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13.04.2018, 16:14

POL-OLD: +++ Kontrolle des gewerblichen Güterverkehrs +++ Diverse technische Mängel festgestellt +++ Beanstandungsquote bei 73 Prozent +++

Oldenburg (ots) - Bei einer Verkehrskontrolle an der Autobahn A 1 im Landkreis Oldenburg, auf der Tank- und Rastanlage Wildeshausen-Süd, wurden am Donnerstag, 12. April 2018, zahlreiche Lkw von den Spezialisten der "Regionalen Kontrollgruppe" der Polizeidirektion Oldenburg überprüft und teilweise sprichwörtlich aus dem Verkehr gezogen.

Aufgrund der stetig zunehmenden Zahlen des Schwerlastverkehrs auf den Autobahnen und den zuletzt schweren Verkehrsunfällen unter Beteiligung von Lkw erfolgten am gestrigen Tage, unter den Augen von Polizeivizepräsident Bernd Deutschmann, gezielte Kontrollen des gewerblichen Güterverkehrs mit dem Schwerpunkt technischer Mängel sowie der Ladungssicherung.

Insgesamt wurden 46 Lkw und Sattelauflieger einer Kontrolle unterzogen. 34 Fahrzeuge davon wiesen Mängel auf, sechs sogar so gravierend, dass sie bis zur Mängelbehebung stillgelegt wurden. Das entspricht einer erschreckend hohen Beanstandungsquote von 73 Prozent.

Als herausragende Ereignisse sind zu nennen:

Ein 46-jähriger Lkw-Fahrer hatte auf dem Weg von den Niederlanden nach Polen in dem Wechselaufbau seines Anhängers Fässer geladen. Bei der Kontrolle der Ladungssicherung staunten die Kontrolleure nicht schlecht, denn die sog. Twistlocks, welche den Container fest mit dem Anhänger verbinden sollten, waren in drei Fällen nicht vorhanden und in einem Fall ohne Funktion, was zur Folge haben kann, dass der Fahrer den ganzen Container während der Fahrt hätte verlieren können. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Der Spediteur musste geeignete Ladungssicherungsmittel beibringen, der Fahrer noch vor Ort eine Sicherheitsleistung bezahlen.

Ebenfalls eine Sicherheitsleistung hatte ein 37-jähriger Rumäne zu zahlen, der mit seinem Lkw und Anhänger Transportboxen für Schiebedächer beförderte. Bei der Kontrolle stellten die Beamten Mängel fest, die eine Vorführung beim TÜV erforderlich machten. Im Ergebnis wurde ein erheblicher Reifenschaden an dem Zugfahrzeug festgestellt. Damit nicht genug, denn die Bremsanlage am Anhänger war an einer Achse zudem ohne jegliche Wirkung. Auch hier war die Fahrt erst einmal beendet. Nach einer Reparatur und erneuter TÜV-Vorführung konnte die Weiterfahrt erfolgen.

Die Kontrolleure stellten bei einem 54 Jahre alten Belgier, der 20 Tonnen Bier von Belgien nach Dänemark beförderte, technische Mängel am Sattelauflieger fest. An der linken Seite fiel die gesamte Luftfederung aus und der Sattelauflieger war somit ungefedert. Das Fahrzeug wurde zu einer Fachwerkstatt begleitet und die Weiterfahrt erst nach einer Reparatur und erneuter Vorführung beim TÜV gestattet. Der Fahrer hatte noch vor Ort ein empfindliches Bußgeld zu zahlen.

Auch bei zwei Gefahrguttransporten musste vor der Weiterfahrt eine Behebung der technischen Mängel erfolgen und eine Sicherheitsleistung gezahlt werden:

Einer davon war ein 47-jähriger Sattelzugfahrer, der sich mit 18 Tonnen umweltgefährdender Stoffe auf den Weg von Gelsenkirchen nach Dänemark befand. Bei der Kontrolle in Bezug auf die Einhaltung der Vorschriften zur besonderen Ladungssicherung bei Gefahrgut stellten die Beamten fest, dass die Ladung völlig unzureichend gesichert war. Der Fahrer konnte seine Fahrt erst nach ordnungsgemäßer Ladungssicherung fortsetzen.

Auch ein 39-jähriger Ukrainer hatte 22 Tonnen Gefahrgut (Mehrzwecköle) geladen und war auf den Weg von Dortmund nach Hamburg. Bei der Kontrolle stellten die Beamten auch hier an der Sattelzugmaschine sowie am Sattelauflieger technische Mängel fest, die eine Vorführung beim TÜV erforderlich machten. Die Bremswirkung an der Sattelzugmaschine hatte hohe Abweichungen, zudem waren unzulässige Leuchten verbaut, welche andere Verkehrsteilnehmer blendeten. Am Sattelauflieger war außerdem eine Luftfederung derart beschädigt, dass eine unmittelbare Ausfallgefahr bestand. Auch hier wurde der Sattelzug mit der Polizei zu einer Fachwerkstatt begleitet und die Weiterfahrt untersagt. Erst nach einer ordnungsgemäßen Reparatur mit anschließender TÜV Vorführung konnte die Fahrt fortgesetzt werden.

Mit einem Getriebeteil für eine Windkraftanlage war ein 23-jähriger Fahrer aus Perleberg auf den Weg von Bad Bentheim nach Schweden. Bei der Kontrolle des Schwertransportes stellten die Beamten fest, dass der Transport um 23 Prozent überladen war. Die Weiterfahrt wurde untersagt und den Fahrer erwartet ein Bußgeld sowie Punkte in Flensburg. Gegen das Unternehmen aus Nordfriesland wird ein sog. Vermögensabschöpfungsverfahren eingeleitet.

Im Rahmen der Kontrolle eines 31-jährigen Sattelzugführers stellten die Beamten eine defekte Bremsanlage fest. Seine Fahrt von Salzgitter nach Lübeck musste der Fahrer, der 13 Tonnen Stahlrohre geladen hatte, unterbrechen. Stattdessen erfolgte die Überführung zu einer naheliegenden Fachwerkstatt. Erst nach einer umfangreichen Reparatur mit erneuter Vorführung beim TÜV wurde die Weiterfahrt gestattet. Der Fahrer musste noch vor Ort eine Sicherheitsleitung bezahlen. Den Verantwortlichen des durchführenden Unternehmens erwartet ebenfalls ein hohes Bußgeld.

Die Kontrolle fand tagsüber von 08:45 bis 15.30 Uhr statt. Unser Dank geht an die Ortspolizeibehörde Bremerhaven, die die Kontrollaktion der "Regionalen Kontrollgruppe" unterstützt hat.

Rückfragen bitte an:

Julia Höft
Polizeidirektion Oldenburg
Pressestelle
Theodor-Tantzen-Platz 8
26122 Oldenburg
Tel.: 0441/799-1041/-1043/-1045
E-Mail: pressestelle@pd-ol.polizei.niedersachsen.de
Homepage: www.polizei-oldenburg.de

Original-Content von: Polizeidirektion Oldenburg, übermittelt durch news aktuell

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