler aufforderte, sich warm zu machen. Es dauerte auch eine gute halbe Stunde, ehe die in orangenen Trikots angetretenen Gäste sich ein optisches Übergewicht erarbeiten konnten. Echte Chancen erspielte sich der VfL aber nicht. Vielmehr entwickelte sich schon sehr früh ein Duell auf Augenhöhe. Von einem Klassenunterschied konnte nicht die Rede sein. Es dauerte folglich bis zur 40. Minute, ehe es tatsächlich nochmal eng für den VfB werden sollte. Marcos Alvarez hatte mit großer Wucht gegen das Spielgerät getreten und mit einem direkten Freistoß aus locker 40 oder mehr Metern Entfernung überrascht, das Tor aber knapp verfehlt.

Nach dem Seitentausch blieb es dabei. Der VfB wehrte sich aber nicht mehr nur nach Kräften, sondern spielte jetzt noch gefälliger nach vorn. Ein Kopfball des emsigen Pierre Merkel war das erste Zeichen (46.) in diese Richtung. Nur vier Minuten später wurde Marcel Gottschling, der mit seinem Tempo immer wieder für gute Szene der Blauen sorgte, höchst rüde von den Beinen geholt. Tobias Willers, der sich später noch als höchst unfairer Sportsmann erweisen wollte, ruppte den jungen Oldenburger von den Beinen, um so einen Konter zu unterbinden. Gelb war hier die notwendige Konsequenz.

Diese Szene allein hätte schon nach einer Bestrafung verlangt und tatsächlich. Sechzig Sekunden später wurde Gottschling von Florian Stütz in Szene gesetzt, verfehlte das Tor mit seinem Schuss aber ganz knapp.

Der VfB war jetzt am Drücker und die Führung lag in der Luft, der Ball dann aber dummerweise im falschen Tor. Aus dem Nichts heraus traft Willers nach einer Ecke mit dem Kopf zum 0:1. Zuvor hatten einige Osnabrücker Anhänger bereits ein Freudenfeuer entfacht und damit vor allem sich selbst den Blick vernebelt. Die Ordnungskräfte reagierten aber wohltuend besonnen und deeskalierend auf diese höchst unnötige Aktion.

Der Favorit lag also vorne, war das schon eine Vorentscheidung? Nein! Die Oldenburger wehrten sich, nicht nur auf dem Platz. Die zuvor schon von der Stimmung getragene Mannschaft wurde von ihrem Publikum regelrecht gepuscht. “Steht auf, für den VfB!”, schallte es durchs Rund und der Großteil der Tribünenbesucher leistete dem Folge. Derart unterstützt wirbelten Gottschling und Alessandro Ficara durchs Mittelfeld und der höchst filigrane Italiener lupfte den Ball Richtung Tor. An dieser Stelle sei nochmal auf Fortuna verwiesen, denn das Rund sprang von der Unterkante der Latte nicht in die Maschen, sondern zurück ins Spielfeld. Ob der Ball dabei die Torlinie überquert hat, blieb offen. Es wurde aber weitergespielt (70.).

Die Gäste hatten zuvor in Person des eingewechselten Marcel Kandziora die Chance zur Entscheidung ausgelassen. Er hatte aus der Drehung über das Tor gezielt (68.). Das sollte sich letztlich rächen. Ficara hatte zwar noch Pech, doch in der Nachspielzeit leistete sich VfL-Torhüter Frank Lehmann dann einen “Bock”, der wohl unvergessen geblieben wäre, wenn der VfB am Ende triumphiert hätte. Er habe auf Zeit spielen wollen, erklärte der Torhüter nach dem Spiel seinen Lapsus, denn der Ball sprang im vom Fuß. Der kurz zuvor eingewechselte Nils Laabs reagierte sofort, spitzelte die Kugel an Lehmann vorbei zum 1:1 ins Tor. Entsetzen beim VfL, pure Emotion dagegen in Blau und Weiß. Auf der Tribüne lagen sich Zuschauer in den Armen, ließen ihrer kollektiven Freude freien Lauf.

Es ging ins Elfmeterschießen und da wären wir dann wieder bei Fortuna. Die Gäste gingen durch Tobias Willers in Führung, der Dominik Kisiel knapp überwinden konnte. Ein Schicksal, dass der gute VfB-Torhüter noch viermal erdulden musste, denn immer tauchte er in die richtige Ecke, bekam aber den Ball nicht zu packen.

Für den VfB trat Frank Uzelac zum ersten Elfmeter an. Auf dem Weg zum Punkt wurde er dabei von Willers verbal angegangen. Eine grobe, peinliche, ja beschämende Aktion des Osnabrückers, die ungeahndet blieb. Zu allem Überfluss scheiterte der sonst so sichere Elfmeterschütze an Lehmann, der seinen Fehler somit wieder gut gemacht hatte. Zwar trafen Florian Stütz und Pierre Merkel ganz sicher, doch Marius Winkelmann drosch den Ball mit großer Wucht knapp über das Tor und die Gäste konnten jubeln.

Natürlich ist es unheimlich bitter, so auszuscheiden und den Sprung in den DFB-Pokal zu verpassen. Dennoch darf sich der VfB Oldenburg trotz der Niederlage als Gewinner fühlen. Die Mannschaft hat einen starken Auftritt gezeigt, Leidenschaft und Herz auf den Platz gebracht und ihre Zuschauer begeistert. Sie hat bei den Fans gepunktet. Mit Blick auf den Kampf um den Klassenerhalt ist das fraglos wertvoll. Zudem haben die Fußballfreunde der Region gezeigt, dass sie selbst bei widrigstem Wetter da sind, wenn es für den VfB um etwas geht. Danke dafür. Am Ostermontag geht es weiter. Um 15 Uhr trifft der VfB Oldenburg auf die U23 des VfL Wolfsburg. Vielleicht hat Fortuna die Blauen dann ja auf der Liste jener, die ein kleines Geschenk verdient haben.


Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel, Christopher Braun (85. Marius Winkelmann), Karlis Plendiskis, Pierre Merkel, Jonas Erwig-Drüppel, Florian Stütz, Franko Uzelac, Allessandro Ficara (80. Nils Laabs), Marcel Gottschling, Thorsten Tönnies, Cherif Mohamed Aidara
Trainer: Predrag Uzelac

VfL Osnabrück: Frank Lehmann, David Pisot, Alexander Dercho, Addy Waku Menga (87. Francky Simbolo), Stanislav Iljutcenko, Nicolas Feldhahn, Sofien Chahed (77. Davide Grassi), Tobias Willers, Christian Groß, Stephan Thee (46. Marcel Kandziora), Marcos Alvarez
Traing: Maik Walpurgis

Tore: 0:1 Willers (54.), 1:1 Laabs (90+1)

Schiedsrichter/in: André Schönheit (Kirchgellersen) – Assistenten: Michael Haupt, Sebastian Trenkner

Zuschauer: 5940

Gelbe Karte: Marcel Gottschling, Dominik Kisiel / Sofien Chahed, Tobias Willers, Nicolas Feldhahn, Stanislav Iljutcenko, Marcos Alvarez, Francky Sembolo


Elfmeterschießen:

1:2 – Willers
Uzelac verschießt
1:3 – Kandziora
2:3 – Stütz
2:4 – Feldhahn
3:4 – Merkel
3:5 – Alvarez
Winkelmann verschießt

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07.04.2015, 08:38

Erfolgreiche Wolfsjagd - Starker VfB gewinnt 3:0

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Der VfB Oldenburg kann doch noch gewinnen und wie! Vor 1.222 Zuschauern gingen die Blauen am Ostermontag erfolgreich auf „Wolfsjagd“ und legten dem VfL am Ostermontag drei Eier ins Nest. Pierre Merkel, Marcel Gottschling und Alessandro Ficara trafen beim hoch verdienten Sieg über den Tabellenführer.

Trainer Predrag Uzelac vertrauter jener Anfangsformation, die am Gründonnerstag so unglücklich gegen den VfL Osnabrück aus dem Krombacher-Niedersachsenpokal ausgeschieden war. Die Gäste, die aufgrund von Abstellungen einiger Spieler den Ausweichtermin erzwungen hatten, staunten nicht schlecht über einen sehr agilen, lauffreudigen VfB, der vor allem defensiv immer auf Ballhöhe war. Die taktischen Vorgaben des Trainers ähnelten denen gegen Osnabrück. Der VfB wollte aus einer sicheren Deckung heraus schnell umschalten und mit Kontern zum Erfolg kommen und das ging auch auf.

Bereits nach acht Minuten wirbelte der erneut beeindruckend gute Marcel Gottschling die Abwehr der Wolfsburger Profitruppe gehörig durcheinander, hatte dann noch ein Auge für den mitgelaufenen Pierre Merkel, der einmal mehr seine Torjägerqualitäten demonstrierte und trocken zur Führung traf. Das war natürlich ein Schock für die favorisierten Gäste, die einige Minuten benötigten, um ins Spiel zu kommen.

Dann allerdings hatten auch die Wölfe ihre erste Chance. Paul Seguin hatte abgezogen, in VfB-Torhüter Dominik Kisiel aber seinen Meister gefunden. Es war der Auftakt für eine durchaus brenzlinge Phase, in der das Spiel hätte zu Gunsten der Gäste kippen können. Doch Kisiel stand wie ein Fels in der Brandung, parierte in der 19. Minuten überragend einen Schuss von Onel Hernandez Mayea aus ganz kurzer Distanz und war auch sechzig Sekunden später, bei einem Kopfball von Bastian Schulz auf dem Posten.

Der VfB wackelte aber nur ganz kurz. Nach einer guten halben Stunde setzte Pierre Merkel den nächsten gefährlichen Konter, bekam aber nicht genug Druck in den Abschluss. Das sollte Marcel Gottschling besser gelingen. Ein überragender Pass von Franko Uzelac, genau in die Schnittstelle der Wolfsburger, diente dem schnellen Oldenburger als Vorlage für das 2:0 (39.). Drei Minuten später hätte Alessandro Ficara schon für die Entscheidung sorgen können, traf aus dem Lauf heraus aber „nur“ ans Außennetz. Dennoch wurden die Blauen für ihren beherzten und auch fußballerisch überzeugenden Auftritt mit viel Applaus in die Kabine verabschiedet.

Natürlich war damit zu rechnen, dass die Wolfsburger hoch motiviert aus der Pause kommen und alles tun würden, um das Spiel noch zu drehen. Doch diesmal war es der VfB, der das nächste Ausrufezeichen setzte. Das Spiel hatte gerade wieder begonnen, da lag der Ball nämlich erneut im Wolfsburger Kasten. Alessandro Ficara war flinker als sein Gegenspieler, ließ sich auch von Torhüter Patrick Drewes nicht irritieren und erhöhte auf 3:0 (46.).

Der Jubel im weiten Rund kannte jetzt natürlich keine Grenzen mehr. Selbst Predrag Uzelac eilte Richtung Eckfahne, um die dort feiernden Spieler zu beglückwünschen. In der Folge hatten die Gäste zwar ein optisches Übergewicht, echte Torchancen waren aber Mangelware.

Der VfB stand defensiv sehr stabil, weil die komplette Mannschaft weite Wege ging, um bei Ballbesitz des Gegners sofort zu attackieren und so den Spielaufbau zu stören. Das Konzept ging auf und die blau-weiße Freude wäre wohl grenzenlos gewesen, hätte nicht Pierre Merkel seine fünfte gelbe Karte kassiert. Darüber hinaus wurde der gute Gottschling nach 68 Minuten von einem Wolfsburger regelrecht aus dem Spiel getreten. Die letzte Chance der Blauen hatte vier Minuten vor Schluss Thorsten Tönnies, der allerdings Patrick Drewes nicht überlisten konnte. Das war jedoch nur noch eine Randnotiz, denn die Oldenburger feierten schon kurz darauf ihren hoch verdienten Erfolg.

Stimmen zum Spiel

Thomas Brdaric: Wir haben den VfB nicht unterschätzt, im Gegenteil. Die Mannschaft war sehr gut vorbereitet, aber es war für uns, als technisch starke Mannschaft auf dem schweren Boden nicht einfach. Da kann man keinen Fußball zelebrieren. Außerdem hat der VfB es gut gemacht. Wir hatten die Hoffnung, in der kurzen Phase, als wir Chancen hatten, nochmal ranzukommen, aber wir haben die Tore nicht gemacht. Der VfB hat dann sehr konzentriert gespielt und gut verteidigt. Der Sieg war verdient.

Predrag Uzelac: Wenn man 3:0 gegen Wolfsburg gewinnt, kann man nur zufrieden sein. Wir haben es schon gegen Osnabrück überragend gemacht und heute wieder. Allerdings haben wir heute unsere Chancen genutzt. Drei Chancen, zwei Tore, das war sehr wichtig. Die Mannschaft hat das kämpferisch sehr gut gemacht, in vier Tagen zwei so starke Spiele abzuliefern war nicht einfach. Die drei Punkte waren wichtig, aber wir haben noch acht Endspiele gegen den Abstieg.

Zahlen, Daten & Fakten

VfB Oldenburg:
Dominik Kisiel – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis, Thorsten Tönnies – C. Mohamed Aidara, Florian Stütz – Jonas Erwig-Drüppel (83. Shaun Minns), Marcel Gottschling (69. Marius Winkelmann), Alessandro Ficara – Pierre Merkel (80. Nils Laabs)
Trainer: Predrag Uzelac

VfL Wolfsburg II: Patrick Drewes – Marvin Kleihs, Bjarne Thoelke, Moritz Sprenger, Sasa Strujic (80. Pascal Borowski) – Bastian Schulz – Dennis Strompen (46. Amin Affane), Paul Seguin, Robert Herrmann – Sebastian Stolze (66. Albion Avdijaj), Onel Hernandez
Trainer: Thomas Brdaric

Tore:
1:0 Pierre Merkel (8.); 2:0 Marcel Gottschling (40.); 3:0 Alessandro Ficara (47.)

Schiedsrichter/in: Henrik Bramlage (VfL Oythe) – Assistenten: Christian Hoyer (SV Dreye), Felix Heuer (TuS Heidkrug)
Zuschauer: 1222

Gelbe Karte: Pierre Merkel (5., gesperrt) / Sasa Strujic (2.), Amin Affane (3.), Paul Seguin (6.)

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13.04.2015, 09:04

VfB punktet in der Heide - 0:0 beim Lüneburger SK

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Ein Punkt war vor dem Anpfiff das Minimalziel und das hat der VfB Oldenburg im Spiel beim Lüneburger SK erreicht. 808 Zuschauer sahen eine kampfbetonte Begegnung, aber letztlich keine Tore.

VfB-Trainer Predrag Uzelac hatte jene Elf aufgeboten, die in der Vorwoche gegen den VfL Wolfsburg auf ganzer Linie überzeugt hatte. Allein der gesperrte Pierre Merkel fehlte. Der Torjäger wurde von Nils Laabs ersetzt. Auf einem Platz, nur entfernte Ähnlichkeit mit einem schön zu bespielenden Fußballuntergrund hat, begannen beide Mannschaften abwartend. Dabei dürfte auch die große Bedeutung der Partie eine Rolle gespielt haben, denn angesichts der engen Situation im letzten Tabellendrittel galt für die Protagonisten natürlich „verlieren verboten“.

Folgerichtig dauerte es relativ lange, ehe die Zuschauer die erste Torchance erlebten und die hatte der VfB in Person von Marcel Gottschling. Nach einem Fehler in der Lüneburger Deckung tauchte der Oldenburger frei vor Torhüter Tobias Braun auf, konnte diesen aber nicht überwinden (17. Minute). Das hätte eigentlich die Führung für die Blauen sein müssen und dem Spiel fraglos einen ganz anderen Verlauf gegeben.

Nur eine Minute später stand Braun abermals im Mittelpunkt. Rustikal war der Torhüter bei einer Abwehraktion gegen Alessandro Ficara eingestiegen und der eine oder andere Zuschauer hätte einem Elfmeterpfiff sicher zugstimmt. Schiedsrichter Julian Lüddecke ließ allerdings weiterspielen.

Es dauerte stattliche 23 Minuten, ehe die Gastgeber ihrerseits ein erstes offensives Zeichen setzten. Hedon Selishta hatte von der rechten Seite zu Björn Schlottke gepaßt, dessen allerdings harmlosen Schuss der aufmerksame VfB-Torhüter Dominik Kisiel fangen konnte.

Im zunehmenden Spielverlauf sollte die Begegnung zwar spannend bleiben, aber spielerisch nicht wirklich besser werden. Dafür ging es deutlich ruppiger zu. Vor allem die Lüneburger ließen diesbezüglich keine Fragen offen, gingen rustikal zuwerke und wurden für ihr Tun wiederholt mit der gelben Karte bestraft. Eine echte Torchance hatte der LSK dann allerdings auch noch. Ali Moslehe zog aus zentraler Position trocken ab und verfehlte das Oldenburger Tor nur ganz knapp, weil ein VfBer das Spielgerät noch zur Ecke abfälschen konnte (36.).

Lüneburgs Trainer Elard Ostermann reagierte auf die ruppige Gangart seiner Schützlinge und zog zweimal die personelle Notbremse. Die mit Gelb verwarnten und vom Schiedsrichter deutlich ermahnten Oliver Ioannou und Noel Below durften in der zweiten Halbzeit nicht länger Dienst tun und wurden durch Marco Schumann und Linus Büchler ersetzt. Predrag Uzelac dagegen verzichtete in der Pause auf einen Wechsel.

Am Spiel selbst änderte sich wenig. Beide Mannschaften spielten vor allem lange Bälle in die Spitze. Viel anderes war auf dem wahrlich schwer zu bespielenden Grün auch nicht möglich. Allerdings machten die Lüneburger das fortan immer besser. Schon unmittelbar nach dem Wiederanpfiff stand Kisiel dem Rückstand im Weg. Nach einem Freistoß kam Matti Grahle aus kurzer Distanz zum Abschluss, aber nicht am Oldenburger Torhüter vorbei. Im Gewühl brachte schließlich Muhamed Alawie eine Hand an das Spielgerät und wurde dabei vom Schiedsrichter ertappt. Es blieb also torlos.

Die Gastgeber machten Druck, der VfB konterte und haderte nach einer Stunde mit dem Unparteiischen. Um eine Flanke von Chris Braun zu unterbinden, hatte Büchler es Alawie gleich getan, stand dabei allerdings nicht im Oldenburger, sondern im eigenen Strafraum. Der eigentlich zwingende Elfmeterpfiff blieb aber aus.

Im Gegenzug haderten dann die LSK-Anhänger mit dem Schiedsrichter. Diesmal wollten sie ein Handspiel von Nils Laabs erkannt haben und erneut blieb der Elfmeterpfiff aus. In der nächsten Szene hatten die Hausherren dann Glück. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld kam Franko Uzelac nicht ganz hinter den Ball, sonst hätte es durchaus 0:1 heißen können (71.).

Zugegeben, das wäre eine schmeichelhafte Führung gewesen, denn es waren die Lüneburger, die viel Druck aufbauten und jetzt auch mehr vom Spiel hatten. Die bis dahin größte Möglichkeit zur Führung legte Moslehe für Selishta auf, der aus spitzem Winkel jedoch am ganz stark reagierenden Kisiel scheiterte (72.).

Predrag Uzelac unterbrach die Lüneburger Drangphase mit einem Wechsel. Für Nils Laabs kam nach 75 Minuten Kifuta Kiala Makangu ins Spiel. Kurz darauf brachte der VfB-Trainer dann noch Kevin Samide für Jonas Erwig-Drüpel und der so lange verletzte Mittelfeldspieler wäre fast zum Pechvogel des Spiels geworden. Nach einer Ecke von Ficara hatten die Gastgeber den Ball nach vorne geschlagen. Samide rutschte bei der Ballannahme aus, so dass der LSK mit drei Spielern kontern konnte. Florian Stütz allerdings verhinderte einen Rückstand, drängte den eingewechselten Mazan Moslehe gekonnt ab (81.).

Noch einmal sollten die Oldenburger zittern müssen. In der Schlussminute hatte die LSK-Abwehr erneut mit einem langen Ball geklärt, der wiederum landete allerdings bei Muhamed Alawie. Der bullige Ex-Oldenburger setzte sich im Duell gegen Moritz Steidten durch, der für Karlis Plendiskis ins Spiel gekommen war, zielte dann aber am Tor vorbei.

„Es war auf diesem Platz unglaublich schwer Fußball zu spielen. Marcel Gottschling hätte heute der Türöffner sein können. Schade, dass er seine Chance in der ersten Halbzeit nicht nutzt. Ich denke, mit einer Führung hätten wir uns leichter getan. So müssen wir aber mit einem Punkt auch zufrieden sein“, erklärte VfB-Sportleiter Julian Lüttmann nach dem Spiel.

Zahlen, Daten & Fakten


Lüneburger SK Hansa: Tobias Braun – Noel Below (46. Marco Schuhmann), Matti Grahle, Jannis Opalka, Patrick Posipal, Stefan Wolk, Oliver Ioannou (46. Linus Büchler), Björn Schlottke (71. Mazan Moslehe), Ali Moslehe, Hedon Selishta, Muhamed Alawie
Trainer: Elard Ostermann

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Christopher Braun, Franko Uzelac, Karlis Plendiskis (61. Moritz Steidten), Thorsten Tönnies – Florian Stütz, C. Mohamed Aidara – Jonas Erwig-Drüppel (78. Kevin Samide), Marcel Gottschling, Alessandro Ficara – Nils Laabs (68. Kiala Makangu Kifuta)
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: Fehlanzeige

Schiedsrichter/in:
Julian Lüddecke (SF Ahlum) – Assistenten: Florian Cacalowski (TSV Semmenstedt), Nicolai Rühmann (FC Pfeil Broistedt)
Zuschauer: 808

Gelbe Karte: Björn Schlottke (2.), Noel Below (11.), Oliver Ioannou (5., gesperrt), Jannis Opalka (6.) / Karlis Plendiskis (2.)

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20.04.2015, 07:38

VfB FEIERT WICHTIGEN SIEG - 1:0 GEGEN DEN TABELLENFÜHRER

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Tabellenführer liegen dem VfB Oldenburg einfach. Zwei Wochen nach dem Sieg über den damaligen Liga-Primus VfL Wolfsburg haben die Blauen nachgelegt. Vor 1.245 Zuschauern besiegte der VfB die als Tabellenerster angereiste U23 von Werder Bremen hoch verdient mit 1:0.
Aus der starken Oldenburger Mannschaft einen Protagonisten hervorzuheben, wäre an diesem Sonntag schlicht ungerecht und nicht zutreffend. Die Blauen haben kollektiv überzeugt und sich diese ungemein wichtigen drei Punkte mehr als verdient. Jonas Erwig-Drüpel, in seinem bisher besten Spiel für den VfB, erzielte den Siegtreffer in der 65. Minute. Einen Makel gab es gleichwohl, denn die besseren Oldenburger hätten höher gewinnen müssen.
Trainer Predrag Uzelac hatte seine Elf im Vergleich zur Vorwoche auf zwei Postionen verändert. Nils Laabs wurde durch Rückkehrer Pierre Merkel ersetzt und an der Seite von Franko Uzelac verteidigte Moritz Steidten. Karlis Plendiskis stand nicht zur Verfügung.
Es entwickelte sich von Beginn an ein Spiel auf Augenhöhe, in dem die Oldenburger allerdings auch zu Torchancen kamen. Die beste Möglichkeit hatte Merkel in der 32. Minute. Der unermüdlich rackernde Angreifer stürmte alleine aufs Tor zu, konnte den besten Bremer, Torhüter Raif Husic, aber nicht überwinden.
Der VfB, spätestens nach der 30. Minute Herr im Haus, drängte weiter auf die Führung. Die Bremer dagegen fanden kein echtes Mittel, um die sich gut verschiebende Oldenburger Deckung zu knacken. Allein am Abschluss haperte es. Nach einem überragenden Pass von Florian Stütz, genau in die Schnittstelle der Abwehr, war Marcel Gottschling durch, doch erneut parierte Husic (38. Minute).
Nach dem Wechsel das gleiche Bild. Werder auf der Suche nach einem Plan, der VfB dagegen ordentlich, teils filigran und immer im hohen Tempo. Es dauerte allerdings bis zur 65. Minute, ehe sich die Überlegenheit endlich auch auf der Anzeigetafel zeigte. Der eingewechselte Kifuta Kiala Makangu hatte für Erwig-Drüpel aufgelegt und der Blondschopf zum 1:0 vollendet. Zuvor wollten die Fans bereits verzweifeln, weil Gottschling und Merkel, wie in Halbzeit eins, beste Möglichkeiten ausgelassen hatten.
Jetzt endlich lag der VfB vorn und sollte die Führung auch nicht mehr abgeben. Die Bremer hatten sogar Glück, dass Merkel unmittelbar nach dem 1:0 den finalen Knockout verpaßte. Das Auslassen weiterer guter Chancen fiel aber nicht mehr ins Gewicht, denn der VfB stand auch defensiv überaus stabil und brachte die Führung souverän über die Zeit.
Am Ende stand ein total verdienter Erfolg. „Wir haben als Mannschaft überzeugt. Das war enorm wichtig, zumal die Konkurrenz ja auch gewonnen hat. Die Jungs finden sich immer mehr, ich bin zuversichtlich, auch für das Spiel in Cloppenburg“, sagte Julian Lüttmann, der sportliche Leiter des VfB.
Während VfB-Trainer Predrag Uzelac von seiner Mannschaft total begeistert war, zeigte sich Gäste-Trainer Alex Nouri enttäuscht. „Die Jungs haben das super gemacht, es war ein perfektes Spiel von uns“, meinte der VfB-Trainer. Nouri stimmte dem zu. „Der Sieg ist verdient und hätte höher ausfallen können. Wir haben heute keine Mittel gefunden. Ich hoffe, der VfB kommt schnell da unten raus“, sagte der Bremer Trainer.

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Christopher Braun, Moritz Steidten, Franko Uzelac, Thorsten Tönnies (90. Maycoll Canizales-Smith) – Florian Stütz, C. Mohamed Aidara – Jonas Erwig-Drüppel, Marcel Gottschling (85. Marius Winkelmann), Alessandro Ficara (59. Kiala Makangu Kifuta) – Pierre Merkel
Trainer: Predrag Uzelac

SV Werder Bremen II: Raif Husic – Torben Rehfeldt, Leon Guwara (88. Herbert Bockhorn), Marnon Busch, Patrick Mainka, Julian von Haacke (53. Maik Lukowicz), Lukas Fröde, Maximilian Eggestein, Onur Capin (53. Marcel Hilßner), Florian Grillitsch, Max Wegner
Trainer: Alexander Nouri

Tore: 1:0 Jonas Erwig-Drüppel (65.)
Schiedsrichter/in: Markus Büsing (SV Hellern) – Assistenten: Steffen Geismann (FC Lindau-Harz), Benjamin Schmidt (Spvgg Laatzen)
Zuschauer: 1245
Gelbe Karte: – / Lukas Fröde (5., gesperrt)
Quelle: VfB Oldenburg

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25.04.2015, 11:44

VfB ERKÄMPFT EINEN PUNKT - AIDARA KASSIERT DIE ROTE KARTE

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Einig waren sich die Protagonisten in der Bewertung des Derbys nicht. 1:1 trennte sich der BV Cloppenburg vom VfB Oldenburg und musste einmal mehr erkennen, dass die Blauen sich an der Soeste wohl fühlen. Seit nunmehr elf Jahren hat der VfB dort nicht verloren. Allerdings war es ein schwer erkämpfter Punkt, in einem intensiven Spiel.
VfB-Trainer Predrag Uzelac hatte seine Elf im Vergleich zur Vorwoche auf einer Position verändert. Für Alessandro Ficara spielte Kifuta Kiala Makangu. Bei den Gastgebern saß Andreas Gerdes-Wurpts nur auf der Bank.

Das Spiel begann vor 1.451 Zuschauern, sicherlich zu mehr als einem Drittel aus Oldenburg, mit einem Paukenschlag. Kifuta hatte nach einem Angriff über rechts nicht etwa abgeschlossen, sondern klasse für Pierre Merkel aufgelegt und der Torjäger des VfB hatte lässig vom Strafraum zum 0:1 eingenetzt. Es war ein Auftakt wie gemalt, für die Oldenburger (4. Minute).
Allerdings machten die Blauen daraus dann doch zu wenig. Zwar stand die Mannschaft defensiv gut, ließ dem Gegner wenig Raum, nutzte ihre Konterchancen allerdings nicht effektiv genug.
Es dauerte gute zwanzig Minuten, da kippte das Spiel dann vollends. Cloppenburg wurde immer besser, machte enormen Druck und kam durch Torjäger Tim Wernke gleich zu drei dicken Chancen. Allerdings gelang dem Angreifer der Ausgleich erst im vierten Versuch (34. Minute).

Für die jetzt unterlegenen Oldenburger sollte es in dieser Halbzeit aber nicht der einzige Nackenschlag sein. Unmittelbar vor der Pause zündete Wernke an der Mittellinie den Turbo, Mohamed Aidara konnte den Stürmer nur noch rustikal stoppen und wusste anschließend, dass er vorzeitig würde duschen dürfen. Schiedsrichter Nils Riedel zückte sofort die rote Karte (45. Minute). Der anschließende Freistoß wurde von Niemeyer nur knapp neben das Tor gesetzt.

Nach dem Wechsel wurde natürlich mit klarer Überlegenheit der Gastgeber gerechnet und tatsächlich machten die Cloppenburger auch Druck, doch Zählbares kam dabei nicht heraus. Im Gegenteil, die Oldenburger machten die Räume mit zwei Viererketten sehr eng und setzten über Pierre Merkel immer wieder Nadelstiche. Allein ein Treffer wollte dem VfB nicht gelingen.
Nach einer knappen Stunde war das Spiel dann auch für Moritz Steidten vorbei. In einem Zweikampf verletzte sich der Abwehrspieler derart übel, dass er ausgewechselt werden musste. Karlis Plendiskis rückte an die Seite von Franko Uzelac. Es sollte allerdings nicht der einzige verletzungsbedingte Wechsel bleiben. Auch für Kifuta war früher Schluss. Der Angreifer humpelte nach 63 Minuten vom Platz und wurde durch Marius Winkelmann ersetzt.

Ein personeller Kniff von Predrag Uzelac, der sich schnell auszahlen sollte, denn Winkelmann trugt nachhaltig dazu bei, das zentrale Mittelfeld zuzustellen. Die nächste Szene allerdings gehörte Plendiskis, der nach einer Ecke von Florian Stütz einen feinen Kopfball aufs Tor brachte. Doch der Ex-Oldenburger Christian Meyer war zur Stelle und fischte den Ball aus dem unteren Eck (68.).
Den jetzt enttäuschenden Cloppenburgern fehlte jede erkennbare Idee, so dass die Blauen trotz Unterzahl immer mutiger wurden und sich fast noch belohnt hätten. Ein Schuss von Gottschling streifte allerdings über die Latte (82.).

Auf der anderen Seite musste dann allerdings der starke Dominik Kisiel seine ganze Klasse aufbieten, um einen Schuss von Thomes zu entschärfen. Den Abpraller hätte der Oldenburger Torhüter kaum bekommen, doch Nick Köster brachte das Kunststück fertig, mit seinem Kopfball das leere Tor zu verfehlen (84.).
Im direkten Gegenangriff wird dann Gottschling im Strafraum zu Fall gebracht. Schiedsrichter Nils Riedel, noch fast am Mittelkreis stehend, gab allerdings keinen Elfmeter. Am Ende blieb es bei einem gerechten 1:1, wenngleich beide Trainer ihre Mannschaft im Vorteil gesehen haben.

Jörg-Uwe Klütz: In der Anfangsphase waren wir nicht richtig da. Beim Gegentor müssen wir gleich klären, aber immerhin waren wir anschließend aggressiver und dann auch hundertprozentig im Spiel. Wir hatten den VfB in der ersten Halbzeit klar im Griff und haben vollkommen verdient das 1:1 gemacht. In der zweiten Halbzeit haben wir uns schwer getan, der VfB hat die Räume gut eng gemacht. Allerdings müssen wir mit der Chance von Nick Köster das 2:1 machen.

Predrag Uzelac: Das 1:1 ist gerecht. Nach der schnellen Führung haben wir zu wenig getan und dem BVC zu viele Räume gegeben. Mit zehn Mann haben wir dann aber kaum etwas zugelassen, hatten aber sogar noch zwei, drei Möglichkeiten. Da hat uns die Entschlossenheit gefehlt. Wir haben den Punkt aber teuer bezahlt, eine rote Karte und zwei Verletzte. Ich denke, dass wir uns nächste Saison in der Regionalliga wiedersehen.

BV Cloppenburg:
Christian Meyer – Bernd Gerdes (90+1. Tim-Pascal Wohlfahrt), Christian Willen, David Niemeyer, Daniel Olthoff – Kristian Westerveld, Nick Köster – Gerrit Thomes, Christian Hegerfeld (77. Andreas Gerdes-Wurpts), Jonas Wangler – Tim Wernke
Trainer: Jörg-Uwe Klütz

VfB Oldenburg: Dominik Kisiel – Christopher Braun, Moritz Steidten (54. Karlis Plendiskis), Franko Uzelac, Thorsten Tönnies – Florian Stütz – Jonas Erwig-Drüppel, C. Mohamed Aidara, Marcel Gottschling – Kiala Makangu Kifuta (64. Marius Winkelmann), Pierre Merkel (89. Nils Laabs)
Trainer: Predrag Uzelac

Tore: 0:1 Pierre Merkel (4.); 1:1 Tim Wernke (33.)
Schiedsrichter/in: Nils Riedel (TuS Schwachhausen) – Assistenten: Rudolf Ackermann (Tura Bremen), Christian Hoyer (SV Dreye)
Zuschauer: 1451
Gelbe Karte: David Niemeyer (7.), Christian Willen (4.), Kristian Westerveld (2.) / Thorsten Tönnies (2.), Kiala Makangu Kifuta, Marcel Gottschling, Marius Winkelmann (8.)
Rote Karte: – / C. Mohamed Aidara (44., Notbremse)

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